Spieltagsübersicht  

2. Bundesliga
Saison 2017/18 • Spieltag 16
So • 03.12.2017 • 13.30 Uhr

SR: Dr. Matthias Jöllenbeck, Justus Zorn, Marco Achmüller, Henrik Bramlage (4. Offizieller)
Vonovia Ruhrstadion [bis 2006 Ruhrstadion] • 13.119 Zuschauer • bewölkt, leichter Regen

2:1 (1:1)
1. FC Union Berlin

Zurück in die Erfolgsspur: Union tritt in Bochum an

Am kommenden Sonntag, dem 03.12.2017 steht für die Profis des 1. FC Union Berlin das letzte Auswärtsspiel des Kalenderjahres auf dem Programm. Im Rahmen des 15. Spieltags treten die Eisernen im Vonovia Ruhrstadion beim VfL Bochum an, Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck eröffnet die Partie um 13:30 Uhr.

Nach dem Last-Minute-Ausgleich am vergangenen Wochenende gegen Darmstadt 98 und der bitteren Niederlage in Heidenheim wollen die Eisernen in Bochum in die Erfolgsspur zurückkehren. „Klar haben wir die Fehler angesprochen, die wir in den letzten Spielen gemacht haben. Wir haben den Spielern die Situationen aufgezeigt und konstruktiv darüber gesprochen“, hakte Keller das letzte Wochenende ab. „Unser Ziel ist es, jedes Spiel zu gewinnen. Ob wir das dann schaffen müssen wir sehen. Es gab noch kein Spiel, in das wir mit dem Ziel gegangen sind, dass wir einen Punkt holen. Wir wollen die maximale Ausbeute, den Anspruch und die Qualität haben wir“, erläuterte Jens Keller die eigene Herangehensweise auf der Pressekonferenz vor der Partie in Bochum. Der 47-Jährige betonte allerdings erneut, dass dafür jeder an seine Leistungsgrenze gehen müsse „Wichtig ist wieder, dass wir unsere eigene Leistung zu 100 Prozent abrufen. Dann werden wir die Möglichkeit haben, das Spiel zu gewinnen.“

In der vergangenen Saison feierte Jens Keller in Bochum sein Pflichtspieldebut an der Seitenlinie der Eisernen. „An dieses Spiel denke ich nicht gerne zurück, weil wir es ganz klar hätten gewinnen müssen. Wir hatten riesen Möglichkeiten und haben das Spiel durch einen individuellen Fehler verloren. Wenn wir wieder geschlossen und aggressiv auftreten, werden wir auch am Wochenende unsere Möglichkeiten bekommen. Die Torausbeute damals war ein Wahnsinn“, so Keller.

Für den kommenden Gegner lief die Saison bisher alles andere als nach Plan. Bereits während der Vorbereitung trennte sich der VfL von Trainer Gertjan Verbeek, auf ihn folgte Ismail Atalan. Der gewünschte Erfolg blieb jedoch auch mit dem neuen Coach aus, so dass Atalan durch Jens Rasiejewski ersetzt wurde. Die letzten vier Spiele der Hausherren endeten jeweils Unentschieden, insgesamt kassierten die Bochumer in dieser Saison bisher allerdings nur bemerkenswerte 18 Gegentreffer. Damit gehört der VfL zu den defensivstärksten Teams der Liga. Trotz des derzeitigen Tabellenstands warnte Jens Keller auf der Pressekonferenz vor der Klasse des Gegners: „Bochum hat am Anfang der Saison riesen Ziele ausgegeben, dementsprechend haben sie auch eine hohe Qualität im Kader. Warum sie es bisher noch nicht auf den Platz bekommen, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Aber es ist durchaus ein Team mit individueller Qualität, das schwer zu bespielen ist.“ Am Sonntag müssen die Bochumer allerdings auf ihren Stammtorhüter verzichten. Keeper Manuel Riemann zog sich am vergangenen Wochenende in Aue einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich zu und steht somit nicht zur Verfügung. Voraussichtlich wird er am Sonntag durch Felix Dornebusch ersetzt.

Bis auf die Langzeitverletzten Kenny Prince Redondo, Fabian Schönheim und Michael Parensen können die Eisernen personell aus dem Vollen schöpfen. Eine Startelf-Rückkehr von Kapitän Felix Kroos ließ Keller vor dem Spiel noch offen: „Ich konnte Felix im Training nie etwas vorwerfen. Er hat ordentlich trainiert, nur am Wochenende hatte er eine gewisse Verkrampfung. Mir hat es den Anschein gemacht, dass ihm die Situation ganz gutgetan hat und ihm hilft, ein bisschen freier mit der Sache umzugehen.“

Angesprochen auf die Duelle der Konkurrenz machte Keller klar, dass der Fokus nur auf der eigenen Leistung liegen kann: „Wir können bei den anderen Spielen nichts beeinflussen, egal wer gegen wen spielt. Jedes Spiel ist in der 2. Liga für jede Mannschaft ein schweres Spiel. Wir schauen nicht auf die anderen, sondern nur auf uns. Wenn wir punkten, sind wir dick dabei, wenn nicht, ist das nicht optimal. Wir gucken uns die anderen Ergebnisse natürlich an, wollen aber in erster Linie unseren eigenen Plan auf den Platz bekommen.“

In Bochum stehen an den Tageskassen ausreichend Tickets zur Verfügung. An alle Unioner, die sich das Spiel am Sonntag live im Stadion anschauen, richtet sich diese Faninformation mit allen wichtigen Anreise- und Verhaltensmodalitäten.

Aufstellung

In der Startelf:

Dornebusch, Soares, Bastians, Gyamerah, Celozzi, Losilla, Sam, Vitaly, Wurtz, Hinterseer, Stöger

Auf der Bank:

Kraft, Hoogland, Fabian, Tesche, Bandowski, Saglam, Diamantakos

In der Startelf:

Busk, Pedersen, Torrejón, Trimmel, Leistner, Hartel, Prömel, Kroos, Polter, Gogia, Hedlund

Auf der Bank:

Mesenhöler, Kurzweg, Fürstner, Daube, Kreilach, Hosiner, Skrzybski

Trainer

Jens Rasiejewski

Trainer

Jens Keller

Tore


  • (40.) Stöger 1:1
  • (87.) Hinterseer 2:1
  • 0:1 Polter (4.)

Verwarnungen & Feldverweise

  •   (65.) Vitaly
  •   (74.) Sam
  • Trimmel (57.)  
  • Hedlund (64.)  

Einwechselungen

  • (78.) Diamantakos für Sam
  • (90.) Tesche für Wurtz
  • (90.) Fabian für Hinterseer
  • Fürstner für Kroos (63.)
  • Skrzybski für Hedlund (69.)
  • Kreilach für Hartel (75.)

1:2 in Bochum: Union unterliegt im Dauerregen

Der 1. FC Union Berlin bleibt auch im dritten Spiel in Folge ohne Sieg. Am 16. Spieltag der zweiten Bundesliga mussten sich die Eisernen mit 1:2 beim VfL Bochum geschlagen geben.

Busk – Trimmel, Leistner, Torrejon, Pedersen – Kroos (63. Fürstner), Prömel – Gogia, Hartel (75. Kreilach), Hedlund
(68. Skrzybski) – Polter

Dornebusch – Bastians, Janelt, Gyamerah – Danilo, Losilla, Stöger, Celozzi – Hinterseer (90+3 Fabian), Wurtz (90. Tesche), Sam (77. Diamantakos)

Zuschauer: 13 119

Tore: 0:1 Polter (4.), 1:1 Stöger (40), 2:1 Hinterseer (87.)

Der 1. FC Union Berlin erwischte einen Start nach Maß und ging mit der ersten Chance des Spiels in Führung (4.). Abwehrchef Toni Leistner hatte Sebastian Polter mit einem langen Ball von der Mittellinie in Szene gesetzt, der Stürmer behielt die Übersicht und schob überlegt und locker zum frühen 1:0 ein. Nach der Führung der Eisernen zeigten sich die Bochumer bemüht und versuchten die Berliner Abwehr zu meist mit langen Bällen unter Druck zu setzten. Auf dem seifigen und schwer zu bespielenden Rasen im Ruhrstadion hatten beide Teams Probleme im Spielaufbau, so dass ein Spielfluss auf beiden Seiten eher selten zu sehen war. Die Hausherren zeigten sich offensiv das erste Mal in der 12. Minute gefährlich vor dem Kasten der Eisernen, Johannes Wurtz zögerte beim Abschluss allerdings etwas zu lange. Nach feinem Doppelpass mit Marcel Hartel setzte Union-Kapitän Felix Kroos Simon Hedlund mit einem Pass in den Lauf in Szene, Abwehrmann Danilo rettete jedoch im letzten Moment gegen den Schweden. Auf Seiten der Hausherren setzte sich Sydney Sam immer wieder über die rechte Angriffsseite durch, seine Flanken fanden im Zentrum allerdings keine Abnehmer. Torhüter Jakob Busk durfte sich bei einzelnen Fernschüssen und abgefangenen Hereingaben auszeichnen, gefährliche Offensivaktionen blieben jedoch auf beiden Seiten Mangelware. Trotz allem fiel fünf Minuten vor der Pause der nicht unverdiente Ausgleichstreffer für den VfL. Angespielt von Sidney Sam setzte sich Lukas Hinterseer im Zweikampf mit Toni Leistner durch und legte die Kugel zurück an die Strafraumgrenze zu Kevin Stöger. Aus kurzer Distanz prallte der Abschluss des Bochumers an den Fuß von Leistner und trudelte von dort unhaltbar für Busk in den Kasten der Eisernen (40.). Bis zum Seitenwechsel erhöhten die Hausherren nun die Schlagzahl und drängten auf den zweiten Treffer, der allerdings nicht gelingen wollte.

Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine, diesmal erwischten allerdings die Bochumer den besseren Start. Der VfL spielte mutig nach vorne und schnürte den 1. FC Union Berlin teilweise am eigenen Strafraum ein ohne sich jedoch zwingende Chancen herauszuspielen. Auf der Gegenseite tauchte Innenverteidiger Toni Leistner nach einem Freistoß von Trimmel gefährlich vor dem Kasten von Felix Dornebusch auf, setzte seinen Kopfball aus guter Position allerdings deutlich neben den Kasten. Bochum versuchte sein Glück auf dem nassen Rasen immer wieder mit Fernschüssen, Union ließ sich in der eigenen Hälfte weit zurückfallen um die Räume eng zu machen. Jens Keller brachte mit Stephan Fürstner und Steven Skrzybski frische Kräfte aufs Feld, Skrzybski versuchte sein Glück direkt mit einer Volleyabnahme. Nach einer Flanke von Trimmel setzte Sebastian Polter zum Flugkopfball an, die Kugel rauschte allerdings über die Querlatte hinweg. In der Schlussphase fasste sich Vitaly Janelt ein Herz und schloss zweimal gefährlich von der Strafraumkante ab (83., 85.). Während der erste Versuch noch von Marc Torrejon zur Ecke abgefälscht wurde, zischte der Zweite nur wenige Zentimeter neben dem Kasten vorbei. Nur zwei Minuten später machte es Teamkollege Lukas Hinterseer besser. Nach einem einfachen Ballverlust in der Union-Defensive setzte Sturmpartner Sebastian Wurtz den Österreicher im Strafraum in Szene, Hinterseer ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte zur 2:1-Führung für die Hausherren (87.). Mit dem Mute der Verzweiflung warfen die Eisernen in der Nachspielzeit nochmal alles nach vorne, Danilo rettete für den bereits geschlagenen Dornebusch auf der Linie (90+1). Selbst Torhüter Jakob Busk stürmte in den Schlussminuten mit nach vorne, der Ausgleichstreffer wollte jedoch nicht mehr gelingen.

„Zunächst Glückwunsch an Bochum zum Sieg. Das Spiel hat für uns eigentlich optimal begonnen, wir sind früh in Führung gegangen und hatten danach eine ähnliche Chance durch Simon Hedlund. Danach hat uns die Bereitschaft gefehlt, in die Räume zu gehen und Bälle zu erobern. Bochum hat ein gutes Pressing gespielt und wir konnten uns nicht mehr lösen. Das 1:1 hätten wir mitnehmen müssen, aber es hat heute nicht gereicht. Wir machen zu viele Fehler und bekommen zu einfache Tore, das sollten wir schnellstens abstellen“, so Keller nach dem Spiel.

Am kommenden Samstag, dem 09.12.2017 steht für den 1. FC Union Berlin das letzte Spiel der Hinrunde auf dem Plan. Im ausverkauften heimischen Stadion An der Alten Försterei treffen die Eisernen auf die SG Dynamo Dresden. Der Anpfiff erfolgt um 13:00 Uhr.

1. FC Union Berlin