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Union reist zu Bundesliga-Tabellenführer Dortmund

Schweres Pokal-Los:

Di, 30. Oktober 2018
Union reist zu Bundesliga-Tabellenführer Dortmund

Der 1. FC Union Berlin tritt in der 2. Runde des DFB-Pokals wie schon vor zwei Jahren im SIGNAL IDUNA PARK gegen Borussia Dortmund an. Anstoß der Partie am Mittwoch, dem 31.10.2018 ist um 18:30 Uhr unter der Leitung von Schiedsrichter Guido Winkmann (Kerken, NRW).

Rückblick 1. Pokalrunde: Union souverän in Jena, Dortmund mit viel Glück

Für die Eisernen stand in der 1. Runde das Auswärtsspiel beim FC Carl Zeiss Jena auf dem Programm – und das nur ein paar Wochen, nachdem man sich bereits Anfang Juli zur Saisoneröffnung 2018/19 und dem 50-jährigen Jubiläum des FDGB-Pokalsieges im Stadion An der Alten Försterei zum freundschaftlichen Kräftemessen traf. Endete dieses Spiel noch ereignisarm und versöhnlich mit 1:1, sollte das Pokalspiel zum genauen Gegenteil werden: Besonders in der ersten Halbzeit war von Abtasten keine Spur, mit einem abwechslungsreichen 3:2 aus Union-Sicht ging es in die Pause. Im zweiten Durchgang schwanden bei den Thüringern die Kräfte, nach mehreren ausgelassenen Großchancen der Berliner besorgte Simon Hedlund 20 Minuten vor Schluss den 4:2-Endstand (71.). 

Die Borussia entging in Fürth nur knapp einem frühen Pokal-Aus und tat sich im ersten Pflichtspiel unter Lucien Favre gerade in der Offensive schwer. Gegen defensiv stabile Kleeblätter kam der BVB kaum zu Chancen, geriet in der 77. Spielminute sogar in Rückstand, nachdem Sebastian Ernst per Volleyabnahme aus Nahdistanz erfolgreich war. In der Nachspielzeit gelang dem eingewechselten Axel Witsel der glückliche Ausglich (90.+5). Greuther Fürth drückte in der Verlängerung auf den Siegtreffer, der dem Zweitligisten jedoch verwehrt blieb. Stattdessen rächte sich Sekunden vor dem vermeintlichen Elfmeterschießen das Verpassen zweier Hochkaräter, als Marco Reus nach sehenswertem Angriff über rechts den 2:1-Endstand markierte.

Die Pokalbilanz: Finale in Berlin größter Erfolg, danach häufiges Erstrundenaus

Wenn man einen Blick auf die DFB-Pokalbilanz des 1. FC Union Berlin wirft, bleibt das Erreichen des Finals in der Saison 2000/01 zweifellos als überstrahlendes Highlight stehen: Über Rot-Weiß Oberhausen (2:0), Greuther Fürth (1:0), den SSV Ulm (4:2), den VfL Bochum (1:0) und Borussia Mönchengladbach (6:4 n.E.) ging es bis ins Endspiel im Berliner Olympiastadion. Gegner war der „Meister der Herzen“, FC Schalke 04, der wenige Tage zuvor durch einen Last-Minute-Treffer der Bayern im letzten Saisonspiel noch die sicher geglaubte Meisterschaft aus der Hand geben musste.

Im 58. Finale der Pokalgeschichte spielten die Köpenicker von Beginn an munter mit und waren dem Führungstreffer zweimal ganz nah, doch Latte (23.) und Pfosten (50.) verhinderten die mögliche Überraschung. Mit zwei Standardtoren in fünf Minuten brachte Jörg Böhme kurz darauf die Knappen auf die Siegerstraße (53./58.) und wurde beim 2:0-Sieg der Schalker zum Mann des Spiels. Drei Tage später debütierte er unter Rudi Völler in der deutschen Nationalmannschaft gegen die Slowakei. Seitdem ist die Pokalgeschichte der Rot-Weißen eher ernüchternd. In 14 Anläufen scheiterte man siebenmal in Runde 1, fünfmal in Runde 2 und zweimal im Achtelfinale (2001/02, 2013/14). Beim letzten Gastspiel in Dortmund, ebenfalls in der 2. Pokalrunde, kämpften sich die Eisernen bis ins Elfmeterschießen. Leider gelang es keinem der drei Union-Schützen, den Ball im Tor unterzubringen, 1:4 n.E. hieß es letztlich aus Sicht der Köpenicker.

Auch dieses Jahr will Cheftrainer Urs Fischer mit seinen Jungs in Dortmund alles geben, wenngleich er den BVB als „haushohen Favoriten“ deklariert. Um eine Chance zu haben, müsse man einen „ganz guten“ und die Borussia „nicht ihren besten“ Tag erwischen, glaubt der 52-Jährige. „Wenn du Dortmunds Spiel in die Vertikale unterbinden kannst und den Mut hast, selbst Fußball zu spielen, den Ball zirkulieren zu lassen, vielleicht noch ein bisschen Matchglück dazukommt, dann kannst du gerade in solchen Spielen immer mal wieder eine Überraschung schaffen“, gibt der Schweizer den Plan vor. „Wir müssen es uns nur zutrauen, müssen daran glauben.“

Serviceinfos: Rund 8.000 Unioner erwartet, Polizei rät zu rechtzeitiger Anreise

Im Vorverkauf gingen knapp 7.500 Karten für den Gästebereich über den Tisch, etwa 600 weitere Tickets werden morgen an den Tageskassen zur Verfügung stehen. 

Die örtliche Polizei bittet alle Union-Anhänger, rechtzeitig vor Spielbeginn am Stadion zu sein. Der SIGNAL IDUNA PARK öffnet zweieinhalb Stunden vor Anpfiff. Weitere Hinweise sind diesem Fanbrief zu entnehmen. Allgemeine Informationen zu den Gegebenheiten vor Ort (Anreise, Parkplätze, erlaubte und unerlaubte Fanutensilien) hat Borussia Dortmund in diesem Schreiben zusammengefasst.

Wer nicht live im Stadion mit dabei sein kann, bleibt wie gewohnt über den Liveticker (ab ca. 60 Minuten vor Spielbeginn) der Eisernen immer auf dem aktuellen Stand.