Montag
25.09.2017
Fotos: Hänsch / www.unveu.de

Fotos: Hänsch / www.unveu.de

5:0: Union feiert Kantersieg gegen Kaiserslautern

Der 1. FC Union Berlin hat seine Durststrecke von fünf Spielen ohne Sieg beendet und zum Abschluss des 8. Spieltags drei Punkte gegen den 1. FC Kaiserslautern geholt. Vor 20 592 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei sorgten Sebastian Polter mit einem Dreierpack sowie Giuliano Modica und Marcel Correia (jeweils Eigentor) für die Treffer der Eisernen.

Nach der 0:1-Niederlage beim SV Sandhausen veränderte Jens Keller seine Startelf auf sechs Positionen und verzichtete zu Spielbeginn auf Uchida, Schösswendter, Kreilach, Fürstner, Gogia und Hosiner. Im 4-2-3-1-System begannen die Eisernen wie folgt:

Busk – Trimmel, Leistner, Schönheim (79.Parensen), Pedersen – Kroos, Prömel – Skrzybski (64. Gogia), Hartel, Hedlund – Polter (78. Hosiner)

Zuschauer: 20 592

Tore: Polter (6., 25., 77.), Modica (ET, 11.), Correia (ET, 32.)

Die Eisernen legten ab der ersten Minute los wie die Feuerwehr und erarbeiteten sich sofort die ersten Möglichkeiten. Toni Leistner und Sebastian Polter scheiterten mit ihren ersten Versuchen jedoch knapp vor dem Tor der Gäste (5.). Nur eine Zeigerumdrehung später zappelte der Ball trotzdem im Netz der Pfälzer. Einen Abwurf von Keeper Müller leitete Rechtsverteidiger Pedersen direkt weiter an Sebastian Polter, der trocken abzog und den Ball mit links zur 1:0-Führung in den Winkel zimmerte (6.). Damit eröffnete der Stürmer ein regelrechtes Offensivfeuerwerk des 1. FC Union Berlin. Bereits in der 11. Minute musste Müller erneut hinter sich greifen. Einer Ecke von Christopher Trimmel folgte ein Kopfball von Fabian Schönheim, der die Kugel quer zum Fünfmeterraum beförderte. Mit dem Querpass erwischte er Modica auf dem falschen Fuß, so dass der Abwehrspieler den Ball im eigenen Netz versenkte (11.). Immer wieder zeigten die Eisernen schöne Passkombinationen und kreierten gegen die überforderten Gäste weitere gute Möglichkeiten. In der 25. Spielminute brach das Stadion An der Alten Försterei erneut in kollektiven Jubel aus. Nach feinem Zuspiel von Skrzybski in die Tiefe war es erneut Polter, der Keeper Müller umkurvte umd zum 3:0 einschob. 120 Sekunden später entschied Schiedsrichter Markus Schmidt nach Foul von Andersson an Polter auf Strafstoß, der Gefoulte versuchte es selbst und scheiterte an Keeper Müller, der die Ecke geahnt hatte. Nichtsdestotrotz spielte Union weiter munter nach vorn, Hartel scheiterte mit zwei guten Weitschusschancen. In der 32. Minute war es schließlich Steven Skrzybski, der auf 4:0 erhöhte. Nach einer Ecke und einer zu kurzen Kopfballabwehr zog der Offensivspezialist entschlossen von der Strafraumkante ab und versenkte die Kugel, abgefälscht von Correia, sehenswert zur 4:0-Pausenfühurng in den Maschen.

Nach dem Seitenwechsel blieben die Eisernen weiter dominant und ließen den Ball gut in den eigenen Reihen laufen, offensiv nahmen die Hausherren jedoch das Tempo ein wenig heraus. Fabian Schönheim versuchte sich aus der Distanz, Steven Skrybski scheiterte nach feinem Doppelpass an Keeper Müller. Die Gäste kamen nun etwas besser in die Partie und versuchten sich mit einigen Offensivaktionen, die jedoch nicht von Erfolg gekrönt waren. Der eingewechselte Kessel setzte einen Kopfball über die Querlatte, Andersson scheiterte am hellwachen Union-Keeper Jakob Busk.  In der 62. Minute bot sich die riesen Chance durch Hedlund die Führung auszubauen, der Schwede vergab jedoch aus aussichtsreicher Position und setzte die Kugel flach am langen Pfosten vorbei. Mit seinem dritten Treffer und gleichzeitig seiner letzten Aktion schraubte Polter das Ergebnis auf 5:0 (77.). Marcel Hartel hatte einen langen Ball mit dem Po auf Polter abgelegt, der Stürmer ließ sich nicht zweimal bitten und versenkte den Ball in der kurzen Ecke. Unter dem tosenden Applaus der Zuschauer verließ der Stürmer anschließend das Feld, für ihn kam Philipp Hosiner ins Spiel (78.). In der Folge erspielte sich Union weitere Chancen durch Grischa Prömel und Simon Hedlund, Keeper Müller behielt jedoch die Oberhand im Duell mit dem jungen Schweden. Pünktlich auf die Sekunde beendete Schiedsrichter Müller schließlich die Partie und besiegelte damit den höchsten Sieg der Eisernen in der 2. Bundesliga.

„Wir sind ähnlich wie in den letzten beiden Heimspielen aufgetreten und haben uns heute für unseren Aufwand belohnt. Die Situation war nach dem Spiel in Sandhausen nicht einfach. Trotz des Drucks hat man von Anfang an gesehen was die Mannschaft möchte und wir freuen uns, dass wir ein gutes Spiel gemacht und so deutlich gewonnen haben. Der Sieg war wichtig fürs Selbstbewusstsein, aber es wartet schon wieder ein schweres Auswärtsspiel auf uns“, so Jens Keller auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Bereits in fünf Tagen treten die Eisernen erneut an. Der 1. FC Union Berlin trifft am kommenden Samstag, dem 30.09.2017, auf den FC Erzgebirge Aue. Der Anpfiff im Sparkassen-Erzgebirgsstadion erfolgt um 13:00 Uhr. Das Kartenkontingent für Gäste ist bereits restlos vergriffen.

1. FC Union Berlin