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DFB-Pokal: Die Eisernen Ladies erreichen die 2. Runde

Mo, 28. August 2017
DFB-Pokal: Die Eisernen Ladies erreichen die 2. Runde

Es ist geschafft! Die Frauen des 1. FC Union Berlin stehen in der 2. Runde des DFB-Pokals. Gegen den 1. FFC Fortuna Dresden konnten sie sich mit 4:3 nach Elfmeterschießen durchsetzen.

Das Spiel versprach bereits vor Spielbeginn viel Spannung. Zum einen bietet der DFB-Pokal die Möglichkeit sich mit den besten Teams zu messen, zum anderen sollte das erste Spiel gegen einen Konkurrenten aus der Regionalliga Nordost auch eine Standortbestimmung sein, wo die 1. Frauen aktuell sportlich stehen. Dementsprechend war die Anspannung groß und auch anzumerken. Trainer Falko Grothe schickte zum Pflichtspielauftakt folgende Elf auf das Feld:

Eichhorn - Welke, Gierth, Niesler, Bödeker (68. Pointke), Wolter, Fröhlich, Schrey, Bach (68. Thomas), Trommer (101. Almasalme)

Clara Pointke, Latoya Bach und die eingewechselten Charly Thomas gaben ihr Pflichtspieldebüt für die 1. Frauen. Die ersten 20 Minuten wurden von den Eisernen Ladies benötigt, um sich an die körperlich harte Spielweise der Fortuna zu gewöhnen, bevor sie als spielbestimmendes Team auftraten. Große Chancen blieben auf beiden Seiten Mangelware: Fortuna beschränkte sich auf Konter und lange Bälle auf die Spitzen, die aber aufgrund der wachen Union-Defensive nur selten zu brenzligen Situationen führten. Union hatte zwar mehr Spielanteile, verpasste es allerdings den letzten Pass anzubringen. So entwickelte sich das Match zu einem echten Nervenspiel, in dem Fortuna Dresden schon recht früh das Elfmeterschießen anvisierte, während die Köpenickerinnen unbedingt das 0:1 erzielen wollten.

Dies gelang auch fast in der 3. Minute der Nachspielzeit, als Jenny Trommer durch Isabel Welke am rechten Flügel freigespielt werden konnte und Richtung Tor zog, ihr Querpass konnte dann, als einige Zuschauer schon die Arme zum Jubel in die Luft streckten, aber am zweiten Pfosten nicht verwertet werden. In der Verlängerung konnte keines der beiden Teams mehr das entscheidende Tor erzielen, womit es ins Elfmeterschießen ging.

Lisa Gierth, Lena Wolter und Charleen Niesler konnten drei der ersten vier Penalties verwandeln, ebenso verwandelte Dresden drei der ersten vier Schüsse – die letzten beiden Elfer sollten das Spiel entscheiden. Die Fortunen duften vorlegen, zielte aber zu hoch und legten so der erstmals als Union-Kapitänin auflaufenden Lisa Heiseler den letzten Elfmeter als Matchball auf. Die 19-jährige ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte sicher, bevor sie sich unter der Jubeltraube des Teams wiederfand.

„Fortuna Dresden hat uns körperlich und nervlich einiges abverlangt. Wir wollten das Spiel unbedingt vor dem Elfmeterschießen entscheiden – und diese Einstellung wurde am Ende auch belohnt. Die Freude und Erleichterung über den geglückten Start ist bei allen sehr groß“ fasste Trainer Falko Grothe nach dem Spiel die Stimmung zusammen, „In sieben Tagen sind wir wieder in Dresden. Da möchten wir noch mehr Ruhe am Ball ausstrahlen und insbesondere im spielerischen Bereich noch zulegen und die guten Ansätze aus dem Pokalspiel auch in deutlichere Chancen und Tore ummünzen. Wir wissen nun, was uns erwartet, es ist damit eine tolle Chance die positiven Aspekte der Vorwoche mitnehmen und das weniger Geglückte besser machen zu können. Dafür werden wir die kommenden vier Trainingstage nutzen.“