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Eiserne Ladies holen Auswärtssieg bei Fortuna Dresden

8:0-Erfolg beim Rückrundenauftakt:

So, 10. März 2024
Eiserne Ladies holen Auswärtssieg bei Fortuna Dresden

Die Frauenmannschaft des 1. FC Union Berlin setzt sich zum Rückrundenauftakt in der Regionalliga Nordost mit 8:0 beim 1. FFC Fortuna Dresden durch. In der sächsischen Landeshauptstadt sorgen Dina Orschmann (14.), Lisa Heiseler (25.) sowie ein Eigentor (44.) für die Treffer in der ersten Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel erhöhen zunächst Sarah Abu Sabbah (46.) und Anouk Blaschka (66.), ehe Zita Rurack per Hattrick für den 8:0-Endstand sorgt (73./81./85.).

1. FFC Fortuna Dresden: Ewert (80. Löwe) – Winkler, Hesse (46. Menberg), Wagner, Uhlmann – Schleif, Zeidler, Simon – Freude, Zenker (74. Strecker), Martin (81. Hänichen)

1. FC Union Berlin: Wagner – Sakar, Niesler, Becker (77. Schulz), Bach – Frank (60. Görsdorf), Heiseler, Moraitou – Blaschka, Abu Sabbah (60. Rurack), D. Orschmann

Personal: Im Vergleich zum 5:0-Sieg im Viertelfinale des Polytan-Pokals gegen Hertha BSC veränderte Cheftrainerin Ailien Poese die Startformation auf zwei Positionen. Melanie Wagner und Charleen Niesler spielten anstelle von Sarah Hornschuch sowie Katja Orschmann von Beginn an.

Tore: 0:1 D. Orschmann (14.), 0:2 Heiseler (25.), 0:3 Hesse (44., Eigentor), 0:4 Abu Sabbah (46.), 0:5 Blaschka (66.), 0:6 Rurack (73.), 0:7 Rurack (81.), 0:8 Rurack (85.)

Zuschauer: 145

Orschmann eröffnet den Torreigen sehenswert

Die Unionerinnen übernahmen in Dresden sofort die Spielkontrolle und drängten den tiefstehenden Gegner von Beginn an in die eigene Hälfte. Die Gastgeberinnen zeigten sich allerdings defensivstark und konnten in den Anfangsminuten die Angriffe der Köpenickerinnen abwehren. Nach 14 Minuten gelang Union schließlich der erste Abschluss, welcher auch direkt zum Torerfolg führte. Über die rechte Seite von Fatma Sakar gelangte der Ball in den Strafraum zu Sarah Abu Sabbah, die das Leder per Kopf in den Lauf von Dina Orschmann legte; die Angreiferin lupfte das Spielgerät aus kurzer Distanz sehenswert über die herausstürmende Keeperin.

In der 23. Minute hätte sich Abu Sabbah beinahe ein zweites Mal als Vorbereiterin erwiesen, als sie den Ball nach einem schnellen Angriff im Strafraum querlegte, ihren Pass verpasste Lisa Heiseler am zweiten Pfosten jedoch knapp. Nur zwei Minuten später durfte die Kapitänin dann aber doch jubeln: Dresden bekam den Ball im eigenen Strafraum nicht geklärt und legte unfreiwillig für Heiseler auf, die das Leder kompromisslos per Direktabnahme in den Torwinkel nagelte (25.).

Kurz vor dem Halbzeitpfiff legten die Eisernen Ladies noch den dritten Treffer nach. Heiseler erhielt den Ball rechts im Strafraum und probierte es mit einem Schlenzer aufs lange Eck, den Dresden-Torhüterin Nele Ewert noch parieren konnte. Die Kugel prallte daraufhin an das Knie von Teamkollegin Marlena Hesse und von dort über die Torlinie (44.).

Abu Sabbah mit Traumtor – Rurack trifft dreifach

In der zweiten Halbzeit dauerte es nur 45 Sekunden, bis die 150 Zuschauer im Stadion Wurzener Straße ein absolutes Traumtor zu sehen bekamen. Nach einer Flanke von Latoya Bach von der linken Seite nahm Sarah Abu Sabbah den Ball im Strafraum gekonnt mit der Brust an und jagte die Kugel per Volley unnachahmlich in den Torwinkel (46.).

Im Anschluss erspielten sich die Unionerinnen zahlreiche Torchancen, agierten jedoch vor dem Gehäuse zu fahrlässig. In der 51. Minute etwa stand Dina Orschmann nach einem Steilpass allein vor der gegnerischen Schlussfrau, scheiterte jedoch im Eins-gegen-Eins. Nur drei Minuten später gab es eine nahezu identische Situation, als diesmal Lisa Heiseler frei vor dem Tor auftauchte: Der Kapitänin gelang es zwar, die Torhüterin zu umkurven, doch fand der Ball nur den Weg an die Latte (54.). Dina Orschmann verfehlte das Gehäuse in der 62. Minute wiederum knapp und bei Heiselers Abschluss im Fallen war die gut aufgelegte Nele Ewert im Dresden-Tor zur Stelle (65.). In der 66. Minute konnten die mitgereisten Auswärtsfans jedoch wieder jubeln: Infolge einer schnellen Kombination am Strafraum wurde Anouk Blaschka freigespielt, die den Ball aus zehn Metern souverän im langen Eck unterbrachte.

In den Schlussminuten drehte dann die eingewechselte Zita Rurack mit drei Treffern auf. Nachdem sie in der 68. Minute einen Kopfball aus kurzer Distanz noch knapp neben den Pfosten setzte, war sie fünf Minuten später nach einer missglückten Klärungsaktion der Dresdnerinnen in bester Stürmermanier zur Stelle (73.). Aufgrund einer Verletzung mussten die Gastgeber in der 80. Minute einen Torhüterwechsel vornehmen, Rurack prüfte nur eine Minute später die neue Keeperin mit einem Distanzschuss aus 20 Metern, welcher der Schlussfrau unglücklich zum 7:0 durch die Hände rutschte (81.). In der 85. Minute machte die Stürmerin ihren Hattrick mit einem Schuss ins Eck nach einer Ablage von Heiseler perfekt und setzte gleichzeitig den Schlusspunkt der Partie.

In der Regionalliga Nordost stehen die Eisernen Ladies nach zwölf Spielen weiterhin ohne Punktverlust an der Tabellenspitze. Viktoria Berlin auf Rang 2 liegt sechs Zähler hinter den Unionerinnen.

Stimmen zum Spiel

„Am Anfang war es ein schwieriges Spiel, Dresden hat die Räume gut eng gemacht und wenig zugelassen. Uns haben da auch ein Stück weit die Ideen gefehlt, bei dem schwierig zu bespielendem Boden. Wir haben es dann aber gut angenommen und es am Ende deutlich gestaltet“, fasste Cheftrainerin Ailien Poese die Begegnung zusammen.

Anouk Blaschka war insgesamt zufrieden mit dem Auftritt beim Aufsteiger: „Wir haben uns am Anfang ein wenig schwergetan, aber dann haben wir unsere Chancen gut ausgespielt. Vor allem in der zweiten Halbzeit hatten wir einige Möglichkeiten, wo wir mit ein bisschen mehr Abschlussglück auch noch höher gewinnen hätten können.“

„Wir sind nicht ganz so gut gestartet, aber haben uns auch da schon Chancen erarbeitet. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann nochmal besser gemacht. Wir haben uns an den Platz gewöhnt, noch mehr Torchancen kreiert und am Ende auch einige davon verwertet“, so Zita Rurack. Die Dreierpackerin ergänzte: „Mich freut natürlich, dass ich meine Minuten gut nutzen konnte und meine Mitspielerinnen mir die Tore gut aufgelegt haben.“

Ausblick

Am kommenden Sonntag, dem 17.03.2024, empfangen die Unionerinnen zum ersten Heimspiel der Rückrunde RasenBallsport Leipzig II in der Dörpfeldstraße. Die Partie wird um 14 Uhr angepfiffen.