Sonntag
10.09.2017
Foto: Hänsch / www.unveu.de

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Last-Minute Niederlage in Düsseldorf: Union unterliegt beim Tabellenführer mit 2:3

Am fünften Spieltag der 2. Bundesliga muss der 1. FC Union Berlin das Feld das erste Mal in dieser Saison als Verlierer verlassen. In einem turbulenten Spiel drehen die Eisernen vor 26 341 Zuschauern zunächst einen 0:1 Rückstand durch Tore von Kreilach und Ayhan (Eigentor), in der Schlussminute sorgte Florian Neuhaus mit dem 3:2-Siegtreffer jedoch für das glücklichere Ende der Hausherren.

Auf dem Papier las sich die von Trainer Jens Keller gewählte Aufstellung im 4-2-3-1-System wie folgt:

Busk – Trimmel, Leistner, Schönheim, Pedersen – Kroos, Fürstner (58. Hartel) – Gogia (76. Uchida), Kreilach, Hedlund (88. Hosiner) – Polter

Fortuna Düsseldorf zeigte ab der ersten Minute, warum sie zu Beginn des Spieltags in der Tabelle auf dem ersten Platz lagen. Die Hausherren setzten Union früh unter Druck und sorgten für viel Gefahr vor dem Kasten von Jakob Busk. Mit viel Ballbesitz und schnellen Angriffen machten die Fortunen den Berlinern das Leben schwer, lediglich Sebastian Polter sorgte mit einem guten Versuch in der elften Minute für Entlastung. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß an der Strafraumgrenze legte Gogia dem Stürmer die Kugel mit der Hacke in den Lauf, den wuchtigen Abschluss des 26-jährigen Stürmers entschärfte Düsseldorf-Schlussmann Wolf jedoch ohne Probleme. In der Folge bestimmte weiterhin Düsseldorf das Tempo und sorgte per Konter über die schnellen Flügelspieler für gute Offensivaktionen. In der 18. Spielminute gingen die Hausherren folgerichtig nach einer Ecke mit 1:0 durch Marcel Sobottka in Führung. Mit der Führung im Rücken spielte Düsseldorf weiter befreit auf, Union hatte Probleme überhaupt in die Zweikämpfe zu kommen, viele Zuspiele ließen die Genauigkeit vermissen. Fortuna zeigte sich weiterhin variabel, der schnelle Benito Raman suchte immer wieder den Abschluss, doch es blieb beim 1:0 zur Pause.

Jens Keller schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, die Eisernen kamen nach dem Seitenwechsel gut ins Spiel und setzten durch einen Abschluss von Damir Kreilach kurz nach Wiederbeginn das erste Zeichen. In der 53. Spielminute ging Sebastian Polter im Strafraum nach einem Zweikampf mit Ayhan zu Boden, Schiedsrichter Aarnink entschied zum Unverständnis des Angreifers auf Stürmerfoul statt Strafstoß. Auch Düsseldorf spielte weiter guten Fußball, setzte nun jedoch vermehrt auf Konter über die Außenbahnen. In der 69. Spielminute belohnten sich die Eisernen schließlich für ihren Aufwand. Nach einer Ecke von Rechtsverteidiger Christopher Trimmel stieg Damir Kreilach am Fünfmeterraum am höchsten und nickte die Kugel zum Ausgleich in die rechte obere Ecke. Angespornt vom Ausgleich spielte Union weiter munter nach vorne und legte knapp zehn Minuten später den zweiten Treffer nach. Der gerade eingewechselte Atsuto Uchida brachte die Kugel von der rechten Grundlinie quer vor das Tor, beim Abwehrversuch beförderte Abwehrspieler Ayhan das Leder über die eigene Torlinie (78.). Doch die Führung sollte nicht lange Bestand haben. Nach einem langen Einwurf war es der ebenfalls eingewechselte Takashi Usami, der im Strafraum der Eisernen auftauchte und den 2:2-Ausgleich mit einem wuchtigen Schuss besorgte (84.). In einer hitzigen Schlussphase erspielten sich beide Teams weitere gute Torchancen, das glücklichere Ende hatten jedoch schließlich die Hausherren für sich. Mittelfeldstratege Florian Neuhaus fasste sich nach gutem Dribbling in der 90. Minute ein Herz, versuchte sein Glück mit einem Schuss von der Strafraumkante und besorgte den 3:2-Siegtreffer für Fortuna Düsseldorf.

„Glückwunsch an Friedhelm Funkel und sein Team, aber diese Niederlage tut uns weh. In der ersten Halbzeit waren wir nicht im Spiel und haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen. Eigentlich müssen wir trotzdem durch Polter in Führung gehen, liegen dann aber mit 0:1 zurück. Nach der Pause kommen wir gut aus der Kabine, üben viel Druck aus und haben das Spiel im Griff. Nach der Führung machen wir zu viele individuelle Fehler, deshalb ist es sehr ärgerlich, dass wir heute nichts mitnehmen. Aufgrund der zweiten Halbzeit wäre ein Punkt verdient gewesen, aber so fahren wir mit leeren Händen nach Hause“, lautete das Fazit von Jens Keller auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Bereits am kommendem Freitag, dem 15.09.2017, geht es für die Eisernen weiter. Im Heimspiel im Stadion An der Alten Försterei trifft der 1. FC Union Berlin um 18:30 Uhr auf Eintracht Braunschweig. Der Anpfiff erfolgt um 18:30 Uhr.

1. FC Union Berlin