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Union gewinnt 2:1 in Köln

Erkämpfter Auswärtssieg am Sonntagabend:

So, 22. November 2020
Union gewinnt 2:1 in Köln

Zum Abschluss des 8. Spieltages der Fußball-Bundesliga gewinnt der 1. FC Union Berlin beim 1 FC Köln mit 2:1. Taiwo Awoniyi bringt Union nach 27 Minuten in Führung, die Skhiri für die Domstädter nur wenig später per Kopfball ausgleichen kann (36.). In der 2. Halbzeit drückt Union auf die erneute Führung. Diese erzielt Max Kruse im Nachschuss, nachdem Timo Horn im FC-Kasten den an Marcus Ingvartsen verursachten und von Kruse getretenen Strafstoß parieren kann. Die umkämpfte Schlussphase bleibt torlos, Union nimmt die wichtigen Punkte mit nach Köpenick.
 
1. FC Köln: Horn – Wolf (79. Thielmann), Meré, Czichos, Katterbach (79. Ehizibue) – Skhiri, Özcan (83. Arokodare) – Drexler (65. Limnios), Duda (65. Rexhbecaj), Jakobs - Andersson

1. FC Union Berlin: Luthe – Trimmel, Friedrich, Knoche, Lenz – Griesbeck (30. Prömel), Andrich (84. Ryerson) – Becker (85. Gießelmann), Kruse, Ingvartsen (73. Gogia) – Awoniyi (73. Teuchert)
 
Schiedsrichter: Tobias Stieler, Christian Gittelmann, Marcel Unger, Michael Bacher

Tore: 0:1 Awoniyi (27.), 1:1 Skhiri (36.), 2:1 Kruse (72.)
 
Im Vergleich zum 5:0-Heimerfolg gegen DSC Arminia Bielefeld veränderte Union-Trainer Urs Fischer seine Startelf gezwungenermaßen auf drei Positionen. Für die verletzten Christian Gentner, Keita Endo und Joel Pohjanpalo rückten Sebastian Griesbeck, Marcus Ingvartsen und Taiwo Awoniyi in die erste Elf.
 
Von Beginn an entwickelte sich im RheinEnergieStadion eine ausgeglichene Partie, in der sich das Geschehen zunächst vor allem im Mittelfeld abspielte. Während sich die Kölner bei gegnerischem Ballbesitz in die eigene Hälfte zurückzogen, versuchten die Köpenicker mit langen Bällen hinter die Abwehrkette der Hausherren Gefahr zu entwickeln. Innenverteidiger Marvin Friedrich bediente so Marcus Ingvartsen, frei vor FC-Schlussmann Timo Horn beförderte der Däne die Kugel jedoch über die Querlatte (9.). Auf der Gegenseite versuchte sich Ex-Unioner Sebastian Andersson im Abschluss per Kopf, setzte den Ball jedoch neben den Kasten von Andreas Luthe (14.). Nach einer guten Balleroberung in der eigenen Abwehrkette versuchte Robin Knoche Sheraldo Becker mit einem Pass in die Tiefe zu schicken, der Flügelstürmer wurde jedoch im letzten Moment aus guter Position abgedrängt (20.). Köln kam nun etwas besser ins Spiel und startete selbst einige Angriffe. Ismael Jakobs, der über die linke Seite durchgebrochen war, prüfte Luthe mit einem Schuss auf den kurzen Pfosten, im Nachfassen parierte der Torhüter jedoch sicher (23.). Gerade als der FC etwas mehr vom Spiel hatte, gingen die Eisernen in Führung. Friedrich bediente Ingvartsen mit einem langen Flugball, der Däne verlängerte per Kopf auf Taiwo Awoniyi, der den Ball, freistehend vor Horn im Netz der Hausherren unterbrachte (27.). Wenige Minuten später musste Urs Fischer verletzungsbedingt wechseln. Sebastian Griesbeck verließt den Rasen angeschlagen, für ihn übernahm Grischa Prömel im zentralen Mittelfeld (30). Knapp zehn Minuten vor dem Ende der ersten Hälfte nutzte der 1. FC Köln eine Standardsituation zum Ausgleich (36.). Ondrej Duda zirkelte einen Freistoß von der seitlichen Strafraumkante auf den zweiten Pfosten, dort setzte sich Ellyes Skhiri durch und drückte den Ball aus kurzer Distanz per Kopf über die Linie. Kurz vor dem Seitenwechsel prüfte Salih Özcan Luthe noch einmal mit einem Kopfball, der Schlussmann des 1. FC Union Berlin parierte jedoch ohne Probleme. Wenige Momente später bat Schiedsrichter Tobias Stieler die Mannschaften zur Pause.
 
Ohne personelle Veränderungen starteten beide Teams in den zweiten Spielabschnitt, optisch wirkte der 1. FC Union Berlin zunächst überlegen. Die Mannschaft von Urs Fischer fand immer wieder gute spielerische Lösungen, im letzten Drittel fehlte jedoch die Genauigkeit im Abschluss. Die Kölner versuchten ihr Glück mit Jacobs über die linke Seite, seine gut getretene Flanke fand im Zentrum jedoch keinen Abnehmer (57.). Union startete in der 62. Spielminute einen Angriff über Awoniyi, die scharfe Hereingabe des Nigerianers wurde vor die Füße des eingewechselten Prömel abgefälscht. Der Mittelfeldspieler traf den Ball jedoch nicht richtig, sodass die Kugel neben das Tor ins Aus trudelte (62.). Markus Gisdol reagierte und brachte für den Gelb-Rot gefährdeten Ondrej Duda und Dominick Drexler Elvis Rexhbecaj und Dimitris Limnios ins Spiel (65.). Union spielte weiter mit Selbstvertrauen und erarbeitete sich weitere Möglichkeiten. Awoniyi legte am Fünfmeterraum auf Ingvartsen ab, der Schuss des Dänen wurde jedoch im letzten Moment geblockt (67.). Knapp 20 Minuten vor dem Ende zappelte die Kugel dann doch im Netz der Kölner (72.). Nach einem Angriff über die rechte Seite durfte Ingvartsen die Kugel im Strafraum der Hausherren in Ruhe annehmen, anschließend brachte Salih Özcan den Angreifer ungeschickt zu Fall. Schiedsrichter Tobias Stieler zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Punkt. Im Duell mit Max Kruse behielt Timo Horn zwar zunächst die Oberhand und parierte den Strafstoß, den Abpraller beförderte Kruse jedoch zur 2:1-Führung über die Linie (72.). In einer spannenden Schlussphase setzten die Hausherren die Unioner unter Druck, ein Kopfball von Rafael Czichos rauschte nur knapp am Kasten von Andreas Luthe vorbei (79.). Wenige Zeigerumdrehungen später brachte Urs Fischer noch einmal frische Kräfte ins Spiel. Julian Ryerson und Niko Gießelmann übernahmen für Robert Andrich und Sheraldo Becker, die sich in die auf opferungsvolle Abwehrschlacht der Schlussphase warfen. Die Kölner jagten nun einen Ball nach dem anderen in den Union-Strafraum, doch immer wieder war rechtzeitig ein Unioner dazwischen. Nachdem auch die vierminütige Nachspielzeit schadlos überstanden war, konnten die Eisernen verdient jubeln: Der Auswärtssieg beim FC war unter Dach und Fach.
 
„Ich glaube es war wirklich ein schwieriges Spiel. Köln stand sehr tief und hat die Räume unheimlich enggemacht, da war es für uns nicht einfach Lösungen zu finden. Wir sind im achten Spiel und müssen auswärts in Köln Lösungen finden, dafür hat es die Mannschaft wirklich sehr gut gemacht. Wir sind heute geduldig geblieben und haben zum Schluss mit 2:1 gewonnen. Darüber sind wir natürlich sehr glücklich“, resümierte Union-Trainer Urs Fischer die Leistung seiner Mannschaft.

Am 9. Spieltag der Fußball-Bundesligasaison 2020/21 ist die SG Eintracht Frankfurt zu Gast im Stadion An der Alten Försterei. Die Partie gegen die Hessen findet am Sonnabend, dem 28.11.2020 um 15:30 Uhr statt.

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