Freitag
29.04.2016
Fotos: Koch / Hänsch

Fotos: Koch / Hänsch

Heimrekord eingestellt: Union besiegt Bochum

Der 1. FC Union Berlin baut seine Serie im heimischen Stadion An der Alten Försterei aus und geht im siebten Spiel in Folge als Sieger vom Platz. Vor 20.036 Zuschauern gewannen die Eisernen knapp mit 1:0 (0:0) gegen den VfL Bochum. Das Tor des Tages erzielte Kapitän Benjamin Kessel nach einem Eckball (79.).

Union-Trainer André Hofschneider war gegen Bochum gezwungen, gleich mehrere Spieler zu ersetzen. Neben den langzeitverletzten Thiel, Skrzybski, Schönheim und Korte musste auch Benjamin Köhler und Kenny Prince Redondo verletzungsbedingt passen. Zudem setzte ein Magen-Darm-Infekt Christopher Trimmel und Leonard Koch außer Gefecht. Eroll Zejnullahu konnte aufgrund einer Gelbsperre nicht mitwirken. Im 4 – 4 – 2-System mit Raute schickte Hofschneider folgende Elf auf das Grün:

Busk – Kessel, Leistner, Fürstner (75. Pogatetz), Parensen – Daube – Nikci (74. Quiring), Kroos (88. Puncec) – Kreilach – Wood, Brandy

Die Hausherren waren von Beginn an spielbestimmend und stießen immer wieder gefährlich in die Hälfte der Bochumer. Nur im Strafraum fehlte es den Eisernen im ersten Spielabschnitt zumeist an Präzision. Die besten Chancen hatten Damir Kreilach nach einem Freistoß aus gut 20 Metern (30.) und Toni Leistner nach einem Eckball (44.). Viel Spektakuläres gab es in den ersten 45 Minuten sonst nicht zu sehen. Dementsprechend ging es mit einem torlosen Remis in die Pause.

Die Bochumer kamen etwas aktiver aus der Kabine und machten mehr für das Spiel nach vorn. Die Partie wurde offener und gewann folglich an Spannung. Sören Brandy hatte nach 62 Minuten die Führung auf dem Kopf, sein Versuch nach einem Eckstoß flog aber knapp über den Kasten von VfL-Keeper Manuel Riemann. Nur wenige Sekunden später kam Felix Kroos im Strafraum zum Abschluss und zwang Riemann zu einer starken Parade (63.). In der 71. Minute bewahrte Union-Torhüter Jakob Busk die Eisernen mit einer ganz starken Parade vor dem Rückstand. Einen platzierten Kopfball fischte der junge Däne sehenswert aus dem Toreck. Kapitän Benjamin Kessel brach schließlich für die Eisernen dann den Bann. Erneut ging ein Eckball der Torchance voraus. Kessel schraubte sich in der gefährlichen Zone am Fünfmeterraum höher als sein Gegenspieler und köpfte den Ball unhaltbar zur Führung ins Eck (79.). Am Ende blieb es beim knappen 1:0-Erfolg. Durch den Sieg stellten die Berliner einen alten Rekord vor heimischem Publikum ein. In der Saison 2001/2002 glückten erst- und letztmals sieben Heimsiege am Stück.

„In der ersten Hälfte war es ein Abnutzungskampf. Wir haben da nicht den Schlüssel gefunden, um zwingende Torchancen zu kreieren. In der zweiten Hälfte haben wir das besser gemacht. Wir haben uns mehr Spielvorteile erarbeitet und dementsprechend auch mehr Standards. Da haben wir enorme Qualitäten, die wir mal wieder nutzen konnten“, so André Hofschneider nach dem Spiel.

Das letzte Auswärtsspiel der Saison bestreiten die Eisernen bei Arminia Bielefeld. Die Partie gegen die Ostwestfalen findet am Sonntag, dem 08. Mai 2016 statt und wird um 15:30 Uhr in der SchücoArena angepfiffen.

1. FC Union Berlin