Kiek an. Gleich Mittag ...
zum Ticker

1. FC Union Berlin vs SV Sandhausen

2. Bundesliga, 10. Spieltag

1. FC Union vs Sandhausen

2. Bundesliga, 10. Spieltag

Fr., 04. Oktober 2013, 18:30 Uhr
An der Alten Försterei
3 : 0
18.756
herbstlich mild
SR: Christian Dietz | Assistenten: Philipp Schmitt, Steffen Mix | Vierter Offizieller: Martin Bärmann

Mattuschka trifft und serviert: Union feiert 3:0 gegen Sandhausen

Spielbericht

Uwe Neuhaus nahm vor dem Anpfiff gegen den SV Sandhausen im Vergleich zum Sieg in Paderborn zwei Wechsel vor. In der Sturmspitze lief Simon Terodde auf. Im defensiven Mittelfeld stand Michael Parensen in der Startelf. Die taktische Aufstellung hielt dagegen keine Überraschungen bereit. Im erwarteten 4 – 2 – 3 – 1-System entschied sich Trainer Neuhaus für folgendes Personal:

Haas - Pfertzel, Puncec, Schönheim, Kohlmann – Kreilach, Parensen – Brandy (76. Dausch), Köhler, Mattuschka (71. Nemec) – Terodde (84. Skrzybski)

Ruhiges Aufbauspiel der Platzherren folgte auf den Anpfiff durch Schiedsrichter Christian Dietz. Das Spielgerät lief flüssig durch die eigenen Reihen, ohne dabei zunächst in die Nähe des Gästetores zu gelangen. Erstmalig gefährlich wurde es nach fünf Minuten für das Tor von Daniel Haas. Unions Nummer 1 verschätzte sich nach einem Rückpass von Patrick Kohlmann, ging ins Dribbling gegen Jovanovic und klärte die Situation mittels eines Tacklings - offenbar im Rahmen des Regelwerkes. Das Köpenicker Offensivspiel kam auch danach noch nicht ins Rollen. Sandhausen empfing die Gastgeber schon in der eigenen Hälfte mit aggressivem Zweikampfverhalten. Folgerichtig entsprang die erste Torchance für Union aus einem Freistoß. Benjamin Köhler, der an diesem Abend sein 100. Zweitligaspiel bestritt, hob den 20 Meter-Freistoß jedoch etwa einen Meter über den rechten Winkel (19.). Das Geburtstagskind des Tages, Torsten Mattuschka, überreichte sich sein Geschenk zum 33. wenig später selbst. Nach starker Balleroberung durch Simon Terodde und ebenso wertvoller Vorarbeit von Benjamin Köhler, schlenzte der Eiserne Altmeister die Kugel gefühlvoll ins lange Eck (25.). Die Schwaben taten sich schwer mit dem eigenen Aufbauspiel. Union holte sich die Bälle zumeist im Mittelfeld von einem Gegner, dem ein wenig die Mittel fehlten, um wirklich gefährlich zu werden, geschweige denn den Rückstand auszugleichen.   

Keine Wechsel zur Halbzeit beim Personal, die Zahlen auf der Anzeigetafel mussten dagegen gewechselt werden. Nur zwei Minuten lief der zweite Abschnitt, als ein Diagonalball auf der linken Seite Torsten Mattuschka erreichte, der direkt in die Mitte passte. Dort warf sich Simon Terodde in den Ball und erhöhte auf 2:0 (47.). Jubilar Mattuschka feierte mit seiner Vorstellung eine schöne Geburtstagsparty und ließ alle Unioner daran teilhaben. Das nächste Geschenk verteilte Timo Achenbach, dem Sören Brandy den Ball abnahm. Auch an Torhüter Riemann wand sich Brandy noch vorbei. Auf den letzten Metern bedrängte Seyi Olajengbesi den 28-jährigen Blondschopf, der schließlich den Ball Zentimeter am 20 Meter entfernten leeren Kasten vorbeispitzelte (58.). Der im Sommer aus Duisburg an die Wuhlheide gewechselte Brandy blieb im Fokus. Zwei Halbchancen hatte Unions Neuner noch zu verzeichnen, bevor er endlich aus dem Getümmel im Strafraum sein fünftes Saisontor markierte (66.). Ohne viel Mühe gegen statische Sandhäuser spielte der Gastgeber die Partie zu Ende und gewann letztlich hochverdient.

„3:0 hört sich enorm an. Am Anfang war es ein ausgeglichenes Spiel, in dem wir leichte Feldvorteile hatten. Wir haben gut gegen den Ball gearbeitet. Das 1:0 war ein Tor aus dem Nichts. Mit dem 2:0 war das Spiel ein kleines bisschen entschieden, danach haben wir souverän gespielt. Das 3:0 war dann eine Dreingabe“, so die Analyse von Uwe Neuhaus. „Der Sieg war verdient, wenn auch vielleicht um ein Tor zu hoch. Wir haben eine gute Woche hinter uns gebracht. Bis zum nächsten Spiel werden wir alles dafür tun, dass wir aus der Länderspielpause gut herauskommen.“

Genau zwei Wochen bleiben den Eisernen nun, um sich auf das nächste Spiel vorzubereiten. Dieses findet nach der Länderspielpause am Freitag, den 18.10.2013 auswärts im Cottbuser Stadion der Freundschaft statt. Der Anstoß zum Berlin-Brandenburg-Derby erfolgt um 18:30 Uhr.   

Gegen Sandhausen: Respekt und volle Konzentration

Vorbericht

Vergleicht man Sandhausen mit Berlin, dürften mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten ins Auge fallen. In einer Sache stimmen die Baden-Württembergische Gemeinde und die Hauptstadt überein, denn beide haben jeweils einen Verein im Pokal-Achtelfinale.

Ähnlich wie die Mannschaft von Uwe Neuhaus in Osnabrück (1:0), konnte auch der SV Sandhausen im nationalen Pokalwettbewerb den Einzug in die Runde der letzten Sechzehn feiern. Dem Sieg der Elf von Trainer Alois Schwartz gegen den Viertligisten SC Wiedenbrück (3:1) folgte anschließend ein Last-Minute-Erfolg gegen den VfL Bochum (1:0). In der Kurpfalz freut man sich über Tabellenrang neun und fährt zuversichtlich nach Berlin-Köpenick.

Das Selbstbewusstsein bei der Mannschaft von Uwe Neuhaus ist nach den guten Auswärts-Resultaten ebenfalls groß, was aber nicht zu überzogenen Erwartungen führen sollte. „Nach der letzten sehr erfolgreichen Woche denkt jeder, dass wir gegen Sandhausen 3:0 oder 4:0 gewinnen werden. Ich glaube, wir sollten richtig aufpassen. Gerade in diesem Spiel müssen wir konzentriert sein und noch härter arbeiten“, meint Verteidiger Roberto Puncec.

„Damit hat es Roberto perfekt auf den Punkt gebracht“, pflichtet Uwe Neuhaus seinem Spieler bei. Ein Sieg gegen Sandhausen sei sicher kein Selbstläufer, der im Vorbeigehen zu erledigen sei, führte der Trainer weiter aus. Dass es um mehr gehen werde, als nur die Höhe des Sieges, stellte Unions Chefcoach ganz besonders deutlich heraus. „Wenn man die letzten fünf Spiele von Sandhausen inklusive Pokal anschaut, dann haben sie dort vier Siege errungen. Gewinnen sie am Freitag, sind es nur noch zwei Punkte Rückstand auf uns. Alles ist sehr eng.“

Selbstbewusstsein ist laut Trainer Neuhaus gut und nach den letzten Leistungen auch angebracht, in Überheblichkeit dürfe dies aber nicht umschlagen, denn: „Die Art und Weise wie Sandhausen Fußball spielt, nötigt mir schon Respekt ab. Sie spielen die Bälle nicht lang heraus, sondern versuchen einen planvollen Aufbau mit technisch guten Spielern, die sehr gut auf einander abgestimmt sind. Diese Mannschaft muss man erst mal knacken.“

„Das Wichtigste, was wir am Freitag beherzigen müssen, ist die Arbeit gegen den Ball. Wenn wir nur nach vorn spielen wollen, bekommen wir Probleme. Arbeiten wir seriös nach hinten und betreiben ein schnelles Umschaltspiel, bin ich überzeugt, dass wir eine Menge Chancen bekommen und unsere Tore machen werden“, warnt der Coach seine Elf vor unbedachtem Anrennen im heimischen Stadion.

Personell steht Uwe Neuhaus vor ein paar schwierigen Entscheidungen. Alle Spieler mit Einsatzminuten hätten gezeigt, dass sie die Qualität besitzen der Mannschaft zu helfen. „Die Feststellung der Woche war, dass wir einen Kader haben, der Ausfälle verkraften kann. Jeder zieht so sehr mit, dass mir die Entscheidung schwer gemacht wird.“

Weitere Verletzungen sind derweil nicht hinzugekommen. So fehlt neben den Langzeitverletzten Ahmed Waseem Razeek und Björn Jopek (beide Kreuzband) ausschließlich Mario Eggimann, der sich nach einem Bandscheibenvorfall im Bereich der  Halswirbelsäule bereits im Aufbautraining befindet.

Die Öffnung des Stadions erfolgt um 17:00 Uhr, Anstoß ist um 18:30 Uhr. Karten für das Spiel sind weiterhin im Ticketoffice, dem Onlineshop sowie an den Tageskassen im Stadion erhältlich.

Torsten Mattuschka

Torsten Mattuschka

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen Sandhausen

Torsten Mattuschka

ist Spieler des Tages gegen Sandhausen

SpielStatistiken

1. FC Union Berlin vs SV Sandhausen

0 Gelbe Karten 2
0 Gelb-Rote Karten 0
0 Rote Karten 0

Letzte Spiele

Datum Heim Ergebnis Gast