Donnerstag
08.02.2018

Zu Hause gegen den Tabellenführer: Union empfängt Fortuna Düsseldorf

Der 1. FC Union Berlin empfängt am 22. Spieltag der 2. Bundesliga im heimischen Stadion An der Alten Försterei Fortuna Düsseldorf. Der Anpfiff der Partie gegen den Tabellenführer erfolgt am Sonnabend, dem 10.02.2018 um 13:00 Uhr.

An der Alten Försterei treffen zwei Teams aufeinander, deren momentaner Lauf unterschiedlicher kaum sein könnte. Während die Eisernen seit acht Spielen auf einen Sieg warten und am Montag in Bielefeld den Dreier nur um Sekunden verpassten, kommt mit der Fortuna aus Düsseldorf der aktuelle Tabellenführer nach Köpenick. Union-Coach André Hofschneider machte klar, was er von seiner Mannschaft in der aktuellen Situation erwartet: „Es gehört zum Profisport dazu, dass es Phasen gibt, in denen der Ball nicht reingeht. Da hilft kein Jammern, man muss sich das Glück erarbeiten und verdienen. Wir müssen auf uns gucken und weiter hart arbeiten. In Bielefeld waren wir im wahrsten Sinn des Wortes nah am Sieg dran, aber es gibt kein Mitleid und kein Aufgeben.“

Doch auch Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel, der mit seinem Team im laufenden Kalenderjahr die maximale Ausbeute von neun Punkten in drei Spielen erreichen konnte, erwartet eine spannende Partie: „Wie so oft in dieser Liga spielt der Tabellenstand keine Rolle. Union kann an einem guten Tag jeden Gegner schlagen. Das trifft aber auf uns auch zu. Wir sind gut vorbereitet und wissen, dass es an der Alten Försterei schwer wird und was uns erwartet. Wir wollen verhindern, dass Union zurück in die Spur findet.“ Der 64-Jährige erwartet von seinem Team am Sonnabend höchste Konzentration: „Wir sind es, die in den nächsten Wochen weiter fleißig punkten wollen. Meine Mannschaft ist sehr selbstkritisch. Das zeichnet sie aus und sorgt mit dafür, dass wir nicht abheben. Die Jungs sind fokussiert und wollen in Berlin ein gutes Spiel zeigen. Wir müssen uns wieder bessere Chancen rausspielen und diese auch konsequenter nutzen.“

Trotz der aktuellen Punkteausbeute sieht André Hofschneider, dass sich sein Team entwickelt: „In den letzten 20 Minuten in Bielefeld hat man gesehen, dass die Mannschaft auch ein Team wie Arminia dominant beherrschen kann. Dass wir den Gegner nicht 90 Minuten lang dominieren, ist in unserer momentanen Phase nicht unnormal.“ Steigerungspotenzial sieht der 47-jährige Fußballlehrer vor allem im Abschluss: „Am Montag war es ein Zweitligaspiel auf hohem Niveau. Wir müssen schauen, dass wir unsere guten Phasen in Zählbares ummünzen, da laufen wir momentan der Musik hinterher. Sowohl in Kiel, als auch gegen Nürnberg und Bielefeld haben wir die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor vermissen lassen.“ Diese Qualität lobte Hofschneider vor dem Spiel beim kommenden Gegner: „Düsseldorf ist momentan enorm effizient. Sie haben Selbstvertrauen und sind sowohl in der Lage, frühe Tore zu machen und das Ergebnis mit Geschick und ihren Tugenden über die Zeit zu bringen, als auch bei Rückständen nicht nervös zu werden. Das ist der oft zitierte Ausdruck von Selbstbewusstsein. Sie glauben daran, dass sie am Ende als Sieger vom Platz gehen. Das sehe ich aktuell als ihre größte Stärke.“

Bei den Eisernen steht am Sonnabend der zuletzt fehlende Toni Leistner wieder zur Verfügung, der Abwehrspieler hat seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen. Einen Startelfeinsatz Leistners ließ Hofschneider auf der Pressekonferenz jedoch offen: „In einem starken Kader ist es üblich, verschiedene taktische Varianten durchzuspielen. Bis zum letzten Tag wird offen sein, wer spielt. Die Dreierkette hat es in Bielefeld nicht verkehrt gemacht, da müssen wir abwarten wie die letzten Eindrücke im Training sind.“

Im Kader definitiv fehlen werden dagegen die Langzeitverletzten Fabian Schönheim und Kenny Prince Redondo, auch Stephan Fürstner ist für das Wochenende noch keine Option. Zudem sitzt Philipp Hosiner noch seine Rot-Sperre ab und steht ebenfalls nicht zur Verfügung. Damir Kreilach, der am Montag noch in der Startelf stand und nun zu Real Salt Lake (MLS) wechselt, wird in der Halbzeitpause am Sonnabend offiziell verabschiedet. „Der Einsatz von Damir Kreilach am Montag hatte nichts mit Fußballromantik zu tun, er hatte rein sportliche Gründe. Damir ist als Mensch und als Profi eine absolute Eins. Sein Verlust schmerzt schon, trotzdem muss man immer beide Seiten sehen. Unser Kader ist breit genug aufgestellt, um den von ihm gewünschten Wechsel abzufangen“, äußerte sich Hofschneider zum Abgang des Kroaten.

Für Sonnabend gab Hofschneider auf der Pressekonferenz noch ein klares Ziel aus: „Wir müssen dafür Sorge tragen, dass der Funke vom Platz noch mehr auf die Zuschauer überspringt. Da haben wir sicherlich eine Bringschuld und haben in den letzten Spielen zu wenig Emotionen rübergebracht. Wir wollen das Spiel gewinnen und müssen noch konsequenter in den einzelnen Phasen und noch brutaler zu uns selbst sein. Wir müssen unseren Teil dazu beitragen, das Spiel in jeder Phase der Partie erfolgreich zu bestreiten. Das ist unser Auftrag!“

An den Tageskassen werden sowohl im Gäste- als auch im Heimbereich noch einige Restkarten für das Spiel angeboten. Das Stadion An der Alten Försterei öffnet seine Tore um 11:30 Uhr.

1. FC Union Berlin