Freitag
01.04.2016
Fotos: Hupe/Hänsch

Fotos: Hupe/Hänsch

Ansehnliche Nullnummer am Millerntor: Union holt Punkt beim FC St. Pauli

Der 1. FC Union Berlin trennte sich mit einem torlosen Remis vom FC St. Pauli und reist nach drei Auswärtsniederlagen in Folge wieder mit Zählbarem in die Heimat. In einem intensiven Spiel vor 29.546 Zuschauern im Hamburger Millerntor-Stadion fehlte den Eisernen das letzte Quäntchen Glück vor dem gegnerischen Tor.

Union-Trainer André Hofschneider musste auf Benjamin Kessel verzichten. Der Kapitän der Eisernen sah im letzten Spiel vor dem Osterwochenende die 10. Gelbe Karte und war daher zum Zuschauen verdammt. Neben den Langzeitverletzten Steven Skrzybski, Raffael Korte, Fabian Schönheim und Maximilian Thiel, mussten auch weiterhin Christopher Trimmel und Felix Kroos aussetzen. Unions Top-Torschütze Bobby Wood, der erst am Tag vor dem Spiel von der Länderspielreise aus den USA heimkehrte, nahm zunächst auf der Bank Platz. Im 4 – 3 – 3-System kam Adrian Nikci auf der linken Verteidigerposition zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz von Beginn an für die Eisernen.

Busk – Nikci, Leistner, Pogatetz, Parensen – Zejnullahu, Daube, Kreilach– Quiring (83. Quaner), Redondo (75. Köhler), Brandy

Die Gäste aus Berlin gingen von Beginn an bissig zu Werke und setzen die Hausherren mit ihrem ordentlichen Pressing früh in der gegnerischen Hälfte unter Druck. Erstmals brenzlig im Strafraum des Gastgebers wurde es nach sieben Minuten. Ein Flankenball von Sören Brandy klärte Marc Hornschuh in höchster Not fast ins eigene Tor. Wenig später setzte Union-Verteidiger Emanuel Pogatetz einen wuchtigen Kopfball knapp über das Tor (21.). Von den Hausherren kam bis dahin wenig im Spiel nach vorn. Die Eisernen verteidigten kompromisslos. Gut 30 Minuten waren gespielt, als St. Pauli erstmals gefährlich vor dem Tor von Jakob Busk auftauchte. Nach einem Eckball köpfte Lasse Sobiech den Ball an den rechten Pfosten. Die Eisernen blieben jedoch das gefährlichere Team und hätten kurz vor dem Pausenpfiff in Führung gehen müssen. Ein Kopfball von Damir Kreilach kratzte St. Pauli-Torsteher Robin Himmelmann mit einem unfassbaren Reflex von der Linie (39.). Der zahlreich mitgereiste Union-Anhang war bereits kollektiv zum Jubeln aufgesprungen. Die ansehnliche erste Halbzeit endet mit dem torlosen Remis.

Die Hausherren waren im zweiten Spielabschnitt etwas besser im Spiel. Die Partie wurde intensiv geführt, Chancen blieben jedoch größtenteils Mangelware. Die beste Möglichkeit auf Seiten der St. Paulianer hatte Lennart Thy per Seitfallzieher. Sein Versuch landete jedoch knapp über dem Querbalken (72.). Kurz darauf zappelte der Ball im Netz der Gastgeber. Damir Kreilach köpfte einen Freistoß von Dennis Daube an Himmelmann vorbei in die Maschen. Das Schiedsrichtergespann um Bibiana Steinhaus entschied jedoch auf Abseits und verwehrte dem Tor die Anerkennung (75.). Ein Abstimmungsfehler in der Union-Hintermannschaft brachte kurz vor dem Ende der Partie den eingewechselten Fafá Picault in eine gute Abschlussposition. Sein Versuch, den Ball über Busk hinweg im Tor zu versenken, scheiterte an der Ungenauigkeit des Schusses (87.). Am Ende stand auch nach den zweiten 45 Minuten die Null auf beiden Seiten.  

„Ich glaube, die Zuschauer haben ein gutes Zweitligaspiel gesehen. In der ersten Halbzeit mit einem klaren Punktsieg für uns. Leider hat das Tor auf der Anzeigetafel gefehlt. In der zweiten Hälfte war das Spiel ausgeglichener. Richtig zufrieden ist bei uns jedoch niemand, weil einfach für uns mehr drin war“, so André Hofschneider nach dem Spiel.

Am kommenden Freitag, dem 08. April 2016 steht bereits das nächste Auswärtsspiel der Eisernen auf dem Plan. Die Berliner reisen ins ostwestfälische Paderborn und gastieren dort beim ansässigen Sportclub von 1907. Die Partie wird um 18:30 Uhr in der Benteler-Arena angepfiffen.   

1. FC Union Berlin