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1. FC Union Berlin vs SC Paderborn 07

2. Bundesliga - 26. Spieltag

1. FC Union vs Paderborn

2. Bundesliga - 26. Spieltag

Fr., 21. März 2014, 18:30 Uhr
An der Alten Försterei
1 : 1
18.820
16 Grad, windig
SR: Christian Dingert

Assistenten: Christopher Bornhorst, Rafael Foltyn

Vierter Offizieller: Harm Osmers

Unentschieden gegen Paderborn: Brandys Rekordtor reicht nicht zum Sieg

Spielbericht

Vier Punkte betrug der Vorsprung des SC Paderborn 07 auf die Köpenicker Gastgeber vor dem Anpfiff. Im Falle eines Sieges wäre der Kontakt zur Spitzengruppe wieder hergestellt und eine spannende Saison-Schlussphase eingeläutet. Gegen die beste Rückrundenmannschaft wechselte Uwe Neuhaus im Vergleich zum Auswärtsauftritt bei Greuther Fürth auf drei Positionen. Für den gelbgesperrten Michael Parensen begann Patrick Kohlmann auf der linken Abwehrseite. Dazu rückte Adam Nemec für Simon Terodde in die Startelf und Fabian Schönheim kehrte nach abgesessener Sperre für Roberto Puncec auf den Rasen zurück. Taktisch blieb Uwe Neuhaus dem 4 – 2 – 3 – 1-System dagegen treu: 

Haas – Pfertzel, Eggimann, Schönheim, Kohlmann – Özbek, Kreilach – Brandy (76. Quiring), Mattuschka (86. Puncec), Köhler (69. Dausch) - Nemec

In den ersten fünf Minuten der Partie passierte wenig Nennenswertes. Dann kam Paderborn über den Startelfdebütanten Süleyman Koc. Den Stürmer erreichte ein langer Diagonalball, welchen der gebürtige Berliner an das Außennetz des Tores setzte (6.). Dann setzte auch Union eine erste Duftmarke. Baris Özbek flankte von rechts straff vor das Tor, doch Michael Heinloth klärte die Situation am zweiten Pfosten vor Sören Brandy (9.). Paderborn kam nun besser ins Spiel, hatte leichte Vorteile in den Zweikämpfen und nutzte diese für gefällige Kombinationen. Torgefahr entstand bis dato jedoch nicht. Gefährlich wurden die Gastgeber vor allem durch Standards. Den mit Effet getretenen Freistoß von Torsten Mattuschka verlängerte Sören Brandy in den Fünfmeterraum, wo Adam Nemec, etwas überrascht von der sich bietenden Gelegenheit, zu spät reagierte (24.). Nach einer etwas ruhigeren Phase blitzte Süleymann Koc unvermittelt vor Daniel Haas auf. Unions Nummer 1 eilte aus seinem Tor, baute sich vor Koc auf und bereinigte die Großchance der Gäste souverän (35). In den letzten Minuten vor dem Pausenpfiff übernahm Union nun klar das Kommando. Für den Führungstreffer reichte es nach Halbchancen für Mario Eggimann und Marc Pfertzel indes nicht (42./44.). 

Ohne Wechsel starteten beide Teams in den zweiten Abschnitt und Union kam durch Adam Nemec zur ersten Chance. Der Slowake schob das Leder nach Hereingabe von Patrick Kohlmann am kurzen Pfosten vorbei (50.). Drei Minuten später konnten die Paderborner den Berliner Angriff nicht ausreichend stören. Kapitän Mattuschka flankte scharf in den Strafraum und Sören Brandy stellte mit seinem achten Saisontreffer auf 1:0 für Union. Für Brandy war es ein Rekord. Noch nie hatte der 28-Jährige in der 2. Liga so viele Treffer erzielt. Die Führung gab den Platzherren Schwung, was sich auch in Chancen ausdrückte. Wieder schlug Torsten Mattuschka eine punktgenaue Freistoßflanke in den Strafraum, wo dieses Mal Mario Eggimann zum Kopfball hochstieg. Das Kopfballgeschoss des Schweizers konnte Lukas Kruse nur mit vollem Einsatz und einer beherzten Flugeinlage über den Querbalken heben (58.). Die Chance für den Paderborner Ausgleich vergab Johannes Wurtz nach einem Konter. Dem Schuss der Bremer Leihgabe aus 15 Metern fehlte die Präzision. 18.820 Zuschauer sahen dann die hochkarätige Chance von Damir Kreilach, die Führung auf 2:0 auszubauen. Der Kroate kam nach Doppelpass mit Adam Nemec von halblinks zum Abschluss. Allerdings war Lukas Kruse mit seiner Fußabwehr rechtzeitig zur Stelle (72.). Dann waren die Gäste mit dem Glück im Bunde. Christopher Quiring setzte sich nach Pass von Martin Dausch mit Zug zum Tor durch. Nur die Fingerspitzen von Schlussmann Kruse bewahrten den SC in dieser Szene vor dem zweiten Gegentor und lenkten den Ball an den Innenpfosten (81.). Bis zur 90. Minute sah es nach dem ersehnten elften Saisonsieg der Eisernen aus. Doch dann schlug zum Entsetzen des Heimpublikums Uwe Hünemeier aus 25 Metern zu. Unhaltbar schlug der Ball im rechten Winkel zum Ausgleich ein und begrub die Hoffnungen auf drei Punkte.

„Wir sind vom Ergebnis tief enttäuscht. Den Ausgleich noch hinnehmen zu müssen, haben wir nicht verdient. Wir sind zu Recht in Führung gegangen und haben, als Paderborn etwas ins Risiko gegangen ist, zwei, drei Möglichkeiten gehabt das Spiel zu entscheiden. In dieser Phase haben wir den Sieg verspielt. Doch am Glück allein lag es nicht. Wir machen in der einen oder anderen Situation den einen Fehler zu viel, der gnadenlos bestraft wird. Letztlich ist es so gekommen, das müssen wir akzeptieren und versuchen es am Dienstag besser zu machen“, so Uwe Neuhaus nach dem Spiel.

Auf die Spieler wartet nun eine sehr kurze Verschnaufpause. Bereits am Dienstag, dem 25.03.2014 begrüßt der SV Sandhausen um 17:30 Uhr die Eisernen zum 27. Spieltag im Hardtwaldstadion.

„Chance, nicht Bedrohung“: Union empfängt Paderborn

Vorbericht

Wo die Reise für die Profis des 1. FC Union Berlin hingeht, ist auch nach der Partie gegen den SC Paderborn keine beschlossene Sache. Zu viele Punkte sind bis zum Saisonende noch zu vergeben, als das in die eine oder andere Richtung bei Sieg oder Niederlage nicht doch noch etwas möglich wäre. Aber natürlich verringert sich im Falle eines Paderborner Erfolges die Zahl an Chancen, sich im Reigen der Top-Sechs festzusetzen. So sieht es auch Sören Brandy, der mit nunmehr sieben Saisontoren vor einem persönlichen Zweitliga-Tore-Rekord steht: „Sollten wir gegen Paderborn keine drei Punkte holen, wird es immer schwieriger. Dann ist der Zug irgendwann abgefahren.“

Das Duell mit den Ostwestfalen brachte in der Vergangenheit oftmals spektakuläre Ergebnisse hervor. Unvergessen der 3:2-Sieg nach 0:2-Rückstand und in Unterzahl in der Saison 2008/09. Oder der 5:4-Sieg im Stadion An der Alten Försterei im Jahr 2009. Ob die bevorstehende Partie erneut mit vielen Toren glänzen wird, ist allerdings ungewiss. „Wenn beide Mannschaften ihre Defensivarbeit vernachlässigen, könnte es dazu kommen. Arbeiten beide sehr diszipliniert und setzen den Gegner früh unter Druck, sind auch andere Szenarien denkbar. Es müssen nicht unbedingt viele Tore fallen“, so Uwe Neuhaus.

Respekt vor dem kommenden Gast ist angebracht. Denn mit dem Tabellendritten Paderborn gastiert die beste Rückrunden-Mannschaft im Stadion An der Alten Försterei. „Sie gehen auswärts sehr aggressiv zu Werke und versuchen den Gegner unter Druck zu setzen. Dagegen müssen wir uns wehren und versuchen unser Spiel durchzubringen“, sagt Uwe Neuhaus, der gegen die torgefährliche Breitenreiter-Elf zudem möglichst keine Freistöße in der Gefahrenzone zulassen möchte: „Wir sollten Standardsituationen für den Gegner rund um den Strafraum vermeiden. Da mit Alban Meha ein unglaublich guter Schütze vorhanden ist, wäre dies sehr fahrlässig. Er ist aus 25 Metern und mehr immer in der Lage ein Tor zu erzielen.“

Der Glaube in die eigene Stärke ist vorhanden. Je nach Lesart der Statistik besteht dazu durchaus Grund, wie Sören Brandy betont „Wir haben zwar von den letzten 13 Spielen nur 3 gewonnen, dabei aber auch nur 2 der letzten 8 verloren“, so der 28-Jährige, der mit dem SC Paderborn auf seinen Ex-Verein trifft. „Uns ist bewusst, dass wenn wir eine Chance haben wollen oben dran zu bleiben, wir auch gewinnen müssen. Also betrachten wir den kommenden Gegner nicht als Bedrohung, sondern als Chance, die wir nutzen sollten“, findet Chefcoach Uwe Neuhaus.

Jan Glinker fehlte am Mittwoch wegen Magen-Darm-Beschwerden. Der 30-Jährige wird am Freitag wohl dennoch auf der Bank Platz nehmen, da sich keine weiteren Krankheitssymptome einstellten. Fehlen wird hingegen Michael Parensen, der seine fünfte Gelbe Karte absitzen, und erstmals ein Spiel von der im Sommer eingeweihten Haupttribüne verfolgen wird. Als wahrscheinlich gilt, dass Patrick Kohlmann auf der linken Verteidigerposition auflaufen wird.

Karten für das Spiel sind weiterhin im Ticketoffice, im Fanshop, an allen Union-Vorverkaufsstellen sowie am Spieltag an den Tageskassen erhältlich. Das Stadion An der Alten Försterei öffnet um 17:00 Uhr, der Anstoß erfolgt um 18:30 Uhr.

Sören Brandy

Sören Brandy

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen Paderborn

Sören Brandy

ist Spieler des Tages gegen Paderborn

SpielStatistiken

1. FC Union Berlin vs SC Paderborn 07

3 Gelbe Karten 3
0 Gelb-Rote Karten 0
0 Rote Karten 0

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