Spieltagsübersicht  

2. Bundesliga
Saison 2016/17 • Spieltag 6
Mi • 21.09.2016 • 17.30 Uhr

SR: Dr. Matthias Jöllenbeck (Freiburg) | Assistenten: Asmir Osmanagic (Stuttgart), Tobias Endriß (Göppingen), Vierter Offizieller: Sven Waschitzki (Essen)
Flyeralarm Arena [bis 2013 Stadion am Dallenberg] • 10.148 Zuschauer • Sonnig, um die 20 Grad

0:1 (0:0)
1. FC Union Berlin

Premiere in Würzburg: Union gastiert beim Aufsteiger

Nachdem der 1. FC Union Berlin am vergangenen Freitagabend beim TSV 1860 München in Unterzahl seinen ersten Auswärtssieg feiern konnte, wollen die Eisernen am Mittwoch (21. September 2016) gegen die Würzburger Kickers nachlegen. Der Anstoß der Partie in der Flyeralarm Arena erfolgt um 17:30 Uhr. Genauso wie die Berliner wollen natürlich auch die Würzburger Kickers weiter an ihrer Erfolgsbilanz arbeiten.

Die Aufsteiger aus dem Frankenland konnten in den ersten fünf Spielen satte 10 Punkte erkämpfen und belegen aktuell Platz 2 in der Tabelle. Zuhause sind sie bislang ungeschlagen. Das junge Team von Trainer Bernd Hollerbach verstärkte sich in der Sommerpause unter anderem mit Anastasios Lagos, David Pisot und Valdet Rama. Von der U23 des FC Bayern München wechselte Patrick Weihrauch zu den Würzburgern. Die Euphorie des Aufstiegs konnte das Team bislang überzeugend mit in die 2. Bundesliga transportieren.

Eine Premiere ist jedoch nicht nur das erstmalige Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften, auch der Unparteiische Matthias Jöllenbeck wird zum ersten Mal eine Partie in der zweithöchsten Spielklasse leiten.

Zum Gastspiel beim Aufsteiger befragt, ließ Unions Cheftrainer wissen: „Der Tabellenplatz sagt doch aus, dass die Würzburger die Favoriten sind. Sie stehen oben und haben ein Heimspiel. Es wird ein hartes Stück Arbeit für uns“, so Jens Keller zur Stärke der Kickers und ergänzt: „Wir fahren natürlich nach Würzburg, um zu punkten. Wir fahren da hin, um ihre Serie zu brechen.“

Zur personellen Lage ließ sich Keller nicht näher in die Karten schauen, obwohl fast alle Spieler der Köpenicker zur Verfügung stehen. „Ich denke, es wird sehr wichtig sein, dass wir auch körperlich bei Würzburg dagegen halten. Es ist eine körperlich sehr präsente Mannschaft, aber mit der Qualität, die wir auch fußballerisch haben, sind wir sehr optimistisch“, kommentierte Keller den zu erwartenden Union-Auftritt am Mittwoch.

Etwa 500 Rot-Weiße Anhänger werden zum zweiten Spiel der englischen Woche erwartet. Die Flyeralarm Arena öffnet etwa 2 Stunden vor Anpfiff. Stehplatzkarten sind auch vor Ort erhältlich.

Aufstellung

In der Startelf:

Wulnikowski, Schoppenhauer, Kurzweg, Pisot, Neumann, Benatelli, Taffertshofer, Daghfous, Schröck, Weihrauch, Soriano

Auf der Bank:

Siebenhandl, Müller, Traut, Lagos, Karsanidis, Rama, Königs

In der Startelf:

Busk, Pedersen, Trimmel, Schönheim, Leistner, Fürstner, Redondo, Kreilach, Zejnullahu, Quaner, Skrzybski

Auf der Bank:

Mesenhöler, Puncec, Parensen, Daube, Nikci, Hosiner, Hedlund

Trainer

Bernd Hollerbach

Trainer

Jens Keller

Tore

  • 0:1 Quaner (83.)

Verwarnungen & Feldverweise

  •   (90.) Kurzweg

Einwechselungen

  • (53.) Rama für Taffertshofer
  • (53.) Königs für Weihrauch
  • (85.) Müller für Daghfous
  • Daube für Zejnullahu (46.)
  • Hedlund für Redondo (69.)
  • Parensen für Quaner (87.)

Dritter Sieg in Folge: Union schlägt Würzburg 1:0

Wie in München setzte Union-Trainer Jens Keller auf die gleiche Startelf. Nur für den angeschlagenen Felix Kroos kam Eroll Zejnullahu auf den Platz. Die 4-3-3-Formation sah wie folgt aus:

Busk – Trimmel, Leistner, Schönheim, Pedersen – Fürstner, Zejnullahu (46. Daube), Kreilach – Skrzybski, Quaner (87. Parensen), Redondo (69. Hedlund)

Die erste Halbzeit begann schleppend für die Eisernen. Union wirkte ein wenig müde und viel lief im Spielaufbau nicht zusammen. Immer wieder wurden die Bälle im Aufbauspiel verloren, sodass Torgefahr nur aus den seltenen Standards entstehen konnte. Tatsächlich wäre aus einer Ecke um ein Haar der Führungstreffer entstanden, doch der Kopfball von Damir Kreilach traf nur die Latte.

Immerhin stand Union hinte sicher und ließ auch Würzburg kaum gefährlich vors Tor kommen. Folgerichtig ging es mit dem Stand von 0:0 in die Kabine.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Wechsel bei den Eisernen. Dennis Daube kam für Eroll Zejnullahu in die Partie. Doch Würzburg behielt das Heft des Handelns in der Hand. Mit zunehmender Spieldauer wuchs der Druck auf das Union-Tor. Doch das Trainerteam um Jens Keller setzte weiter auf Offensive und brachte Simon Hedlund in der 69. Minute für Kenny Prince Redondo. Der junge Schwede deutete mehrfach an, warum er geholt wurde und belebte das Spiel auf dem linken Flügel. Die spielentscheidende Aktion blieb jedoch einmal mehr dem Mann vorbehalten, der nun mit sechs Treffern die Torjägerliste anführt: Der bis dahin unermüdlich, aber glücklos ackernde Collin Quaner behauptete in der 84. Minute den Ball und zog mit dem rechten Außenrist ab und vom linken Pfosten sprang der Ball ins Tor. Statt der ursprünglich geplanten Einwechslung des schon bereitstehenden Philipp Hosiner kam zur Absicherung Michael Parensen in der 87. Minute ins Spiel. Union brachte auch die Nachspielzeit schadlos über die Runden und sicherte sich den dritten Sieg in Serie.

Jens Keller zog auf der Pressekonferenz nach dem Spiel sein Resümee: „Das Spiel in München hat doch viel Kraft gekostet. Ich dachte wir wären frischer, aber es ist nicht viel zusammengelaufen. Ein 0:0 wäre sicher nicht unverdient gewesen. Am Ende machen wir etwas glücklich das Tor und nehmen die drei Punkte gerne mit.“

Die Nacht verbringen die Union-Profis in Würzburg, wo am Donnerstagvormittag auch trainiert wird. Nach dem Rückflug nach Berlin wird der Freitag seinem Namen gerecht. Am Sonnabend beginnt die Vorbereitung auf das Montagabendspiel gegen den FC St. Pauli. Anstoß am 26.09.2016 ist um 20:15 Uhr.

1. FC Union Berlin