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U19 verliert im Pokal gegen Viktoria

Bitteres Aus:

Di, 15. November 2022
U19 verliert im Pokal gegen Viktoria

Die A-Junioren des 1. FC Union Berlin müssen sich in der zweiten Runde des Berliner Junioren-Pokals Viktoria Berlin aufgrund eines späten Gegentreffers mit 0:1 geschlagen geben.

1. FC Union Berlin: Stein – Bruns, Ackermann, Kamdem (60. Grunwald) – Jurschik, Kemlein, Schleinitz, Aliji (46. Gögce), Rösner (72. Hoffmann) – Preu (62. Kramer), Sanogo

Viktoria Berlin: Melentijevic – Sommerfeld, Karakus, Schmüser, Köstekli, Dabak (46. Jakob) – Böge (76. Drost), Helmich, Scacun – Thurau (53. Hinze), Halimi (78. Aydin)

Tore: 1:0 Drost (90. Minute)

Zuschauer: 140

Spielbericht

1. Hälfte

Die Partie begann mit vielen intensiven Duellen im Mittelfeld. Das zweikampforientierte Spiel wurde auch durch die lockere Linie des Unparteiischen begünstigt. Beide Teams konnten in der Anfangsphase nur durch Standards für Gewusel im gegnerischen Strafraum sorgen, echte Gefahr kam jedoch nicht auf. Nach einem Konter wurde dann Sanogo in Szene gesetzt und konnte sich dank seinem guten Stellungsspiel auf der linken Angriffsseite von seinem Bewacher absetzen. Der Flachschuss aus sechzehn Metern ging jedoch knapp am langen Eck vorbei. Ein Freistoß von Kemlein von links landete bei dem einlaufenden Schleinitz. Dessen Direktversuch war jedoch deutlich zu hoch. In der Folge blieb es ein sehr intensiv geführtes Spiel, eben ein typischer „Pokalfight“. Das Chancenplus war dabei auf Seiten der Köpenicker, im Abschluss fehlte jedoch die letzte Präzision. Sinnbildlich dafür konnte sich Sanogo stark in einem Kopfballduell behaupten und den Ball genau in den Lauf von Preu bringen. Dieser konnte sich gegen gleich zwei Gegenspieler durchsetzen, am Ende schoss er den Ball jedoch deutlich über den Querbalken.

Die Eisernen blieben mit ihrer individuellen Klasse spielbestimmend, machten jedoch zu wenig aus ihren Chancen. Die Gastgeber versuchten hingegen vor allem über Zweikämpfe und Mentalitätsspiel dagegenzuhalten und verlangten den Unionern damit einiges ab. Nach einem Handspiel von Viktoria, knapp außerhalb des eignen Strafraums, ergab sich eine weitere Chance für die Köpenicker. Der Direktversuch von Kemlein verfehlte das Tor jedoch erneut und so schickte der Schiedsrichter die Teams beim Halbzeitstand von 0:0 pünktlich in die Kabinen.

2. Hälfte

Das Bild der ersten Hälfte änderte sich auch im zweiten Spielabschnitt nicht. Das Spiel blieb kampfbetont und die Unioner erspielten sich gleich zu Beginn weitere Chancen. Nach einem langen Ball war es diesmal Jurschik, der den Ball von links aus kurzer Distanz über das Tor setzte. Die Rot-Weißen hatten in dieser Phase noch mehr vom Spiel als in der ersten Halbzeit. Gerade mit langen Bällen und Kombinationsspiel über die Außenbahnen konnten sie wiederholt ins letzte Drittel vorstoßen. Einzig das Problem der Zielgenauigkeit blieb bestehen. Nur die wenigsten der vielen Schussversuche gingen auf und nicht über das Tor von Viktoria. Die Gastgeber aus Lichterfelde zogen sich noch weiter zurück, um noch kompakter zu stehen und bejubelten jeden Ballgewinn frenetisch. Auch einige Wechsel auf beiden Seiten änderten nichts am Spielgeschehen.

In der Schlussphase waren beide Teams darauf bedacht, ja nicht den späten Gegentreffer zu kassieren und deshalb sank die Risikobereitschaft weiter. Einzig Standards und Fehler im Aufbauspiel sorgten noch vereinzelt für Gefahr vor den Toren. Dann landete wie aus dem nichts eine Flanke von der linken Angriffsseite von Viktoria auf dem Kopf eines einlaufenden Stürmers, der den Ball im langen Eck unterbrachte und so mit der ersten hochkarätigen Chance von Viktoria auf 1:0 für die Gastgeber stellen konnte. Danach waren es hektische letzte Minuten und die Eisernen versuchten nochmal alles nach vorne zu werfen. Die hitzige Stimmung spielte der Mannschaft von Viktoria Berlin in die Karten, die jetzt viele Diskussionen mit dem Unparteiischen suchte und die Bälle nur noch weit nach vorne spielte. Weitere Chancen für Union gab es in Form eines Eckballs und eines Freistoßes von der linken Seite. Doch auch der nach vorne geeilte Schlussmann Stein konnte nichts an der fehlenden Chancenverwertung ändern und so blieb es beim bitteren Endstand von 0:1 aus Sicht der Eisernen. Der 1. FC Union Berlin scheidet somit trotz einer guten Leistung aus dem Berliner Junioren-Pokal aus, da in der Offensive die Zielgenauigkeit gefehlt hat und aus überlegenen Spielanteilen kein Kapital geschlagen werden konnte. Auf der anderen Seite nutzte das Team von Viktoria Berlin die eine Chance, die sich ihm geboten hat und bestrafte die Köpenicker eiskalt.

Stimme zum Spiel

„Ich kann meiner Mannschaft heute noch nicht mal wirklich einen Vorwurf machen. Die Jungs haben die schwierigen Bedingungen eigentlich gut angenommen und wir waren für mich über die gesamte Spielzeit die klar bessere Mannschaft. In den ersten 60 Minuten sogar regelmäßig mit Torchancen, vier oder fünf davon waren wirklich 100-prozentige Möglichkeiten und dann musst du in solchen Spielen auch einfach das Tor machen. Wenn das nicht geschieht, dann nimmt das halt so seinen Lauf, wie das in solchen Spielen passiert und der Gegner macht mit seiner einzigen wirklichen Chance das Tor. Viel unglücklicher kann es für uns nicht laufen“, so Trainer Marco Grote im Anschluss an das knappe Pokal-Aus seiner Mannschaft.

Ausblick

Als nächste Aufgabe steht für die A-Junioren am kommenden Sonnabend, dem 19.11., das Heimspiel in der Junioren-Bundesliga gegen RasenBallsport Leipzig auf dem Programm. Anpfiff der im Stadion im Park Wuhlheide ausgetragenen Partie ist um 13:30 Uhr.