Sonntag
21.08.2016
Fotos: Hupe / www.union-foto.de

Fotos: Hupe / www.union-foto.de

Sieg nach Verlängerung: Union zieht in die zweite DFB-Pokalrunde ein

In einer schwer umkämpften Pokalpartie setzte sich der 1. FC Union nach 120 Minuten mit einem 2:1-Erfolg gegen den MSV Duisburg durch.

Union-Trainer Jens Keller setzte dabei auf die gleiche Startelf wie zuletzt gegen Dresden. Lediglich Roberto Puncec rückte für den angeschlagenen Fabian Schönheim in die Startelf. Erneut schickte Keller sein Team im 4-3-3-System auf den Rasen:

Busk - Trimmel, Leistner, Puncec, Pedersen – Kroos (91. Zejnullahu), Fürstner, Kreilach - Skrzybski, Quaner (72. Brandy), Redondo (91. Quiring)

Die Hausherren zeigten sich ab der ersten Minute agil und erarbeiteten sich gegen etwas zu passive Unioner bereits in der Anfangsphase gute Möglichkeiten zur Führung. Jakob Busk musste mehrmals eingreifen um sein Team vor einem Frühen Rückstand zu bewahren und löste seine Aufgaben bravourös. Die Eisernen versuchten ihr Glück im ersten Spielabschnitt vor allem durch Konter und schnelle Balleroberungen, gute Tormöglichkeiten blieben dabei aber Mangelware. Die Beste hatte Rechtsverteidiger Christopher Trimmel in der 42. Spielminute. Die etwas zu lang geratene Flanke des Österreichers klatschte an die Latte des Duisburger Gehäuses, Torhüter Mark Flekken wäre wohl chancenlos gewesen. Mit einem etwas glücklichen 0:0-Unentschieden aus Sicht der Eisernen ging es für die Mannschaften in die Halbzeitpause.

Auch im zweiten Abschnitt zeigten sich die Hausherren engagiert und erarbeitete sich erneut gute Chancen. Anstatt den Rückstand zu kassieren, erzielten die Köpenicker jedoch auf der Gegenseite den Führungstreffer zum 1:0 (62.). Nach einer Flanke von Trimmel legte Kreilach den Ball mit dem Kopf auf den freistehenden Collin Quaner, der die Kugel aus kurzer Distanz zur Berliner Führung im Gehäuse unterbrachte. Duisburg ließ sich vom Gegentreffer allerdings nicht schocken, sondern fand nur 5 Minuten später die direkte Antwort (67.). Mit einem schnellen Haken im Köpenicker Strafraum entledigte sich Stanislav Iljutcenko seines Gegenspielers und erzielte aus kurzer Distanz den 1:1-Ausgleichstreffer. In der Folge erarbeiteten sich beide Teams gute Gelegenheiten, ein Treffer blieb beiden jedoch verwehrt, so dass die Partie in der Verlängerung entschieden werden musste.

In der 95. Spielminute gelang den vom eigenen Anhang frenetisch angefeuerten Unionern der Treffer zur 2:1-Führung. Ein Angriff der Köpenicker sorgte im Duisburger Strafraum für Verwirrung, Steven Skrzybski blockte einen Abwehrversuch von Schnellhardt und der Ball landete zur Freude der Berliner im Tor der Hausherren. In den folgenden Minuten warfen die Duisburger alles nach vorne, entscheidende Möglichkeiten sprangen dabei nicht mehr heraus. Auch Union blieb ein weiterer Treffer trotz guter Möglichkeiten verwehrt, so dass die Köpenicker die Partie nach 120 Spielminuten mit 2:1 für sich entscheiden konnten.

„Das war von beiden Mannschaften heute ein intensives Spiel, in dem kein Klassenunterschied zu sehen war. Duisburg hat eine gute Mannschaft. Natürlich ist es etwas glücklich, wenn man in der Verlängerung gewinnt, aber das nehmen wir gerne mit. Das Weiterkommen war das Einzige, was heute für uns gezählt hat“, zeigte sich Union-Trainer Jens Keller nach der Partie eher erleichtert als zufrieden.

Nach dem Pokalerfolg steht für die Eisernen am kommenden Sonntag, dem 28.08.2016 das nächste Ligaspiel auf dem Programm. Um 13:30 Uhr trifft der 1. FC Union Berlin in der Bielefelder SchücoArena auf den DSC Arminia Bielefeld.

1. FC Union Berlin