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Auftakt nach Maß: U23 bezwingt Viktoria Berlin mit 3:1

So, 07. August 2011
Auftakt nach Maß: U23 bezwingt Viktoria Berlin mit 3:1

Und der Ball rollt endlich auch wieder in der Oberliga Nord. Die Saison 2011/12 startete für die U23 des 1.FC Union Berlin im Friedrich-Ebert-Stadion in Tempelhof. Gegen den Aufsteiger Viktoria Berlin konnte die Truppe von Engin Yanova am Sonntag, den 07.08.2011, einen 3:1 Auswärtserfolg verbuchen. Der Coach, erstmals an der Seitenlinie der „Zweeten“, konnte die erfolgreiche Arbeit von Theo Gries also nahtlos fortsetzen.

Auch Viktoria hatte mit Thomas Herbst ein neues Gesicht auf der Trainerbank. Der Coach der Tempelhofer konnte trotz der Niederlage mit seinem Team zufrieden sein. „Wir müssen das Spiel jetzt abhaken, aber auf der Leistung meiner Mannschaft lässt sich aufbauen. Vielleicht haben wir ja beim nächsten Spiel etwas mehr Glück.“ Der Aufsteiger muss am nächsten Samstag zu Brandenburg Süd.

Die 443 Zuschauer sahen eine U23 mit vielen neuen Gesichtern im Vergleich zur Vorsaison, die Engin Yanova anfangs in folgendes 4-3-3-System integrierte:

Niendorf – Polenz, Uaferro, Gill, Trapp – Weiss (70.Giese), Malinowski, Selcuk – Skzybski, Savran (89. Hoffmann), Ujazdowski (62. Mrkaljevic)

 

Die ersten Minuten des Spiels waren dem Wetter sehr ähnlich. Es war nicht kalt, aber die Sonne schien auch nicht. Beide Teams hatten sichtlich Mühe ein geordnetes Spiel mit dem Ball aufzuziehen. Es zeichnete sich ein Mittelfeldgeplänkel ab, das nur von kurzen harmlosen Möglichkeiten unterbrochen wurde. Die zahlreichen Zuschauer mussten bis zur 16. Minute ausharren, bis ein Angriff zustande kam, der auch seinen Namen verdient hätte. Steven Skrzybski konnte den Ball im gegnerischen Strafraum gut behaupten und wurde erst in letzter Sekunde am Schuss gehindert. Das von Engin Yanova geforderte Flügelspiel war nur sehr selten zu erkennen – zu oft kam es schon in der in der eigenen Hälfte zu Ungenauigkeiten und das schnelle Umschalten von Defensive auf Angriff war nur in den seltenen Fällen zu erkennen. Dazu kamen noch einige Abstimmungsprobleme in der Abwehr, die wohl der noch jungen Saison geschuldet sind. Durch diese Fehler konnte sich Viktoria immer besser in Spiel arbeiten und verzeichnete sogar Torchancen (27., 28.). So war es fast die logische Konsequenz, dass ein Strafstoß zum 0:1 führte. Philip Malinowski schnappte sich den Ball, übernahm die Verantwortung und verwandelte cool. Zum Ende der ersten Hälfte hatten sich die Hausherren wohl vorgenommen, nicht mit einem Rückstand in die Kabine gehen zu wollen und machten jetzt Druck. Bei einer Flanke von rechts stand Eric Niendorf aber goldrichtig und pflückte den Ball einfach herunter und hielt damit das Zwischenresultat fest.

U23-Coach Engin Yanova, mit der Art und Weise des Spiels nicht zufrieden, stellte dann in der Halbzeit sein System um und entschied sich für ein 4-4-2. Halil Savran und Steven Skrzybski , jetzt als Sturmpartner agierend, blieben erst einmal wirkungslos, denn Viktoria Berlin hatte sich scheinbar viel vorgenommen in den letzten 45 Minuten und drückte die Eisernen in der eigen Hälfte fest. Der bis dahin gut haltende und präsent wirkende Niendorf, erwies sich in der 51. Minute dann als der Unglücksrabe der Partie. Eine Flanke rutschte dem Keeper durch die Handschuhe und das Leder  kullerte genau vor den Schlappen von Michael Fuß, der den Ball nur noch über die Torlinie drücken musste. Der mittlerweile verdiente Ausgleich hätte sich auch schnell in eine Führung der Hausherren verwandeln können. Sebastian „Böni“ Bönig, für jede Standardsituation bei Viktoria verantwortlich, konnte noch einige Möglichkeiten für den guten Michael Fuß auflegen (55.,62.). Die letzten 20 Minuten konnten dann die Unioner wieder für sich beanspruchen und erwachten aus ihrer Lethargie. Halil Savran, der zum Ende hin richtig aufblühte, stellte sich geschickt zwischen Gegner und Ball, eine Körpertäuschung, ein Schuss und das Runde zappelte im Eckigen (76.). Die jetzt bessere Partie wurde dann auch erst in der Nachspielzeit durch einen erneuten Treffer von Malinowski endgültig entschieden (93.).

Bei der anschließenden Pressekonferenz äußerte sich der „Zweete“-Coach über den Spielverlauf etwas zwiegespalten:“ Geplant war eigentlich, wie schon in den Vorbereitungsspielen, ein Spiel mit drei Spitzen. Das hat nicht so geklappt, wie ich das erwartet habe. Daher musste ich reagieren und habe auf zwei Stürmer umgestellt.“ Trotz des klaren Auswärtssieges und drei Toren bei seiner Premiere als U23-Trainer, sieht Yanova noch Luft nach oben „ich habe einen Plan für die gesamte Mannschaft. Den haben wir heute noch nicht vollständig umgesetzt“ so der ehrgeizige Übungsleiter.