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1. FC Union Berlin vs RB Leipzig

Bundesliga - 1. Spieltag

1. FC Union vs Leipzig

Bundesliga - 1. Spieltag

So., 18. August 2019, 18:00 Uhr
An der Alten Försterei
0 : 4
22.012
SR: Markus Schmidt

Union unterliegt Leipzig 0:4

Spielbericht

Der 1. FC Union Berlin ist mit einer Niederlage in seine erste Bundesliga-Saison gestartet. Beim 0:4 gegen RB Leipzig trafen Halstenberg (16.), Sabitzer (31.), Werner (42.) und Nkunku (69.) für die Gäste.

1. FC Union Berlin: Gikiewicz – Trimmel, Friedrich, Schlotterbeck, Lenz – Prömel, Gentner (46. Ujah) – Abdullahi, Andrich, Bülter – Andersson (69. Polter)

RB Leipzig: Gulásci – Mukiele, Konaté, Orban – Klostermann, Demme (62. Laimer), Kampl (73. Forsberg), Halstenberg – Sabitzer, Poulsen, Werner (65. Nkunku)

Zuschauer: 22.012 + 455

Tore: 0:1 Halstenberg (16.), 0:2 Sabitzer (31.), 0:3 Werner (42.), 0:4 Nkunku (69.)

Endlich dabei: Unions erster Auftritt in der Bundesliga begann mit einem Gänsehautmoment. Zu den vertrauten Klängen der Union-Hymne wurden 455 Porträts verstorbener Unioner auf den Rängen hochgehalten. Auf diese Weise ließen die Menschen diejenigen an diesem besonderen Abend teilhaben, denen es nicht mehr vergönnt war, den Bundesligastart ihres Vereins mitzuerleben.

Urs Fischer ließ sein Team zur Bundesligapremiere im 4-2-3-1-System auflaufen. Im noch strahlenden Sonnenschein Köpenicks sah der Cheftrainer der Eisernen eine kontrollierte Anfangsphase, in der beide Mannschaften sich erst an den Gegner herantasteten.

Der erste Paukenschlag gehörte dann den Gastgebern. Marius Bülter bediente Robert Andrich, der die Vorlage nur unkontrolliert auf den Kasten bringen konnte und deshalb nur wenig Gefahr für Peter Gulásci im Tor der Leipziger darstellte. Leipzig zeigte sich zunächst weniger dominant als prognostiziert, dafür aber sehr effizient. Unmittelbar nach Ende des Stimmungsboykotts der Unioner gegen den heutigen Gegner traf Marcel Halstenberg für die Gäste aus halblinker Position im Strafraum mit einem Schlenzer in den rechten Winkel. Kurz darauf war es auch mit dem Sonnenschein vorbei und strömender Regen ergoss sich im Stadion An der Alten Försterei. Ein weiterer vermeintlicher Treffer der Gäste wurde in der 23. Minute aberkannt, da der Entstehung ein Handspiel vorangegangen war. Nun ergaben sich einige Chancen für die Eisernen, wie etwa der Schuss von Grischa Prömel nach einer Ecke, aber kein Versuch brachte den heiß ersehnten ersten Bundesligatreffer für Union. Auf der Gegenseite lief es besser: Der Torschütze des 0:1 bediente Marcel Sabitzer mit einem Pass in den Rückraum, dieser ließ sich aus guter Position nicht zweimal bitten und erhöhte auf 0:2 aus Berliner Sicht (31.). Nur wenig später fungierte Sabitzer als Vorlagengeber: nach einem Ballverlust der Köpenicker in der eigenen Spielfeldhälfte legte er den Ball auf Timo Werner ab, der nach kurzem Antritt den 0:3-Pausenstand besorgte (41.).

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Unioner bissiger und hatten mehr Zug zum Tor. Viele Bemühungen wurden durch die fast chirurgische Präzision der Leipziger Defensive bereits im Ansatz verhindert. Die beste Chance zum Anschlusstreffer hatte Sebastian Andersson auf dem Fuß, der nach einem Dribbling in den Strafraum erst durch eine Grätsche von Konaté vom Ball getrennt wurde. Durch die Vorwärtsbewegung der Unioner öffneten sich nun noch mehr Räume für Leipzig. Die Gäste ließen sich nicht lange bitten und trafen nach 69 Minuten erneut: Sabitzer verlängerte eine Flanke in den Strafraum per Kopf auf den 2. Pfosten, wo Nkunku die Vorlage mühelos über die Torlinie schob. Die Eisernen blieben weiterhin mutig und engagiert, konnten aber kaum noch klare Chancen kreieren. Stattdessen war die Defensive in den letzten zehn Minuten gefragt: Zweimal dribbelte sich Nkunku in torgefährliche Positionen, wurde aber von Christopher Trimmel und Rafal Gikiewicz gestoppt. Da keiner Mannschaft in der Schlussphase ein weiteres Tor gelingen wollte, endete die Partie mit 0:4.

Urs Fischer schätzt die Niederlage nüchtern ein:

„Mit dem heutigen Spiel sind wir in der Liga angekommen. Wir haben zu viele eigene Fehler gemacht, die gegnerischen Treffer damit provoziert. Das Spiel hätte auch höher ausgehen können. Solche Dinge dürfen in der Zukunft nicht passieren, daran arbeiten wir “, so der Schweizer im Interview nach dem Spiel.

Für den 1. FC Union Berlin geht es am nächsten Wochenende mit der Bundesligasaison weiter. Am Samstag, dem 24.08.2019, trifft die Mannschaft auswärts im WWK-Stadion auf den FC Augsburg.

1. FC Union Berlin trifft auf RB Leipzig

Vorbericht

Es ist soweit: Nach zehn Jahren in der 2. Bundesliga feiert der 1. FC Union Berlin am kommenden Sonntag, dem 18.08.2019 sein Debüt in Deutschlands höchster Spielklasse. Schiedsrichter Markus Schmidt wird die Partie gegen Rasenballsport Leipzig um 18:00 Uhr anpfeifen, das Stadion An der Alten Försterei ist dabei restlos ausverkauft.

Premiere, Plakate und Proteste

Mit der Aktion „Endlich dabei“ starten die Eisernen am Sonntag in die Saison. Um der vielen Unioner zu gedenken, die die Köpenicker auf dem Weg in die Bundesliga begleitet haben und bei der Bundesligapremiere nicht mehr dabei sein können, werden vor dem Spiel hunderte Plakate mit den Gesichtern verstorbener Unioner in die Höhe gereckt. Anstatt die Alte Försterei im Anschluss daran wie gewohnt lautstark erbeben zu lassen hat, sich die Fanszene des 1. FC Union Berlin darauf verständigt, angesichts des Spielgegners in der Anfangsviertelstunde der Partie schweigend zu demonstrieren. 


Union-Präsident Dirk Zingler würdigt beide Aktionen: „Wenn heute zu den Klängen unserer Hymne hunderte Porträts verstorbener Unioner in unseren Reihen gezeigt werden, ist das ganz sicher ein weiterer Gänsehautmoment in unserem Stadion. Und auch das öffentliche Einstehen für eine Vorstellung von Fußball, deren Kern Zusammenhalt, Mitbestimmung, Fannähe, Ehrenamt und eine starke Mitgliedschaft bilden, nötigt mir Respekt ab. Den denkbar größten Gegensatz in dieser Frage hat uns die heutige Ansetzung beschert. Die Initiative der aktiven Fanszene, diesen Gegensatz nicht unkommentiert hinzunehmen, unterstütze ich, auch wenn es an diesem besonderen Tag schmerzhaft ist.“

Auch Union-Trainer Urs Fischer sieht in der Stille der Anfangsviertelstunde kein Problem: „Natürlich haben wir gerne gute Stimmung im Stadion, aber die Fans wollen ein Zeichen setzen und wir akzeptieren das. Wir haben das Thema in der Mannschaft besprochen, sind informiert und freuen uns auf die Stimmung in den folgenden 75 Minuten. Für uns gilt es das Drumherum auszublenden und uns aufs Fußballspielen zu konzentrieren – das ist unsere Hauptaufgabe.“


Während in den Abläufen im Training oder in der Vorbereitung kaum Veränderungen stattfanden, hat sich im Kader der Köpenicker in den vergangenen Wochen und Monaten einiges getan. Elf neue Spieler durften die Fans in Berlin begrüßen, darüber hinaus wurden die zunächst ausgeliehenen Marvin Friedrich und Suleiman Abdullahi fest an den Verein gebunden. Im Duell mit Leipzig kann Urs Fischer fast aus dem Vollen schöpfen. Bis auf den angeschlagenen Florian Hübner und Nachwuchsspieler Laurenz Dehl steht dem Schweizer der gesamte Kader zur Verfügung. „Bei so einem großen Kader, sollte man schon im Voraus mit den Spielern sprechen und sie informieren. Es wird sicherlich das eine oder andere Gespräch geben, ich kann aber auch nicht mit jedem einzelnen Spieler reden, warum er vielleicht nicht im Kader ist“, so Urs Fischer.

Der Gegner

„Wir freuen uns auf das Spiel gegen Leipzig, da sind viele Emotionen dabei. Es ist wichtig, dass die Emotionen positiv sind, davon lebt der Fußball“, freut sich Urs Fischer auf das Spiel. Mit RB Leipzig kommt der Tabellendritte der vergangenen Bundesligasaison zum Auftakt ans Stadion An der Alten Försterei. Seit Juli hat Julian Nagelsmann als Cheftrainer das Kommando an der Seitenlinie der Sachsen übernommen und sieht seine Mannschaft nach dem 3:2 Sieg im Pokal in Osnabrück gut gerüstet für das Spiel in Köpenick: „Wir hatten ein gutes Lernspiel im Pokal, ich glaube die Atmosphäre an der Bremer Brücke ist ähnlich aufgeheizt wie an der Alten Försterei.“

Neben Ibrahima Konaté , der an Oberschenkelproblemen leidet, sind auch die Einsätze von Innenverteidiger Dayot Upamecano und Stürmer Jean-Kevin Augustin fraglich. „Ich gehe davon aus, dass beide für Sonntag ausfallen“, so der 32-Jährige. Nationalspieler Marcel Halstenberg steht dagegen wieder zur Verfügung.

Serviceinfos:

Das Stadion An der Alten Försterei ist bereits seit Wochen ausverkauft, für Mitglieder besteht die letzte Möglichkeit Rest-Tickets zu erwerben auf dem offiziellen Ticket-Zweitmarkt. Die Stadiontore öffnen 120 Minuten vor dem Anpfiff um 16 Uhr.

AFTV Videos

Rafal Gikiewicz

Rafal Gikiewicz

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen Leipzig

Rafal Gikiewicz

ist Spieler des Tages gegen Leipzig

SpielStatistiken

1. FC Union Berlin vs RB Leipzig

36 % Ballbesitz 64 %
70 % Passquote 85 %
47 % Zweikampfquote 53 %
13 Torschüsse 14
14 Flanken 5
3 Abseitsstellungen 1
1 Gelbe Karten 0
0 Gelb-Rote Karten 0
0 Rote Karten 0

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