Montag
27.04.2015

Entschuldigung des Polizeipräsidenten

Beim gestrigen Spiel des 1. FC Union Berlin gegen den FC Ingolstadt 04 wurde von mitgereisten Anhängern des FC Ingolstadt am Zaun des Gästeblocks eine Israel-Fahne angebracht. Aus Sicht des 1. FC Union Berlin erfolgte dies zur Unterstützung des israelischen FCI-Spielers Almog Cohen. Diese wurde entgegen der Empfehlung des Veranstaltungsleiters auf Anordnung des Einsatzleiters der Polizei entfernt. Begründet wurde diese Maßnahme gegenüber den Verantwortlichen des 1. FC Union Berlin und dem Sicherheitsbeauftragten sowie dem Fanbeauftragten des FC Ingolstadt 04 mit der „Berliner Linie“ zur Wahrung politischer Neutralität bei Großveranstaltungen der Kategorien Sport und Kultur. Hierzu gab es nachfolgend eine Stellungnahme des Polizeipräsidenten in Berlin:

Der polizeiliche Einsatzleiter ließ gestern bei dem Fußballspiel im Stadion „Alte Försterei“ eine von den Fans gezeigte Flagge des Staates Israel einrollen. Er hielt das Zeigen der Flagge für ein politisches Statement, das er bei einer Sportveranstaltung untersagen wollte. Diese Entscheidung war falsch. Polizeipräsident Klaus Kandt: „Es ist Aufgabe der Polizei die Meinungsfreiheit zu schützen. Die Aufforderung zum Einrollen der Flagge war eine Fehlentscheidung, für die ich bei den Betroffenen um Entschuldigung bitte.“

Der 1. FC Union Berlin begrüßt die Entschuldigung des Polizeipräsidenten.

1. FC Union Berlin