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Eiserne Ladies schlagen Hohen Neuendorf mit 6:2

Mo, 26. November 2018
Eiserne Ladies schlagen Hohen Neuendorf mit 6:2

Die Eisernen Ladies konnten auch im letzten Heimspiel des Jahres 2018 einen Sieg einfahren. Das berlin-brandenburgische Duell mit Blau-Weiß Hohen Neuendorf endete 6:2 für die Roß-Weißen aus Köpenick.

Im Vergleich zum letzten Ligaspiel in Magdeburg war nur eine Änderung in der Startelf zu finden, Josephine Ahlswede bespielte die rechte Abwehrseite für Lätizia Radloff. Es starteten:

Monique Eichhorn – Josephine Ahlswede (73. Edda Pilz), Lisa Görsdorf, Marta Schrey (73. Elisa Schindler), Nathalie Götz – Marie Weidt (C), Greta Budde, Maria Pia Zander-Zeidam (65. Katharina Bödeker), Josephine Bonsu – Charleen Niesler, Marta Stodulska

Während es im Hinspiel in der Niederheide vor gerade einmal drei Monate noch sehr eng zur Sache ging, zeichnete sich nun ein anderes Bild. Die Unionerinnen schafften es den Ballbesitz konstant in gute Möglichkeiten umzuwandeln, was zu ersten Großchancen durch Maria Pia Zander-Zeidam (9.) und Josephine Bonsu (11.) führte, beide schossen jedoch über das Tor. Der erste Treffer blieb Marta Stodulska vorbehalten. Nach Foul an Charleen Niesler entschied die sehr souverän leitende Schiedsrichterin Katia Kobelt auf Elfmeter für Union, Stodulska blieb cool und netzte zum 1:0 ein (24.). Die Freude über den Treffer sollte jedoch keine Minute anhalten. Direkt nach Wiederanpfiff zeigte die ansonsten sehr sichere rot-weiße Defensive sich nicht in der Lage einen eigenen Querschläger zu klären, der Ball landete letztlich bei der Hohen Neuendorferin Janine Neue, die mit der ersten guten Gelegenheit eiskalt zum Ausgleich traf (25.). Union war nicht geschockt, der erste Angriff nach Wiederanpfiff mündete in eine Flanke auf Josephine Bonsu, die beim Kopfball von hinten von einer Verteidigerin gestoßen wurde, was folgerichtig zu einem erneuten Elfmeter führte. Wie bereits zwei Minuten zuvor schnappte sich Marta Stodulska den Ball, drei Schritte Anlauf und der Schuss in die gleiche Ecke wie zuvor zum 2:1 (26.). Lediglich vier Minuten gaben die Eisernen Ladies den Zuschauern zum Durchatmen bis Greta Budde zum 3:1 erhöhte. Ein Freistoß von Charleen Niesler senkte sich sich am 11-Meter-Punkt, Budde nahm den Ball per Seitdrehstoß und nagelte ihn satt in den Winkel (31.). Kurz vor der Halbzeitpause wurde nochmals auf beiden Seiten gejubelt: erst nutzte Antonia Heinrich einen Abspielfehler im Unioner Spielaufbau aus und schoss in das leere Tor ein (45.), dann setzte Josephine Bonsu einem Freistoß von Marie Weidt nach – den Abpraller von der Latte schoss sie entschlossen zum 4:2 -Halbzeitstand ein.

Union kam besser aus der Pause und begann die zweite Halbzeit äußerst konzentriert. In der 53. Minute wurde erneut Marta Stodulska von Josephine Bonsu in Szene gesetzt, die Unionerin drehte sich und erzielte mit einem trockenen Schuss in die kurze Ecke ihren dritten Treffer bei. Für die Eisernen Ladies boten sich in Folge der früher anlaufenden und offensiver auftretenden Hohen Neuendorferinnen immer mehr Chancen, ohne dabei selbst in der Defensive viel anbrennen zu lassen. Den Schlusspunkt setzte Charleen Niesler. Nach Schnittstellenpass freigespielt behielt sie vor der Torhüterin die Nerven und schoss halbhoch ein (74.).

Trainer Falko Grothe: „Die Spielerinnen haben es einfach gut gemacht. Wir haben das Spiel über 90 Minuten schnell gehalten: mit Ball ein hohes Tempo angeschlagen, ohne Ball den Gegner permanent unter Stress gesetzt und auch in den Umschaltphasen waren wir sehr wach. Die Ballverluste, welche zu den Gegentoren führten sind zwar vermeidbar und wir müssen weiter daran arbeiten da noch mehr Ballsicherheit auszustrahlen, aber wenn man mutig nach vorn spielt, wird es auch Fehlpässe geben. Wichtig ist, dass wir dann schnell den Ball zurückerobern und auch nach misslungen Aktionen es immer weiter probieren. Vor dieser mentalen Stärke hab ich großen Respekt. Und diesen offensiven und mutigen Spirit nehmen wir auch in das letzte Spiel des Jahres mit.“

Elisa Schindler sagte nach dem Abpfiff: " Ich fand das Spiel im Großen und Ganzen eigentlich ganz gut. Das Ergebnis stimmt, bis auf die zwei Gegentore. Es kam mir vor, als hätten wir Schwierigkeiten gehabt nach unseren Torerfolgen konzentriert weiterzuarbeiten. Durch eigene zu einfache Fehler haben wir dem Gegner zwei Tore geschenkt. Gut war aber, dass wir trotzdem weitergespielt haben und immer noch eins drauf legen wollten. Besonders in der Anfangsphase der ersten Halbzeit hat man gesehen, dass wir unbedingt das Tor machen wollten. In der zweiten Hälfte kamen wir mit der richtigen Einstellung aus der Kabine, konnten offensiv noch gut Druck machen und haben hintenrum nur noch wenig zugelassen."

Mit ihren Saisontreffern 8, 9 und 10 klettert Marta Stodulska auf Platz 5 der Torjägerinnenliste der Regionalliga Nordost und zieht damit teamintern mit Elisa Emini gleich. Die 1. Frauen des 1. FC Union Berlin festigen ihren zweiten Tabellenplatz und konnten in den letzten beiden Spielen ihre direkten Verfolger distanzieren. Am Sonntag sind die Eisernen Ladies in Leipzig zu Gast und wollen gegen den dritten Verfolger das Spieljahr mit einem weiteren Sieg beenden. Anpfiff ist 13 Uhr auf der Sportanlage im Gontardweg.