Sonntag
20.11.2016

Unentschieden: Union trennt sich 1:1 vom VfB Stuttgart

In einer sehenswerten Partie, in der die 22 012 Zuschauer im restlos ausverkauften Stadion An der Alten Försterei ein spannendes Fußballspiel geboten bekamen, trennten sich der 1. FC Union Berlin und der VfB Stuttgart mit einem 1:1-Unentschieden. Vor dem Spiel gegen den Bundesligaabsteiger veränderte Union-Trainer Jens Keller seine Startelf im Gegensatz zum Spiel in Kaiserslautern auf zwei Positionen und schickte seine Mannschaft im 4-4-2-System in folgender Formation aufs Feld:

Busk – Trimmel, Leistner, Puncec, Pedersen – Daube, Kroos (77. Fürstner), Kreilach, Skrzybski – Quaner (83. Hosiner), Redondo (57. Hedlund)

Der VfB erwischte den deutlich besseren Start in die Partie und ging nach nur drei Minuten in Führung. Ausgerechnet der Ex-Unioner Simon Terodde war es, der die Schwaben nach Zuspiel von Gentner aus Nahdistanz 1:0 in Front brachte (3.). Union zeigte sich kurz etwas geschockt, kam nach einigen Minuten allerdings besser ins Spiel. Die Eisernen versuchten ihr Glück immer wieder mit langen Bällen, die Hintermannschaft der Stuttgarter war jedoch stets zur Stelle. Gefährlich wurde es vor dem Gästetor vor allem nach Standardsituationen, die anschließenden Kopfballversuche stellten für VfB-Keeper Mitchell Langerak jedoch kein Problem dar. Durch schnelle Konter erspielten sich die Schwaben einige Möglichkeiten, richtig gefährlich wurde es dabei aber auch vor dem Tor von Jakob Busk nicht. Nach 45 Minuten beendete Schiedsrichter Deniz Aytekin pünktlich die umkämpfte erste Halbzeit.

Beide Teams kamen engagiert aus der Kabine, wobei die Schwaben die ersten Möglichkeiten des zweiten Abschnitts verzeichneten. Einen guten Kopfball von Terodde lenkte Busk über den Querbalken, ein Schuss des Angreifers strich knapp am Pfosten vorbei. Doch auch die Eisernen kamen durch Damir Kreilach gefährlich vor den Kasten. In der 60. Minute war es schließlich Steven Skrzybski, der den 1:1-Ausgleich nach einer zu kurz geratenen Faustabwehr von Mitchell Langerak erzielte. Mit seinem Treffer leitete Skrzybski die letzte halbe Stunde ein, in der beide Mannschaften unbedingt den Siegtreffer erzielen wollten. Hüben, wie drüben kamen die Teams immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen. Doch sowohl Quaner und Skrzybski, als auch Mané und der eingewechselte Asano blieben bei ihren Aktionen glücklos. In der Nachspielzeit scheiterte Philipp Hosiner mit einem sehenswerten Schuss aus der Drehung am Stuttgarter Torwart, auf der Gegenseite versuchte sich VfB Kapitän Gentner noch einmal aus der zweiten Reihe. Dann beendete Aytekin nach zweiminütiger Nachspielzeit die Partie.

„Wir wollten von Anfang an dagegen halten. Nach dem frühen Gegentor war natürlich eine Verunsicherung da und wir hatten in den ersten 25 Minuten keinen Zugriff. Danach haben wir taktisch umgestellt und hatten in den nächsten Minuten mehr Ballbesitz. Nach der Pause hatten wir ein bisschen Glück, nach dem Ausgleich haben wir aber richtig Druck gemacht und alles umgesetzt, was wir uns schon vor der Partie vorgenommen haben. Wir haben uns in die Partie reingekämpft und hatten gute Möglichkeiten. Insgesamt geht das 1:1-Unentschieden in Ordnung, aufgrund unserer klaren Chancen hätte ich gerne noch das Siegtor gesehen“, so Jens Keller auf der Pressekonferenz nach der Partie.

Das nächste Spiel steht für die Eisernen bereits in zwei Tagen an. Am Dienstag, dem 22.11.2016 tritt der 1. FC Union Berlin zum Testspiel gegen den Drittligisten Chemnitzer FC an. Der Anpfiff der Partie erfolgt um 14:00 Uhr an der Fritz-Lesch-Sportanlage (Dörpfeldstraße 89, 12489 Berlin). Das nächste Ligaspiel bestreiten die Eisernen am Sonntag, dem 27.11.2016 auswärts im Hardtwaldstadion. Um 13:30 Uhr treffen die Köpenicker dort auf den SV Sandhausen.

1. FC Union Berlin