Kaffee-Zeit im Stadtforst. :-)

Spiel und Spaß für geflüchtete Waisenkinder

Fußballtage bei Union:

Do, 19. Mai 2022
Spiel und Spaß für geflüchtete Waisenkinder

Tausende Menschen aus der Ukraine sind nach der Flucht vor dem Krieg in ihrem Heimatland in Berlin eingetroffen und untergebracht worden. Zu den ersten, die hier in Berlin vorläufig ein neues Zuhause gefunden haben, gehört eine Gruppe von 120 Waisenkindern aus der Hafenstadt Odessa.

Auf Initiative der Jüdischen Gemeinde zu Berlin wurde das Waisenhaus in Odessa evakuiert und die Kinder wurden mit Bussen nach Berlin gebracht. Zur Unterbringung der Kinder wurde mittlerweile ein Hotel angemietet, im Bildungszentrum von Chabad Berlin wird gemeinschaftlich gegessen, die Kinder werden ganztags betreut und nehmen am Online-Unterricht teil oder besuchen Schulen in der unmittelbaren Umgebung.

„Mit Eintreffen der Waisenkinder hier in Berlin haben wir der jüdischen Gemeinde unsere Hilfe angeboten. Wir möchten Rabbi Teichtal dabei unterstützen, den geflüchteten Mädchen und Jungen ein neues Zuhause zu bieten. Durch unsere Sport- und Spielangebote bringen wir ein bisschen Abwechslung in den schwierigen Alltag der Kinder“, erklärt Union-Präsident Dirk Zingler.

Seit zwei Wochen unternimmt die Gruppe zweimal pro Woche einen Ausflug nach Köpenick, wo Nachwuchstrainer des 1. FC Union Berlin für ein abwechslungs- und bewegungsreiches Nachmittagsprogramm sorgen. Je nach Altersstufe und nach Vorlieben der Kinder wird natürlich gegen den Ball getreten und Fußball gespielt, in erster Linie wollen die Eisernen die Kinder aber spielerisch in Bewegung bringen und für gute Laune sorgen. An jedem Dienstag bringt Union so rund 30 Jungs und an jedem Donnerstag gut 40 Mädchen in Bewegung. 

Yehuda Teichtal, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, freut sich sehr über das Projekt mit den Eisernen. „Es ist schön zu sehen, wie viel Spaß die Kinder bei Union haben und wie begeistert sie nach ihrer Rückkehr davon erzählen. Kaum zurück, zählen sie bereits die Tage, bis sie wieder An die Alte Försterei fahren. Ich bin dem 1. FC Union Berlin sehr dankbar für dieses Engagement“.

Wer Interesse am Angebot der „Fußballtagen für geflüchtete Kinder“ hat oder als ehrenamtlicher Helfer unterstützen will, findet hier weitere Informationen.