Freitag
30.09.2016
Fotos: Hänsch / www.unveu.de

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Serie gestoppt: Union verliert mit 0:2 in Nürnberg

Der 1. FC Union Berlin verliert am achten Spieltag der 2. Bundesliga vor 24 465 Zuschauern mit 0:2 beim 1. FC Nürnberg und verpasst somit den erhofften fünften Sieg in Folge.

Personell veränderte Union-Coach Jens Keller seine Startelf nur auf einer Position. Für den Torschützen Kenny Prince Redondo rückte Simon Hedlund in die Mannschaft. Für den jungen Schweden war es der erste Einsatz von Anfang an im Rot-Weißen Trikot. Union begann die Partie im gewohnten 4-3-3-System mit folgender Aufstellung:

Busk – Trimmel, Leistner, Schönheim (58. Puncec), Pedersen – Kreilach, Fürstner (77. Zejnullahu), Kroos, Skrzybski, Hosiner (46. Redondo), Hedlund

Die Köpenicker begannen die Partie dominant, ohne sich jedoch große Chancen herauszuspielen. Der Club aus Nürnberg kam schwer ins Spiel, Gefahr strahlten die Franken vor allem nach Standardsituationen aus. Bis kurz vor der Pause blieb das Spielgeschehen bis auf einige Schussversuche der Eisernen weitgehend ausgeglichen, ab der 39. Spielminute überschlugen sich dann aber die Ereignisse. Der bereits verwarnte Linksverteidiger Kristian Pedersen legte sich den Ball im Strafraum der Hausherren zu weit vor. FCN-Torhüter Thorsten Kirschbaum sicherte sich die Kugel, der junge Däne rauschte mit dem Keeper zusammen. Beide Akteure mussten behandelt werden, Pedersen sah seine zweite Verwarnung und musste mit Gelb-Rot vom Platz. Nur wenige Minuten später dezimierte sich allerdings auch der Club. Im Zweikampf mit Simon Hedlund erwischte Edgar Salli den Schweden mit der Hand im Gesicht. Da auch er zuvor schon verwarnt wurde, musste auch Salli den Platz verlassen. Mitten in dieser aufgeheizten Stimmung erzielte der FCN auch noch den glücklichen 1:0-Führungstreffer. Ein Schuss von Möhwald schlug aus ca. 20 Metern Entfernung im Netz ein, die Franken sicherten sich die 1:0-Halbzeitführung.

Zur Halbzeit reagierte Union-Trainer Jens Keller, brachte Kenny Prince Redondo für Philipp Hosiner, auf dem Spielfeld dominierten aber zunächst die Franken. Mit gutem Zweikampfspiel und schnellen Kontern erarbeiteten sich die Franken in den 15 Minuten nach der Halbzeit zahlreiche Torchancen, ein Tor wollte den Hausherren aber nicht gelingen. Nach ca. 60 Spielminuten zogen sich die Cluberer in die eigene Hälfte zurück und verlegten sich aufs Kontern. Union kämpfte weiter um den Ausgleich, versuchte durch schnelle Pässe in die Spitze Chancen zu kreieren. Die Genauigkeit im letzten Zuspiel ließen die Köpenicker aber häufig vermissen. Kurz vor Schluss gelang dem Club schließlich der vorentscheidende Treffer zum 2:0. Mit einem schnellen Konter setzte sich der eingewechselte Teuchert gegen die Berliner Hintermannschaft durch, umkurvte Keeper Jakob Busk und schob locker zum 2:0 Endstand ein (83.).

„Zunächst einmal gratuliere ich dem 1. FC Nürnberg zum Sieg. Wir wollten die Unsicherheit der Nürnberger ausnutzen, in der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel gut im Griff und waren überlegen. Wir hatten zwei oder drei gute Aktionen, haben es aber nicht geschafft, uns zwingende Torchancen zu erarbeiten. Das Gegentor ist aus dem Nichts gefallen und hat dem 1. FC Nürnberg natürlich in die Karten gespielt. Nach der Führung konnte der Club tief stehen. Dass wir dann Konterchancen zulassen müssen, ist völlig normal. Meine Jungs haben aber alles probiert, deshalb kann ich meiner Mannschaft absolut keinen Vorwurf machen“, zog Jens Keller auf der Pressekonferenz nach der Partie sein Fazit.

Den Eisernen stehen in der Länderspielpause zwei Test-Partien bevor. Am Dienstag, dem 04.10.2016 tritt der 1. FC Union Berlin beim Regionalligisten BAK 07 an, zwei Tage später trifft die Elf von Jens Keller im Stadion An der Alten Försterei auf den FC Luzern.

1. FC Union Berlin