Spieltagsübersicht  

2. Bundesliga
Saison 2017/18 • Spieltag 3
So • 20.08.2017 • 13.30 Uhr

SR: Robert Schröder (Hannover) | Assistenten: Franz Bokop (Vechta), Daniel Riehl (Bremen), Vierter Offizieller: Julius Martenstein (Cölbe)
Franken-Stadion • 29.813 Zuschauer • Heiter bis wolkig, 19 Grad

2:2 (0:0)
1. FC Union Berlin

Gipfeltreffen im Max-Morlock-Stadion: Union trifft auf den FCN

Drei Spiele, drei Siege. Besser hätte der Pflichtspielstart für den 1. FC Union Berlin kaum laufen können. Am kommenden Sonntag, dem 20.08.2017 steht allerdings der nächste Härtetest auf dem Programm. Um 13:30 Uhr treffen die Eisernen im Max-Morlock-Stadion auf den 1. FC Nürnberg, der genau wie Union aus allen bisherigen Partien als Sieger hervorging.

Vor der Partie bei den Franken spricht die Statistik eine deutliche Sprache: In den bisherigen vier Auswärtsspielen beim FCN gingen die Eisernen viermal als Verlierer vom Platz und mussten dabei 14 Gegentore hinnehmen. Coach Jens Keller interessieren diese Zahlen allerdings wenig. „Im Grunde sind das doch gute Voraussetzungen für uns. Wir haben in der Vergangenheit ja schon einige Serien gebrochen“, so Keller mit einem Lächeln auf den Lippen. „Es wird ein interessantes Spiel, Nürnberg ist auch sehr gut gestartet und hat ein hohes Selbstbewusstsein.“

Bei den Gastgebern gab es vor der Saison einen großen Umbruch im Kader. Nachdem der 1. FC Nürnberg die letzte Spielzeit auf dem zwölften Tabellenplatz abschloss, verließen elf Spieler den Verein, zehn Neue kamen zur Verstärkung an den Valznerweiher. In der Liga sicherte sich der FCN in zwei Spielen sechs Punkte, einen Gegentreffer mussten die Franken nicht hinnehmen. Auch im DFB-Pokal setzte sich die Elf von Trainer Michael Köllner gegen Ligakonkurrent Duisburg durch und zog in die zweite Runde ein. „Union Berlin ist eine starke Mannschaft und der Top-Favorit in der Liga. Das Spiel wird ein echter Gradmesser“, lobte Köllner die Eisernen auf der Pressekonferenz vor dem Aufeinandertreffen. Im Duell mit den Eisernen setzt der Coach auch auf die Unterstützung des Publikums: „Wir hoffen auf einen Riesen-Support. Wenn wir eine Siegchance haben wollen, brauchen wir den 12. Mann. Dann ist uns auch gegen Union etwas zuzutrauen.“ Mithelfen soll dabei auch der zuletzt angeschlagene Kevin Möhwald. Der Mittelfeldspieler, dem in den zwei Spielen bisher zwei Treffer gelangen, meldete sich nach überstandener Muskelverhärtung rechtzeitig fit.

Im Hinblick auf den Spielverlauf zeigte sich Keller zuversichtlich: „Nürnberg ist eine Mannschaft, die sehr gut umschaltet und auch bei Standards gefährlich ist. Aber sie bieten auch Räume, die wir gut bespielen können. Durch unsere Art und Weise Fußball zu spielen, wollen wir aber auch in Ballbesitz kommen. Beide Teams sind taktisch gut, das wird ein spannendes Spiel.“ Außerdem wollen die Eisernen in der Defensive wieder sicherer stehen: „Wir haben unter der Woche unsere Fehler ganz klar angesprochen. Das, was uns vorher stark gemacht hat, haben wir ein wenig verloren, jetzt haben wir aber sehr viel daran gearbeitet. Nichtsdestotrotz wollen wir unsere Offensivqualitäten auch wieder ins Spiel bringen. Wir spielen immer mit einem gewissen Risiko, aber das muss sich einfach die Waage halten. Wir dürfen nicht so viele Chancen zulassen.“

Bis auf Kenny Prince Redondo, Dennis Daube und Akaki Gogia steht am Sonntag der gesamte Kader zur Verfügung. Wer gegen Nürnberg aufläuft, wollte Jens Keller traditionell nicht verraten, bei einer Personalie legte er sich allerdings fest. Stammkeeper Jakob Busk kehrt in Nürnberg wieder in den Kasten zurück. „Wir haben uns vor dem ersten Spiel entschieden, dass wir mit Jakob Busk in die Saison gehen. Er hat uns in Ingolstadt sehr gut im Spiel gehalten. Trotzdem sind wir sehr froh, dass wir mit Daniel Mesenhöler einen Torwart auf der Bank haben, den wir jederzeit ohne Angst reinwerfen können. Aber die Entscheidung war von vornherein klar, deshalb gibt es keinen Grund, dort irgendetwas zu ändern“, so Keller auf der Pressekonferenz zur Situation zwischen den Pfosten.

Der 1. FC Nürnberg rechnet am Sonntag mit circa 29 000 Zuschauern. Sowohl für den Heim- als auch für den Gästebereich sind am Spieltag noch Tickets erhältlich.

Aufstellung

In der Startelf:

Kirschbaum, Behrens, Valentini, Leibold, Margreitter, Kammerbauer, Möhwald, Kerk, Petrak, Zrelak, Teuchert

Auf der Bank:

Bredlow, Brecko, Ewerton, Jäger, Salli, Ishak, Fuchs

In der Startelf:

Busk, Pedersen, Torrejón, Trimmel, Leistner, Fürstner, Kreilach, Kroos, Polter, Hedlund, Skrzybski

Auf der Bank:

Mesenhöler, Kurzweg, Schönheim, Hartel, Prömel, Parensen, Hosiner

Trainer

Michael Köllner

Trainer

Jens Keller

Tore


  • (55.) Teuchert 1:1

  • (90.) Behrens 2:2
  • 0:1 Hedlund (46.)

  • 1:2 Polter (66.)

Verwarnungen & Feldverweise

  •   (41.) Leibold
  • Trimmel (14.)  
  • Prömel (90.)  

Einwechselungen

  • (72.) Salli für Kerk
  • (76.) Ishak für Zrelak
  • (88.) Ewerton für Teuchert
  • Hartel für Kroos (62.)
  • Prömel für Skrzybski (79.)
  • Schönheim für Hedlund (88.)

Remis in Nürnberg: Union und FCN trennen sich mit 2:2

Am dritten Spieltag der zweiten Bundesliga trennen sich der 1. FC Union Berlin und der 1. FC Nürnberg mit einem 2:2-Unentschieden. Vor 29 813 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion sorgten Simon Hedlund und Sebastian Polter für die zweimalige Führung der Eisernen, Behrens sorgte in der 90. Minute für den Ausgleich.

Die Aufstellung des 1. FC Union Berlin las sich wie folgt:

Busk – Trimmel, Leistner, Torrejon, Pedersen – Kroos (62. Hartel), Fürstner, Kreilach – Skrzybski (79. Prömel), Polter, Hedlund (88. Schönheim)

Die Hausherren kamen gut in die Partie und setzten den 1. FC Union Berlin früh unter Druck. Union zog sich weit in die eigene Spielhälfte zurück und setzte in der Offensive auf lange Bälle und schnelle Konter. Der Club sicherte sich mehr Spielanteile und versuchte über die umtriebigen Mittelfeldspieler Teuchert und Kerk immer wieder für Gefahr vor dem Kasten von Union-Keeper Jakob Busk zu sorgen. Neuzugang Valentini versuchte sein Glück in der 18. Spielminute von der Strafraumkante, sein Schuss strich jedoch knapp über die Querlatte. Sebastian Polter und Damir Kreilach sorgten in der 25. Minute das erste Mal für Gefahr vor dem Kasten von Kirschbaum, die schöne Koproduktion der Offensivspieler lenkte die Abwehr des FCN allerdings noch zur Ecke. Mit zunehmender Spielzeit kamen die Eisernen besser ins Spiel und wurden in der Offensive stärker. Nürnberg sorgte mit einem Außennetztreffer für Raunen im Max-Morlock-Stadion, ein Treffer gelang den Franken im ersten Abschnitt jedoch nicht.

Union erwischte nach der Pause einen perfekten Start und ging in der 47. Spielminute mit 1:0 in Führung. Steven Skrzybski behauptete den Ball im Mittelfeld gegen drei Nürnberger und setzte Simon Hedlund in Szene, der die Kugel trocken im Kasten versenkte. Nürnberg reagierte mit wütenden Angriffen, Jakob Busk musste mehrmals in höchster Not retten. Nach 55. Minuten musste sich jedoch auch der starke Däne das erste Mal geschlagen geben. Sebastian Kerk hatte sich über die linke Angriffsseite durchgesetzt, in der Mitte sorgte Teuchert mit einer Direktabnahme für den Ausgleich. Beide Teams lieferten sich eine spannende Partie und sorgten für zahlreiche Torraumszenen. Skrzybski versuchte sein Glück mit einem Schuss von der Strafraumkante, die Kugel zischte knapp über den Querbalken hinweg. Die erneute Führung für Union folgte jedoch nur Minuten später. Christopher Trimmel brachte den Ball per Eckstoß in den Fünfmeterraum, Sebastian Polter besorgte per Kopf mit seinem ersten Saisontreffer das 2:1 (66.). Mit der Führung im Rücken hatten die Eisernen die Partie nun gut im Griff und kamen durch Marc Torrejon zur nächsten gefährlichen Situation vor dem Tor. Sein Kopfball verfehlte den langen Pfosten jedoch knapp. Auf der Gegenseite tauchte Behrens plötzlich frei vor dem Union-Tor auf, sein Kopfball aus guter Position rauschte allerdings am Pfosten vorbei. Jakob Busk konnte sich anschließend erneut auszeichnen, in dem er einen strammen Abschluss von Valentini im letzten Moment zur Ecke abwehrte. Trotzdem folgte der Ausgleich in der letzten Spielminute: Nach Vorlage vom eingewechselten Salli besorgte Kapitän Behrens den 2:2-Endstand per Kopf. Zu allem Überfluss kassierte Mittelfeldspieler Grischa Prömel in der Nachspielzeit nach Foul an Valentini noch die rote Karte und ist somit gesperrt.

„Zunächst einmal wünsche ich Nürnbergs Sebastian Kerk gute Besserung, ich habe gehört er hat sich schwer verletzt. In den ersten 20 Minuten sind wir nicht richtig ins Spiel gekommen, die Abstände waren zu groß und wir standen zu weit weg. Danach hatten wir die Partie gut im Griff und hätten durch zwei Möglichkeiten in Führung gehen können. Nach dem schnellen Tor in der zweiten Halbzeit haben wir uns weit zurückgezogen und nur darauf gewartet, dass wir den Ausgleich bekommen. Wenn man dann kurz vor Schluss 2:1 führt ist es ärgerlich, wenn man noch den Ausgleich bekommt. Aber alles in allem ist es ein gerechtes Remis und war sicher ein schönes Spiel für die Zuschauer“, fasste Keller das Geschehen auf dem Rasen zusammen.

Am vierten Spieltag trifft der 1. FC Union Berlin im Stadion An der Alten Försterei auf Arminia Bielefeld. Der Anpfiff gegen den DSC erfolgt am Sonntag, dem 27.08.2017 um 13:30 Uhr.

1. FC Union Berlin