Spieltagsübersicht  

2. Bundesliga
Saison 2016/17 • Spieltag 30
Mo • 24.04.2017 • 20.15 Uhr

SR: Patrick Ittrich (Hamburg) | Assistenten: Norbert Grudzinski (Hamburg), Viatcheslav Paltchikov (Lübeck), Vierter Offizieller: Tobias Fritsch (Bruchsal)
Mercedes-Benz Arena • 60.000 Zuschauer • Sonnig, 20 Grad

3:1 (2:0)
1. FC Union Berlin

Spitzenspiel in Stuttgart: Union trifft auf den VfB

Zum Abschluss des 30. Spieltags tritt der 1. FC Union Berlin zum Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart an. Der Anpfiff zum Duell mit dem deutschen Meister von 2007 erfolgt am Montag, dem 24.04.2017 um 20:15 Uhr.

„Wir sind guter Dinge und fahren nach Stuttgart, um erfolgreich zu sein. Wir bereiten uns gut vor und dann werden wir sehen. Ich glaube nicht, dass wir eine Mannschaft sind, die sagt, dass wir die letzten fünf Spiele sicher gewinnen. Es wird immer Spiele geben, wo es nicht so läuft, aber ich hoffe, unsere Schwächephase ist vorbei.

Es wird ein ganz schweres Spiel. Wir spielen auswärts vor mehr als 50 000 Zuschauern gegen eine Mannschaft mit enormer Erfahrung. Da müssen wir alle 100 Prozent bringen um erfolgreich zu sein. Wir sind keine Mannschaft die abwarten kann, sondern ein Team das agieren möchte.“, legte Jens Keller die Marschroute vor dem Spiel beim VfB Stuttgart fest.

Die Hausherren aus Schwaben wollen dagegen am Montag die Tabellenführung ausbauen. VfB Chefcoach Hannes Wolf erwartet dabei höchste Konzentration von seinen Profis: „Wir müssen uns in jedem Bereich auf das höchste Level bringen. Es geht darum, den Punch zu haben. Dafür brauchen wir in allen Facetten die beste Leistung.“ Für die Eisernen fand der 36-jährige Trainer lobende Worte: „Union wird uns alles abverlangen. Die Berliner haben eine hohe fußballerische Qualität. Sie spielen mit hohem Tempo vorne rein. Was sie in dieser Saison leisten, ist bemerkenswert.“

Auch Jens Keller zollte dem kommenden Gegner auf der Pressekonferenz vor dem Spiel Respekt: „Stuttgart hat unheimlich viel Erfahrung, der Großteil der Spieler besitzt sogar Bundesligaerfahrung. Ich glaube, dass Stuttgart eine Bundesligamannschaft hat, sie sind auf jeder Position gut besetzt.“ Einer, der mit seiner Qualität in dieser Saison dabei heraussticht, ist Simon Terodde. Auf den Ex-Unioner, dem in der laufenden Spielzeit bisher 19 Treffer gelangen, wollen die Eisernen dabei ein besonderes Auge haben: „Terodde weiß, wo das Tor steht, ist abgezockt und hat eine enorme Qualität im und um den Strafraum herum. Da ist es wichtig, dass wir ihn nicht aus den Augen verlieren. Im Sechzehner müssen wir ihn eng nehmen, aber wir werden sicherlich nicht so unsere Taktik verändern, dass wir ihm das ganze Spiel hinterherlaufen. Wir wissen, dass er Tore machen kann und müssen hellwach sein. Er ist ein Stürmer mit enormer Qualität, den wir im Griff haben müssen.“

Den Druck sieht Keller am Montag bei den Hausherren: „Ich habe es immer gesagt: Stuttgart ist mit dem Ziel – sofortiger Wiederaufstieg – in die Saison gegangen. Deshalb ist sicherlich der Druck eher auf Stuttgarter Seite. Ich denke der große Unterschied ist, dass wir wollen und Stuttgart muss.“ Auch wenn die Schwaben eine große Qualität im Kader haben, geht Jens Keller optimistisch ins Spiel: „Ich bin von meiner Mannschaft sehr überzeugt, sie zeigt trotz Rückschlägen immer wieder Gesicht und lässt sich nicht hängen. Die Mannschaft hat sowohl menschlich, als auch fußballerische enorme Qualität.“

Bisher wurden für die Partie in der Mercedes Benz Arena 54 000 Tickets verkauft. Eintrittskarten sind aber weiterhin über den VfB Stuttgart erhältlich. Für alle anreisenden Gästefans hat die Polizei Baden-Württemberg eine Faninformation zusammengefasst.

Aufstellung

In der Startelf:

Langerak, Insua, Baumgartl, Pavard, Kaminski, Maxim, Gentner, Ofori, Brekalo, Terodde, Asano

Auf der Bank:

Uphoff, Klein, Zimmermann, Grgic, Özcan, Ginczek, Green

In der Startelf:

Mesenhöler, Puncec, Pedersen, Trimmel, Leistner, Fürstner, Redondo, Kreilach, Kroos, Polter, Skrzybski

Auf der Bank:

Busk, Pogatetz, Kessel, Parensen, Daube, Hosiner, Hedlund

Trainer

Hannes Wolf

Trainer

Jens Keller

Tore

  • (29.) Maxim 1:0
  • (33.) Terodde 2:0

  • (69.) Ginczek 3:1


  • 2:1 Polter (57.)

Verwarnungen & Feldverweise

  •   (34.) Pavard
  • Trimmel (28.)  
  • Fürstner (42.)  

Einwechselungen

  • (63.) Ginczek für Asano
  • (69.) Zimmermann für Ofori
  • (81.) Klein für Maxim
  • Hedlund für Skrzybski (69.)
  • Hosiner für Kreilach (73.)
  • Daube für Kroos (79.)

1:3 beim Tabellenführer: Union unterliegt in Stuttgart

Am 30. Spieltag der 2. Bundesliga standen sich der Tabellenführer VfB Stuttgart und der Tabellenvierte 1. FC Union Berlin gegenüber. Diese Positionen haben auch nach dem Spiel Bestand. Vor gut 60.000 Zuschauern, in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena behielten die Schwaben dank einer starken Leistung mit 3:1 die Oberhand. Die Tore für den VfB erzielten Maxim, Terodde und Ginczek. Sebastian Polter hatte zwischenzeitlich den Anschlusstreffer markiert.

Trainer Jens Keller schickte die gleiche Startelf aufs Feld wie zuletzt beim 3:1-Heimsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern:

Mesenhöler – Trimmel, Leistner, Puncec, Pedersen – Kroos (79. Daube), Fürstner, Kreilach (73. Hosiner) – Skrzybski (69. Hedlund), Polter, Redondo

Von Beginn an diktierten die Hausherren das Geschehen. Bereits in der 6. Minute hätte Insua den Führungstreffer markieren können, sein Abschluss rauschte jedoch knapp einen Meter am rechten Pfosten vorbei. Wenige Minuten später erspielten sich die Köpenicker die erste eigene Möglichkeit. Bei Skrzybski's Volleyversuch (9. Minute) hatte Langerak jedoch wenig Mühe.
Das Spiel entwickelte sich zunehmend auf Augenhöhe, als die Schwaben innerhalb einer halben Minute das Tor von Daniel Mesenhöler druckvoll attackierten und die Nummer Eins der Köpenicker zu einer doppelten Glanzparade zwangen. Gleich zweimal vereitelte dieser aus kurzer Distanz zunächst gegen Brekalo, anschließend Baumgartl (17.). In der 25. Minute versuchte sich Steven Skrzybski mit einem fulminanten Distanzschuss. 30 Meter vor dem Tor legte Felix Kroos den Ball quer, Skrzybski versuchte sein Glück. Torhüter Langerak vereitelte die Möglichkeit jedoch mit einer sehenswerten Parade.
Nur 60 Sekunden später hatte Sebastian Polter die Führung für die Eisernen auf dem Kopf, sein gefühlvoller Abschluss ging jedoch um wenige Zentimeter am rechten Pfosten vorbei.
In der 29. Minute gelang markierte Alexandru Maxim schließlich die 1:0-Führung der Gastgeber per Freistoß.
Mesenhöler hatte sich bereits in die andere Ecke orientiert, sah den Ball etwas zu spät, kam zwar noch mit den Fingern dran, konnte den Einschlag in der Torwartecke aber nicht mehr verhindern.
Nur vier Minute gelang dem VfB sogar der zweite Treffer. Ausgerechnet Ex-Unioner Simon Terodde schraubte das Ergebnis per Flachschuss auf 2:0.

Nach dem Seitenwechsel passierte zunächst wenig, aber besonders über die mit Brekalo und Asano stark besetzten Außenbahnen erarbeitete sich der VfB stetig seine Chancen.
57 Minuten waren gespielt, da durften die Gäste und gut 4000 mitgereiste Unioner jubeln. Eine schöne Flanke von Christopher Trimmel senkte sich punktgenau auf den Kopf von Sebastian Polter. Dieser legte den Ball gefühlvoll zum 1:2 Anschluss gegen die Laufrichtung von Langerak ins lange Eck.
Es folgte eine Drangphase der Eisernen, die in der 69. Minute durch Daniel Ginczek's 3:1 ein jähes Ende fand.Innenverteidiger Toni Leistner verlor den Ball als letzter Mann vor dem eigenen Kasten, der eingewechselte Ginczek ließ sich nicht zweimal bitten und ließ Torhüter Daniel Mesenhöler keine Abwehrchance.
Die Partie ebbte nach einer Reihe von Wechseln auf beiden Seiten in den letzten 20 Minuten merklich ab, Union konnte der Stuttgarter Defensive nicht mehr viel entgegensetzen und auch die Schwaben schalteten einen Gang zurück. Somit blieb es beim Endstand von 1:3.

„Der VfB ist eine erfahrene Spitzenmannschaft und hat ein gutes Spiel gezeigt. Wir haben die Bälle zu einfach hergegeben und die Zweikämpfe zu leicht verloren. Unter dem Strich geht der Sieg für Stuttgart in Ordnung“, fasste Union-Trainer Jens Keller das Montagsspiel zusammen.

„Das Wichtigste für uns ist jetzt erstmal, dass wir das Spiel am kommenden Freitag zu Hause gewinnen. Wir sind heute auf ein Topteam getroffen, das wussten wir, aber wir werden nicht aufhören zu kämpfen und versuchen Platz 3 mit aller Macht zu erreichen!“

Am 31. Spieltag der 2. Bundesliga trifft der 1. FC Union Berlin im Stadion An der Alten Försterei auf den SV Sandhausen. Der Anpfiff erfolgt am Freitag, dem 28.04.2017 um 18:30 Uhr

1. FC Union Berlin