Freitag
16.09.2016
Fotos: Hänsch / www.unveu.de

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2:1 in München: Union erkämpft in Unterzahl den Sieg

Im Gegensatz zum furiosen 4:0-Erfolg gegen den Karlsruher SC änderte Union-Trainer Jens Keller seine Aufstellung nur auf einer Position und schickte Kenny Prince Redondo statt Adrian Nikci auf den Rasen. Die 4-3-3-Formation las sich wie folgt:
Busk – Trimmel, Leistner, Schönheim, Pedersen – Kroos (69. Parensen), Fürstner, Kreilach – Skrzybski (86. Hosiner), Quaner, Redondo (54. Puncec)

Für die Eisernen hätte die Partie nicht besser beginnen können. Bereits nach fünf Minuten brachte Steven Skrzybski den 1. FC Union Berlin in Führung. Zuvor hatte Kenny Prince Redondo von der linken Seite abgeschlossen, Torhüter Zimmermann ließ den Ball vor die Füße von Skrzybski abklatschen. Mit zunehmender Spieldauer kamen die Hausherren immer besser ins Spiel, Union versuchte mit schnellen Pässen in die Spitze gefährlich zu werden. Nach einem Freistoß von Daniel Adlung, berührte Collin Quaner den Ball mit der Hand im Strafraum, Schiedsrichter Florian Heft entschied auf Strafstoß. Fälschlicherweise verwarnte der Unparteiische Fabian Schönheim, was später noch Auswirkungen haben sollte.  Michael Liendl ließ Jakob Busk keine Chance und verwandelte trocken vom Punkt. Es roch bereits nach einem Unentschieden zum Halbzeitpfiff, doch kurz vor der Pause leistete sich 1860 Verteidiger Degenek einen kapitalen Abspielfehler. Sein zu kurzer Rückpass wurde von Kenny Prince Redondo abgefangen und zur 2:1-Halbzeitfühung eingeschoben.

Die Hausherren kamen druckvoll aus der Kabine und spielten sich zu Beginn der zweiten Hälfte am Strafraum der Köpenicker fest. In der 53. Spielminute schickte Schiedsrichter Heft Fabian Schönheim vom Platz, nachdem er nach einem Foul an Mölders seine zweite gelbe Karte gesehen hatte. Von nun an machten die Löwen extrem viel Druck, die Angriffsversuche scheiterten jedoch immer wieder an der Abwehrreihe der Köpenicker. Durch zwei Entlastungsangriffe von Collin Quaner bot sich den Eisernen die Chance, die Führung auszubauen, der Stürmer scheiterte jedoch beide Male denkbar knapp. 1860 München wollte in den 30 Minuten in Überzahl trotz größter Bemühungen kein weiterer Treffer gelingen, jeder Angriffsversuch wurde von der Köpenicker Defensive leidenschaftlich abgewehrt. Mit einer überzeugenden kämpferischen Leistung erkämpfte sich der 1. FC Union Berlin schließlich den Auswärtsdreier.

„Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft. Letzte Woche haben wir ein überragendes Spiel abgeliefert, heute hat die Mannschaft gezeigt, welche anderen Facetten unser Team noch hat. Wir haben uns 32 Minuten in Unterzahl in jeden Ball reingeschmissen und gut verteidigt. Die Mannschaft hat unglaubliche Moral bewiesen. Ich bin stolz diese Mannschaft zu trainieren“, sagte Union-Trainer Jens Keller auf der Pressekonferenz nach der Partie.

Das nächste Spiel bestreiten die Eisernen bereits am Mittwoch, dem 21.09.2016. Im Rahmen der englischen Woche tritt der 1. FC Union Berlin beim Aufsteiger Würzburger Kickers an. Der Anpfiff bei den Franken erfolgt um 17:30 Uhr.

1. FC Union Berlin