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Union spielt 2:2 in Leverkusen

Knapp am Sieg vorbei:

Sa, 08. Januar 2022
Union spielt 2:2 in Leverkusen

Der 1. FC Union Berlin nimmt nach einer sehenswerten Partie gegen Bayer 04 Leverkusen einen Punkt mit zurück in die Hauptstadt. Nach einem Rückstand drehten die Eisernen durch einen Doppelpack von Grischa Prömel die Partie. Kurz vor Schluss konnten die Hausherren durch einen Kopfball von Jonathan Tah noch ausgleichen.

Bayer 04 Leverkusen: Hradecky – Frimpong (83. Alario), Tah, Hincapie, Bakker - Andrich, Demirbay (77. Bellarabi) - Wirtz - Diaby, Schick, Paulinho (77. Adli)

1. FC Union Berlin: Luthe - Jaeckel, Knoche, Friedrich – Trimmel (77. Ryerson), Khedira, Prömel (71. Möhwald), Gießelmann (26. Oczipka) – Haraguchi (46. Öztunali) - Kruse, Behrens (46. Voglsammer)

Tore: 1:0 Schick (38.), 1:1 Prömel (45.), 1:2 Prömel (49.), 2:2 Tah (83.)

Leverkusen geht in Führung, Union gleicht aus

Die erste Torchance der Partie Bayer 04 Leverkusen gegen den 1. FC Union Berlin ließ 10 Minuten auf sich warten und dann waren es die Leverkusener gleich dreifach: Zuerst versuchte sich Schick per Kopfball, ehe kurze Zeit später auch Wirtz an Andreas Luthe im Union-Tor scheiterte. Erneut wenige Sekunden später stieg Abwehrspieler Tah nach einer Leverkusener Ecke im Strafraum hoch, dessen Kopfball flog jedoch knapp am langen Pfosten vorbei. Während die Unioner auf den ersten Torabschluss hinarbeiteten, war für Niko Gießelmann das Spiel früh zu Ende. Ohne Fremdeinwirkung verletzte sich der Abwehrspieler und verließ in der 26. Spielminute das Spielfeld. Für ihn kam Bastian Oczipka neu in die Partie. Leverkusen präsentierte sich spielstark und versuchte immer wieder einen Weg durch die kompaktstehende Abwehrreihe der Eisernen zu finden. Doch auch hier blieben weitere Torabschlüsse aus. Doch in der 38. Minute war es dann soweit: Patrik Schick traf zum 1:0 aus Sicht der Hausherren. Zuvor war Diaby am Schlussmann der Köpenicker gescheitert, der parierte Ball landete beim Schick, der aus spitzem Winkel den Ball wuchtig im Tor unterbrachte. Bayer setzte nach, doch Union wehrte sich. Und kam noch vor der Pause zu einer eigenen Gelegenheit: Max Kruse brachte einen Eckstoß von links in den Strafraum. Den scharfen Schuss von Christopher Trimmel konnte Hradecky nur nach vorne prallen lassen. Behrens köpfte in Richtung des langen Pfostens, doch erneut bekam der Leverkusener Keeper noch die Fingerspitzen an den Ball. Doch nun war Grischa Prömel zur Stelle und versenkte die Kugel im Tor – der Ausgleich zum 1:1. Nach einer Minute Nachspielzeit ging es mit diesem Stand in die Halbzeitpause.

Union dreht, Leverkusen kommt zurück

Während Leverkusen unverändert aus der Kabine kam, blieben bei Union Kevin Behrens und Genki Haraguchi in der Kabine. Für sie kamen Levin Öztunali und Andreas Voglsammer ins Spiel. Und Union macht in den ersten Minuten nicht nur mit frischen Kräften auf sich aufmerksam: In der 49. Minute eroberte Max Kruse den Ball und legte sich die Kugel von den rechten auf den linken Fuß, ehe er den Ball geschickt im langen Eck unterbringen wollte. Vermutlich wäre die Kugel knapp am Tor von Hradecky vorbeigegangen, doch Grischa Prömel reagierte erneut gedankenschnell und schob den Ball entgegen der Laufrichtung vom Schlussmann der Werkself über die Linie. Mit dem Führungstreffer drehte die Elf von Cheftrainer Urs Fischer auf und fand zu alter Stärke zurück. In der 55. Minute versuchte es Max Kruse von der Strafraumkante, der Abschluss wurde zur Ecke abgefälscht und Marvin Friedrich kam mit einstudierte Eckenvariante zum Abschluss, traf aber leider seinen Abwehrkollegen Robin Knoche. In der 62. Minute dann ein Ausrufezeichen der Hausherren: Schick zog aus knapp 20 Metern ab, schaffte es dieses Mal jedoch nicht, Andreas Luthe im Union-Tor zu überwinden. Und die Druckphase der Werkself schien erst zu beginnen: Auch Paulinho prüfte Luthe mit einem wuchtigen Schuss, blieb aber ebenso ohne Erfolg. Und die Paraden des Schlussmanns ließen nicht nach: Nach einer Ecke und dem erneuten Abschluss von Paulinho lenkte Luthe den Ball in letzter Sekunde über den Querbalken. In der 79. Minute dann ein weiterer sehenswerter Abschluss der Eisernen: Max Kruse zog von rechts nach innen und zog mit seinem starken linken Fuß ab, während Hradecky geschlagen gewesen wäre, rettete diesmal der Querbalken für die Hausherren. Nach einem nicht geahndeten Foul an Levin Öztunali ging es ganz schnell: Diaby setzte sich mit seiner Schnelligkeit durch, im Duell behielt Marvin Friedrich jedoch die Oberhand, der den Abschluss per Grätsche verhinderte. Dann fiel der Ausgleich für die Hausherren doch. Eine Hereingabe von Bellarabi erwischte Tah mit dem Kopf und stellte in der 84. Minute auf 2:2. Wer nun gedacht hatte, die Hausherren würden das Spiel noch drehen, sah sich getäuscht. Stattdessen blies Union zur Schlussattacke und spielte sich bis in die Nachspielzeit noch mehrere Großchancen heraus. Kruse, Voglsammer, Öztunali und Oczipka sogar an den Pfosten – alle hatten den Siegtreffer auf dem Fuß, aber er wollte nicht fallen. So endete die in der zweiten Halbzeit sehr ansehnliche Partie mit dem Endstand von 2:2.

Stimmen nach dem Spiel

Für Urs Fischer ist Union nach der ersten Hälfte mit dem Remis gut weggekommen. „Ich bin sehr glücklich mit einem Unentschieden nach einer sehr schwachen ersten Hälfte. Wir waren überhaupt nicht im Spiel, das 1:1 war das Beste, was uns passieren konnte. Leverkusen hätte das Spiel im ersten Durchgang entscheiden müssen. Das haben sie nicht und danach war es eine tolle Leistung der Mannschaft. Am Ende hat nicht viel zum Auswärtssieg gefehlt.“

Grischa Prömels Doppelpack reichte nicht für den Auswärtssieg. Dennoch ist er zufrieden mit dem Unentschieden. „Klar ärgern wir uns darüber, wenn wir in der Schlussphase noch den Ausgleich bekommen. Am Ende hatten wir dann sogar beim Pfostenschuss von Basti noch ein bisschen Pech. Aber ich denke auch, dass ein Punkt in Leverkusen in Ordnung geht.“

Torhüter Andreas Luthe sah in der zweiten Hälfte eine deutliche Steigerung des Teams. „Das war ein schönes Auswärtsspiel, obwohl wir schwer reingekommen sind, weil Leverkusen ständig Druck gemacht hat. Dann haben wir uns in die Partie gekämpft und nachdem Grischa den Ausgleich gemacht hat, waren wir richtig gut im Spiel. Mit den vielen Konterchancen hätten wir das Spiel sogar gewinnen können.“

Ausblick auf die nächste Partie

Das erste Heimspiel im neuen Jahr bestreitet der 1. FC Union Berlin am kommenden Sonnabend, dem 15.01.2022. Zu Gast im Stadion An der Alten Försterei ist die TSG 1899 Hoffenheim und der Anpfiff der Partie erfolgt um 15:30 Uhr.

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