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FSV Frankfurt erhält als bester Gastgeber den JWD-Pokal des Eisernen V.I.R.U.S.

Mi, 21. August 2013
FSV Frankfurt erhält als bester Gastgeber den JWD-Pokal des Eisernen V.I.R.U.S.

Zum fünften Mal vergibt die Supporterorganisation des 1. FC Union Berlin, der Eiserne V.I.R.U.S. e. V., den Pokal für den fanfreundlichsten Gastgeber der Vorsaison. Der diesjährige Sieger ist der traditionsreiche hessische Verein FSV Frankfurt, der die Reihe der Aus­gezeichneten (bisher: SV Sandhausen, 1. FC Kaiserslautern, FC Augs­burg, FC Erzge­birge Aue) fortsetzt.

Die vergangene Fußballsaison Deutschlands war neben Titelgewinnen in der Europa­meisterschaft der Frauen und der Champions League vor allem durch Diskussionen zum Umgang mit den Zuschauern und durch Fanproteste geprägt. Fast schien es in Ver­­ges­senheit zu geraten, dass ein Stadionbesuch hierzulande alles andere als gefahr­­­­voll ist und dass Deutschlands Fußballfans in ihrer übergroßen Mehrzahl sich ebenso dis­zipliniert wie begeisterungsfähig zeigen. Eben deshalb wehren sie sich gegen un­ver­hältnismäßige Zumutungen im Zuge einer völlig verzerrt geführten Sicherheits­debatte.

Gerade die sogenannten „Gäste-Fans“ können sich allzu oft, von Polizei eingekesselt, von Ordnern schikanös und diskriminierend durchsucht und in Blöcke gepfercht, die ebenso wie die dort geltenden Sicherheitsauflagen weit jenseits des Standards der übrigen Stadionbereiche ausgestaltet sind, mitnichten als willkommene Gäste fühlen. Das wiederum befördert aggressives Verhalten eher, als es dies eindämmt.

Umso wichtiger ist es, Beispiele herauszustellen, wo ein fairer, würdiger Umgang mit den Gästefans wesentlich zu einer freundlichen, gewaltfreien und dennoch leiden­schaft­­lich stimmungsvollen Atmosphäre beiträgt. Genau das beobachten die Supporter des Eisernen V.I.R.U.S. seit Jahren beim FSV Frankfurt. Dabei scheint es im regiona­len Umfeld noch zu wenig bekannt zu sein, wie man dort bemüht ist, seinen Zuschau­ern alle Rahmenbedingungen zu einem wunderbar eindrucksvollen Fußballerlebnis zu bieten.

Dies breiter publik zu machen, liegt, wie V.I.R.U.S.-Vorstandsmitglied Sig Zelt betont, durchaus im Sinne der Auszeichnung, denn „gerade der Umgang mit den gegneri­schen Fans ist ein Prüfstein der Zuschauerfreundlichkeit und ist mitentscheidend da­für, wie sich die Fans zum Veranstalter, aber auch zueinander verhalten.“ So steht das Kürzel „JWD“ – im Berliner Slang als „janz weit draußen“ bekannt – hier für: „Jut war’t, danke!“

Die Pokalübergabe wird am kommenden Sonntag im Rahmen des Punktspiels des FSV Frankfurt gegen den 1. FC Union Berlin stattfinden.

 

*Presseinformation des Eisernen V.I.R.U.S. e.V. - die Union-Supporter