Sonntag
16.04.2017

Mit Kampf und Leidenschaft: Union besiegt Kaiserslautern

Der 1. FC Union Berlin besiegt den 1. FC Kaiserlautern am 29. Spieltag der 2. Bundesliga mit 3:1. Vor 21 379 Zuschauern sorgten Damir Kreilach, Sebastian Polter und Philipp Hosiner für die Tore der Eisernen, den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Marcel Gaus.

Im Vergleich zum 2:2-Unentschieden in Düsseldorf veränderte Trainer Jens Keller seine Startelf auf zwei Positionen. Der zuletzt angeschlagene Stephan Fürstner kehrte nach überstandenen Knieproblemen zurück aufs Feld, außerdem durfte Geburtstagskind Damir Kreilach anfangen. Die Eisernen starteten wie folgt:

Mesenhöler - Trimmel, Leistner, Puncec, Pedersen – Kroos (79. Hosiner), Fürstner, Kreilach – Skrzybski (89. Kessel), Polter, Redondo (81. Hedlund)

Die Eisernen starteten druckvoll in die Partie und zeigten ab der ersten Minute ihren absoluten Siegeswillen. Steven Skrzybski und Sebastian Polter scheiterten mit ihren Abschlussversuchen jedoch knapp am Kasten von Torhüter Jan Pollersbeck. Von den Gästen war in der Anfangsphase wenig zu sehen, früh von den Köpenickern attackiert schafften es die Pfälzer kaum, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien. Folgerichtig ging der 1. FC Union Berlin in der 14. Spielminute in Führung. Nach feiner Hereingabe von Skrzybski kam Geburtstagskind Damir Kreilach an den Ball und bugsierte das Leder zur 1:0-Führung über die Linie. In der 20. Spielminute musste Gästetrainer Norbert Meier das erste Mal reagieren und den angeschlagenen Osawe vom Feld nehmen. Für ihn kam Kacper Przyblko in die Partie. Mitte der ersten Hälfte kamen die Pfälzer besser ins Spiel, richtige Torchancen erspielten sich die Roten Teufel allerdings kaum. Einzig Przybylko prüfte Daniel Mesenhöler mit einem Torschuss von der Strafraumgrenze, im Nachfassen entschärfte der Torwart den tückischen Aufsetzer jedoch (41.). Union spielte weiter mutig nach vorne, schaffte es allerdings nicht, seine Chancen konsequent zu Ende zu spielen. Mit der verdienten Pausenführung für den 1. FC Union Berlin verabschiedeten sich die Mannschaften nach 45 Minuten in die Kabine.

Direkt nach der Pause jubelten die Zuschauer im Stadion An der Alten Försterei ein zweites Mal. Das Schiedsrichtergespann entschied beim Treffer von Polter jedoch auf Abseits. Union spielte weiter wie zu Beginn der ersten Hälfte, setzte die Pfälzer unter Druck und erarbeitete sich gute Möglichkeiten durch Skrzybski und Redondo. Mitten in der Druckphase der Eisernen kamen die Gäste plötzlich zum Ausgleich. Mittelfeldspieler Marcel Gaus versuchte sich mit einem Abschluss von der Strafraumkante, der im unteren linken Eck zum 1:1 einschlug (68.). Die Eisernen reagierten prompt, doch wieder wurde ihnen der Treffer verwehrt. Zu Unrecht, da Damir Kreilach bei seinem Kopfballtreffer nicht im Abseits stand (69.). Nur zwei Minuten später protestierten die Eisernen erneut, diesmal verwehrte Schiedsrichter Benjamin Brand den Köpenickern einen Handelfmeter. Union gab trotz allem nicht auf und erzielte in der 85. Spielminute die hoch verdiente Führung. Diesmal war Sebastian Polter per Kopf nach einer Flanke von Pedersen zur Stelle und der Treffer zählte. Nur drei Minuten später machte der eingewechselte Philipp Hosiner den Deckel drauf und markierte nach Vorlage von Damir Kreilach den Endstand zum 3:1 (88.).

 „Wir waren von der ersten Sekunde sehr gut auf dem Platz und haben unseren Plan durchgesetzt. Nach zehn Minuten hätten wir eigentlich schon führen müssen, haben aber die Kontrolle nie verloren. Die Linie des Schiedsrichters sehe ich heute nicht glücklich, trotzdem war die Moral der Mannschaft große Klasse. Auch nach dem Ausgleich hat mein Team weiter an sich geglaubt und hart gearbeitet“, so Keller auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Am nächsten Spieltag tritt der 1. FC Union Berlin beim VfB Stuttgart an. Der Anpfiff zum Flutlichtspiel in der Mercedes-Benz-Arena erfolgt am Montag, dem 24.04.2017 um 20:15 Uhr.

1. FC Union Berlin