Spieltagsübersicht  

2. Bundesliga
Saison 2016/17 • Spieltag 29
So • 16.04.2017 • 13.30 Uhr

SR: Benjamin Brand (Bamberg) | Assistenten: Steffen Mix (Abtswind), Markus Pflaum (Hallstadt), Vierter Offizieller: Henrik Bramlage (Vechta)
Stadion An der Alten Försterei • 21.379 Zuschauer

1. FC Union Berlin
3:1 (1:0)

Dranbleiben: Union trifft auf Kaiserslautern

Am 29. Spieltag der zweiten Bundesliga trifft der 1. FC Union Berlin im heimischen Stadion An der Alten Försterei auf den 1. FC Kaiserslautern. Der Anpfiff von Schiedsrichter Benjamin Brand erfolgt am Ostersonntag, dem 16.04.2017 um 13:30 Uhr.

Am 29. Spieltag der zweiten Bundesliga trifft der 1. FC Union Berlin im heimischen Stadion An der Alten Försterei auf den 1. FC Kaiserslautern. Der Anpfiff von Schiedsrichter Benjamin Brand erfolgt am Ostersonntag, dem 16.04.2017 um 13:30 Uhr.

Angesprochen auf die Vorfälle in Dortmund unter der Woche zeigte sich Union-Trainer Jens Keller sichtlich bedrückt: „Solche Ereignisse wie in Dortmund sind natürlich dramatisch. Wenn man nicht mal als Fußballer sicher ist, beschäftigt das einen natürlich schon. Aber wir haben das in der Mannschaft gar nicht zum Thema gemacht, wir können die Situation nicht ändern. Aber die Ereignisse sind sehr traurig.“

Anschließend lenkte der 45-Jährige den Fokus aber auf das anstehende Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. „Wir haben immer Überlegungen und schauen uns die Gegner an. Bis auf die letzten drei Spiele war es immer unser großes Plus, dass wir taktische sehr flexibel sind und schnell umstellen können. Die Mannschaft kann sehr viele Systeme perfekt umsetzen, deshalb werden wir auch jetzt wieder schauen, was gegen Kaiserslautern optimal ist.“

Obwohl der 1. FC Kaiserslautern sein letztes Spiel mit 2:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth gewinnen konnte, trennen die Pfälzer aktuell nur zwei Zähler vom Relegationsplatz. Trainer Norbert Meier, der seit Januar den zurückgetretenen Tayfun Korkut ersetzt, machte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel klar, was er von seiner Elf erwartet: „Wir haben in den letzten drei Spielen genau das vermittelt, was wir vermitteln müssen: Über 90 Minuten marschieren und als Team agieren. Das wird auch gegen Union Berlin wichtig sein.“ Dabei müssen die Roten Teufel auf Mittelfeldakteur Daniel Halfar verzichten, der aufgrund muskulärer Probleme nicht mit im Aufgebot stehen wird. Meier fand vor dem Spiel lobende Worte für die Eisernen, trotzdem will der FCK das Spiel mutig angehen: „Der 1. FC Union Berlin kann schnell umschalten und hat torgefährliche Spieler. Wir haben keinen Grund ängstlich zu sein, aber wir sind aufmerksam.“

Den Eisernen steht am Wochenende der komplette Kader zur Verfügung, lediglich Mittelfeldstratege Stephan Fürstner ist nach seiner Operation noch fraglich. „Er ist nicht so lange ausgefallen, hat daher körperlich nicht viel verloren. Er konnte relativ früh wieder trainieren und hat ein gutes Reha Programm gemacht. Diese Woche war er im Training dabei, jetzt müssen wir mal schauen.“, ließ sich Jens Keller vor dem Spiel nicht in die Karten schauen.

Trotz der letzten Ergebnisse machte Keller klar, dass die Eisernen den Aufstieg weiterhin im Blick haben: „Wer die Tabelle lesen kann der sieht, dass wir nicht allzu weit weg sind. Aber erstmal müssen wir unsere Hausaufgaben machen, bevor wir auf die Anderen schauen. Um vorne mit dabei zu sein, müssen wir unser Heimspiel gewinnen, dafür werden wir alles tun.“

Die Heimbereiche des Stadions An der Alten Försterei sind am Sonntag ausverkauft, Tickets für den Gästesektor sind am Spieltag an den Tageskassen erhältlich. Das Union-Zeughaus bietet am Sonntag im Biergarten Hämmerlingeck an einem Sonderverkaufsstand eine große Auswahl an rabattierten Fanartikel.

Aufstellung

In der Startelf:

Mesenhöler, Puncec, Pedersen, Trimmel, Leistner, Fürstner, Redondo, Kreilach, Kroos, Polter, Skrzybski

Auf der Bank:

Busk, Kessel, Schönheim, Daube, Thiel, Hosiner, Hedlund

In der Startelf:

Pollersbeck, Heubach, Ewerton, Mwene, Koch, Vucur, Stieber, Moritz, Gaus, Zoua, Osawe

Auf der Bank:

Weis, Ziegler, Aliji, Kerk, Görtler, Przybylko, Glatzel

Trainer

Jens Keller

Trainer

Norbert Meier

Tore

  • (14.) Kreilach 1:0

  • (85.) Polter 2:1
  • (88.) Hosiner 3:1

  • 1:1 Gaus (68.)

Verwarnungen & Feldverweise

  • Gaus (28.)  

Einwechselungen

  • (79.) Hosiner für Kroos
  • (81.) Hedlund für Redondo
  • (89.) Kessel für Skrzybski
  • Przybylko für Osawe (21.)
  • Glatzel für Zoua (62.)
  • Aliji für Gaus (84.)

Statistik

Diese Statistik wird Ihnen präsentiert von: Horn & Görwitz

Mit Kampf und Leidenschaft: Union besiegt Kaiserslautern

Der 1. FC Union Berlin besiegt den 1. FC Kaiserlautern am 29. Spieltag der 2. Bundesliga mit 3:1. Vor 21 379 Zuschauern sorgten Damir Kreilach, Sebastian Polter und Philipp Hosiner für die Tore der Eisernen, den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Marcel Gaus.

Im Vergleich zum 2:2-Unentschieden in Düsseldorf veränderte Trainer Jens Keller seine Startelf auf zwei Positionen. Der zuletzt angeschlagene Stephan Fürstner kehrte nach überstandenen Knieproblemen zurück aufs Feld, außerdem durfte Geburtstagskind Damir Kreilach anfangen. Die Eisernen starteten wie folgt:

Mesenhöler - Trimmel, Leistner, Puncec, Pedersen – Kroos (79. Hosiner), Fürstner, Kreilach – Skrzybski (89. Kessel), Polter, Redondo (81. Hedlund)

Die Eisernen starteten druckvoll in die Partie und zeigten ab der ersten Minute ihren absoluten Siegeswillen. Steven Skrzybski und Sebastian Polter scheiterten mit ihren Abschlussversuchen jedoch knapp am Kasten von Torhüter Jan Pollersbeck. Von den Gästen war in der Anfangsphase wenig zu sehen, früh von den Köpenickern attackiert schafften es die Pfälzer kaum, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien. Folgerichtig ging der 1. FC Union Berlin in der 14. Spielminute in Führung. Nach feiner Hereingabe von Skrzybski kam Geburtstagskind Damir Kreilach an den Ball und bugsierte das Leder zur 1:0-Führung über die Linie. In der 20. Spielminute musste Gästetrainer Norbert Meier das erste Mal reagieren und den angeschlagenen Osawe vom Feld nehmen. Für ihn kam Kacper Przyblko in die Partie. Mitte der ersten Hälfte kamen die Pfälzer besser ins Spiel, richtige Torchancen erspielten sich die Roten Teufel allerdings kaum. Einzig Przybylko prüfte Daniel Mesenhöler mit einem Torschuss von der Strafraumgrenze, im Nachfassen entschärfte der Torwart den tückischen Aufsetzer jedoch (41.). Union spielte weiter mutig nach vorne, schaffte es allerdings nicht, seine Chancen konsequent zu Ende zu spielen. Mit der verdienten Pausenführung für den 1. FC Union Berlin verabschiedeten sich die Mannschaften nach 45 Minuten in die Kabine.

Direkt nach der Pause jubelten die Zuschauer im Stadion An der Alten Försterei ein zweites Mal. Das Schiedsrichtergespann entschied beim Treffer von Polter jedoch auf Abseits. Union spielte weiter wie zu Beginn der ersten Hälfte, setzte die Pfälzer unter Druck und erarbeitete sich gute Möglichkeiten durch Skrzybski und Redondo. Mitten in der Druckphase der Eisernen kamen die Gäste plötzlich zum Ausgleich. Mittelfeldspieler Marcel Gaus versuchte sich mit einem Abschluss von der Strafraumkante, der im unteren linken Eck zum 1:1 einschlug (68.). Die Eisernen reagierten prompt, doch wieder wurde ihnen der Treffer verwehrt. Zu Unrecht, da Damir Kreilach bei seinem Kopfballtreffer nicht im Abseits stand (69.). Nur zwei Minuten später protestierten die Eisernen erneut, diesmal verwehrte Schiedsrichter Benjamin Brand den Köpenickern einen Handelfmeter. Union gab trotz allem nicht auf und erzielte in der 85. Spielminute die hoch verdiente Führung. Diesmal war Sebastian Polter per Kopf nach einer Flanke von Pedersen zur Stelle und der Treffer zählte. Nur drei Minuten später machte der eingewechselte Philipp Hosiner den Deckel drauf und markierte nach Vorlage von Damir Kreilach den Endstand zum 3:1 (88.).

„Wir waren von der ersten Sekunde sehr gut auf dem Platz und haben unseren Plan durchgesetzt. Nach zehn Minuten hätten wir eigentlich schon führen müssen, haben aber die Kontrolle nie verloren. Die Linie des Schiedsrichters sehe ich heute nicht glücklich, trotzdem war die Moral der Mannschaft große Klasse. Auch nach dem Ausgleich hat mein Team weiter an sich geglaubt und hart gearbeitet“, so Keller auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Am nächsten Spieltag tritt der 1. FC Union Berlin beim VfB Stuttgart an. Der Anpfiff zum Flutlichtspiel in der Mercedes-Benz-Arena erfolgt am Montag, dem 24.04.2017 um 20:15 Uhr.

1. FC Union Berlin