Sonntag
23.10.2016
Fotos: Hänsch / www.unveu.de

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3:1 in Aue: Union siegt im 350. Zweitligaspiel

Der 1. FC Union Berlin setzt seine positive Serie fort und gewinnt bei Erzgebirge Aue mit 3:1. Zwei Treffer von Damir Kreilach und einer von Steven Skrzybski sicherten den Eisernen im 350. Spiel der Clubgeschichte in der 2. Bundesliga den sechsten Saisonsieg. Damit steht der 1. FC Union Berlin nach dem 10. Spieltag auf dem zweiten Platz der Tabelle.

Auf dem Rasen musste Union Trainer Jens Keller kurzfristig auf Kapitän Felix Kroos verzichten, der wegen muskulärer Probleme in Aue passen musste. Für Kroos rückte Dennis Daube in die Startelf, Steven Skrzybski, der heute hinter der Doppelspitze agierte, übernahm die Kapitänsbinde. Kristian Pedersen kehrte nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre auf seine angestammte Position als Linksverteidiger zurück.
Busk - Trimmel, Leistner (24. Pogatetz), Puncec, Pedersen - Kreilach, Fürstner, Daube, Skrzybski – Quaner (80. Redondo), Hosiner (64. Hedlund)

Der Spielbeginn verlief für die Eisernen nach Plan, Union dominierte die Anfangsphase und kontrollierte den Ball. Die Hausherren zogen sich weit in die eigene Hälfte zurück und spekulierten auf Fehler der Köpenicker. Mit zunehmender Spielzeit ging die Taktik der Auer immer besser auf. Mit schnellen Angriffen über die Außenpositionen stellte Aue die Defensive der Eisernen immer wieder vor Probleme.  Nach einem Konter über die Außenbahn tauchte Mario Kvesic frei im Berliner Strafraum auf und erzielte den 1:0-Führungstreffer für Aue. Bereits nach 24 Minuten sah sich Union-Trainer Jens Keller das erste Mal zum Handeln gezwungen. Für den Gelb-Rot gefährdeten Toni Leistner kam Emanuel Pogatetz auf den Rasen. Am Spielverlauf änderte sich zunächst nichts, Union versuchte das Spiel zu machen, Aue lauerte weiter auf Konter. Nach einem Standard gelang Union kurz vor der Pause schließlich doch der Ausgleich. Einen Freistoß vom Dennis Daube bugsierte Collin Quaner zunächst an den rechten Pfosten, den Abpraller drückte Damir Kreilach dann aber aus kurzer Distanz mit dem Kopf über die Linie (42.). Mit dem 1:1-Unentschieden verabschiedeten sich beide Mannschaften in die Halbzeitpause.

Die Minuten nach dem Seitenwechsel gehörten klar den Gastgebern, die mit viel Energie aus der Kabine kamen. Die Lila-Weißen erarbeiteten sich immer wieder gute Chancen über die Flügel. Pascal Köpke hatte die Führung schon auf dem Fuß, vergab jedoch freistehend vor dem Tor von Jakob Busk. Der Treffer fiel schließlich eher überraschend auf der anderen Seite. Dem von Quaner unter Druck gesetzten Daniel Haas versprang ein Rückpass, Damir Kreilach ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und schob den Ball zur 2:1-Führung der Eisernen ein. Nach der Führung sortierte sich Union taktisch neu, erarbeitete sich wieder mehr Spielanteile und zeigte sich in der Defensive stabiler. Mit einem sehenswerten Heber über Daniel Haas hinweg erzielte Steven Skrzybski acht Minuten vor dem Ende einen weiteren Treffer (82.). Im Anschluss zeigten sich die Eisernen noch zweimal durch Konter gefährlich, ein weiterer Treffer wollte jedoch nicht mehr gelingen.

„Wir sind gut ins Spiel gekommen und hatten in den ersten 15 Minuten alles im Griff. Durch einfache individuelle Fehler haben wir dann aber das Spiel aus der Hand gegeben, sind nicht mehr ins Pressing gekommen und hatten keinen richtigen Zugriff mehr. Trotzdem hat die Mannschaft heute großen Charakter gezeigt. Nach der Pause hatten wir auch ein bisschen Glück, Aue hätte in Führung gehen können, vielleicht sogar müssen. Vorne waren wir aber eiskalt und haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht“, so Jens Keller auf der Pressekonferenz nach der Partie in Aue.

Viel Zeit zu verschnaufen bleibt den Kickern des 1. FC Union Berlin nach der Partie nicht. Bereits am Mittwoch, dem 26.10.2016 treten die Eisernen in der zweiten Runde des DFB-Pokals bei Vizemeister Borussia Dortmund an. Der Anpfiff im Signal Iduna Park erfolgt um 20:45 Uhr.

1. FC Union Berlin