Spieltagsübersicht  

Vor der Länderspielpause: Union will auf dem Betzenberg punkten

Am Samstag, dem 05.11.2016 trifft der 1. FC Union Berlin im siebten Auswärtsspiel der laufenden Saison im Fritz-Walter-Stadion auf den 1. FC Kaiserslautern. Nach der Heimniederlage vom vergangenen Wochenende wollen die Eisernen auf dem Betzenberg den nächsten Dreier einfahren, um in der Tabelle weiterhin vorne mit dabei zu sein.

„Kaiserlautern hat eine Mannschaft mit einem enormen läuferischen Potenzial, darauf müssen wir uns am Samstag einstellen. Auf dem Betzenberg herrscht immer eine spezielle Atmosphäre und das Stadion wird gegen uns vermutlich ganz gut gefüllt sein. Das wird ein schönes Spiel für uns und wir wollen dort den nächsten Sieg holen“, zeigte sich Jens Keller auf der Pressekonferenz optimistisch.

Der Saisonstart des 1. FC Kaiserlautern lief für die Roten Teufel alles andere als optimal. Aus den ersten fünf Partien holten die Lauterer nur zwei Zähler, mittlerweile hat sich das Team um Trainer Tayfun Korkut allerdings stabilisiert. Mit zwölf Punkten steht der FCK aktuell auf dem zwölften Tabellenplatz, holte aus den letzten beiden Partien die Maximalausbeute von sechs Zählern. Garant für die erfolgreichen Auftritte war dabei der Engländer Osayamen Osawe, dem in den vergangenen beiden Spielen vier Treffer gelangen.

Für das Auswärtsspiel muss Union-Coach Jens Keller seine Startelf am Samstag umbauen. Rechtsverteidiger Christopher Trimmel zog sich im Spiel gegen Düsseldorf eine Schultereckgelenksverletzung zu und muss ersetzt werden. Wer seinen Part in der Viererkette am Samstag übernehmen wird, wollte Keller vor der Partie noch nicht verraten: „Wen es interessiert, der soll sich am Samstag das Spiel anschauen. Dort wird man sehen, wer auf der Rechtsverteidigerposition spielt. Wir haben mehrere Optionen und werden uns für eine davon entscheiden.“ Die Frage, ob eine Systemumstellung auf Dreierkette eine Option fürs Wochenende sein könnte, verneinte der 45-jährige Übungsleiter hingegen klar.

Gute Nachrichten gab es vom zuletzt angeschlagenen Torjäger Collin Quaner und Fabian Schönheim. „Collin hat voll mittrainiert und ist einsatzbereit. Fabian war auch letzte Woche schon im Training dabei, auch bei ihn haben wir grünes Licht.“ Der Einsatz von Innenverteidiger Toni Leistner ist dagegen noch nicht ganz sicher: „Toni war zuletzt krank und hat individuell trainiert. Wir hoffen aber trotzdem, dass er am Samstag bereit ist“, zeigte sich Keller optimistisch.

Der Anpfiff im Fritz-Walter-Stadion, Fritz-Walter-Straße 1, 67663 Kaiserslautern erfolgt am Samstag um 13:00 Uhr. Am Spieltag werden für alle Kurzentschlossenen Tickets an den Stadionkassen verfügbar sein.

Keine Punkte: Union unterliegt auf dem Betzenberg 0:1

Am zwölften Spieltag der zweiten Bundesliga musste der 1. FC Union Berlin die vierte Niederlage der Saison hinnehmen. Vor 21 446 Zuschauern unterlagen die Eisernen dem FCK im Fritz-Walter-Stadion mit 0:1 durch ein Tor von Marcel Gaus.

Vor der Partie musste Union-Trainer Jens Keller seine Mannschaft erneut umbauen. Der verletzte Rechtsverteidiger Christopher Trimmel wurde auf dem Betzenberg von Roberto Puncec ersetzt, Fabian Schönheim kehrte nach überstandener Verletzung auf den Rasen zurück. Im 4-3-3-System las sich die Aufstellung der Eisernen wie folgt:

Busk – Puncec (85. Hedlund), Leistner, Schönheim, Pedersen – Kroos, Fürstner (76. Hosiner), Kreilach (82. Zejnullahu) – Skrzybski, Quaner, Redondo

Die ersten Spielminuten gehörten den Hausherren. Die Roten Teufel legten druckvoll los und sorgten durch Marcel Gaus das erste Mal für Gefahr. Nach circa zehn Minuten übernahmen die Eisernen die Kontrolle auf dem Feld, erarbeiteten sich mehr Spielanteile und kamen durch Kreilach und Skrzybski zu ersten Möglichkeiten. In der 22. Spielminute sorgte Felix Kroos für das erste große Ausrufezeichen auf dem Platz. Mit einem wuchtigen Freistoß von der Strafraumkante scheiterte der Kapitän der Köpenicker knapp am Lattenkreuz des Lauterer Gehäuses. Kaiserlautern zeigte sich, wenn überhaupt, dann nach Kontern gefährlich. Besonders der umtriebige Osawe stiftete immer wieder Unruhe in der Berliner Defensive. Torhüter Jakob Busk zeigte sich jedoch sowohl beim guten Abschluss von Osawe, als auch beim Kopfball von Stieber auf dem Posten. Mit dem 0:0-Unentschieden verabschiedeten sich die beiden Teams nach 45 Minuten in die Halbzeitpause.

Wie im ersten Abschnitt erwischte der 1. FCK den besseren Start, die Minuten nach dem Wiederanpfiff gehörten klar den Hausherren. Görtler und Ziegler verfehlten bei ihren Abschlüssen jedoch den Kasten klar. Defensiv trat Kaiserslautern dicht gestaffelt auf, weshalb die Angriffsversuche der Eisernen oftmals schon früh unterbunden wurden. Union zeigte sich bemüht, die Ungenauigkeit im eigenen Passspiel verhinderte auf dem schwer zu bespielenden Rasen jedoch viele Angriffsversuche. In einer bis dahin relativ ereignislosen zweiten Halbzeit war es schließlich der 1. FC Kaiserslautern, der in der 71. Spielminute in Führung ging. Nach einem Zuspiel von Zoltan Stieber war es Marcel Gaus, der die Kugel zum 1:0 aus Lauterer Sicht in die Maschen schob. Jens Keller reagierte auf den Rückstand, brachte Philipp Hosiner für Stefan Fürstner. Chancen boten sich jedoch weiter für die Roten Teufel, sowohl Osawe, als auch der eingewechselte Przybylko scheiterten allerdings im Abschluss. Union warf in der Schlussphase alles nach vorne, der letzte Pass wollte am heutigen Tag allerdings nicht ankommen.

„Ich gratuliere Tayfun Korkut und dem 1. FC Kaiserslautern zum Sieg, der aufgrund der zweiten Halbzeit verdient war. In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel dominiert, allerdings haben wir es heute vermissen lassen, die Bälle in die Tiefe zu suchen. Heute haben wir viel auf Ballbesitz gespielt, das war eigentlich nicht unser Plan. Wir haben den Ball zu oft quer gespielt und uns zu wenige Torchancen erarbeitet und hatten nicht den Mut zum aggressiven Gegenpressing. Nach der Niederlage gegen Düsseldorf wollten wir es heute  wiedergutmachen, das hat leider nicht geklappt“, so Jens Keller auf der Pressekonferenz nach dem Spiel in Kaiserslautern.

Am kommenden Wochenende pausiert die Bundesliga, für die Kicker des 1. FC Union Berlin steht die Länderspielpause an. Nach der einwöchigen Ligapause treten die Eisernen am 13. Spieltag im heimischen Stadion An der Alten Försterei gegen den VfB Stuttgart an. Der Anpfiff am Sonntag, dem 20.11.2016 erfolgt um 13:30 Uhr.

1. FC Union Berlin