Samstag
10.02.2018

3:1-Heimerfolg: Union bezwingt den Tabellenführer

Der 1. FC Union Berlin belohnt sich am 22. Spieltag für eine starke Leistung und schlägt den Tabellenführer Fortuna Düsseldorf im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei mit 3:1.

1. FC Union Berlin:

Mesenhöler – Torrejon, Friedrich, Parensen – Trimmel, Kroos (80. Prömel), Pedersen – Gogia, Hedlund (90.+1. Fürstner) – Skrzybski, Polter

Fortuna Düsseldorf:

Wolf – Ayhan. Bodzek (77. Lovren), Hoffmann – Zimmer – Sobottka, Nielsen (77. Kujovic), Neuhaus (89. Usami), Gießelmann – Raman, Hennings

Zuschauer: 22 012

Tore: 0:1 Neuhaus (41.), 1:1 Skrzysbki (67. FE), 2:1 Polter (71.), 3:1 (90.+5)

Die Eisernen, die in der Startelf mit Akaki Gogia für den heute verabschiedeten Damir Kreilach antraten, starteten mutig in die Partie und setzten den Tabellenführer aus dem Rheinland unter Druck. Union zeigte sich bissig in den Zweikämpfen und sorgte früh für Abschlüsse. Simon Hedlund setzte den ersten Versuch über die Querlatte, Kapitän Felix Kroos prüfte Fortuna-Keeper Raphael Wolf in der fünften Spielminute mit einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze. Die Elf von Trainer André Hofschneider störte die Gäste von Beginn an im Spielaufbau und ließ der Fortuna kaum Raum, um sich im Mittelfeld zu entfalten. Nach einer knappen Viertelstunde versuchte erneut Kroos sein Glück, der Freistoß des Mittelfeldregisseurs rauschte jedoch knapp am linken Torpfosten vorbei. Düsseldorf verlegte sich im Angriffsspiel ausschließlich aufs Kontern, Den ersten Vorstoß wagten die Rheinländer in der 23. Minute. Havard Nielsen hatte sich über die rechte Angriffsseite durchgesetzt, fand allerdings mit seiner Flanke keinen Abnehmer im Sturmzentrum. Union bestimmte das Geschehen auf dem Platz, verpasste es jedoch, zwingende Torchancen herauszuspielen. Zehn Minuten vor der Pause versuchte es erneut Felix Kroos mit einem guten Schuss, Raphael Wolf machte sich lang und entschärfte den Kapitän des Berliner Kapitäns. Zum Schock der Unioner zeigten die Düsseldorfer in der 41. Spielminute genau das, was sie in den letzten Monaten auszeichnete. Nach einem schnellen Konter kam Florian Neuhaus an der Strafraumgrenze an den Ball und setzte die Kugel kaltschnäuzig an den linken Innenpfosten, von wo der Ball zur Pausenführung der Gäste in die Maschen sprang.

Trotz des Rückschlags vor der Pause zeigten sich die Eisernen nach dem Seitenwechsel unbeeindruckt und spielten weiter konsequent nach vorn. Linksverteidiger Kristian Pedersen setzte sich direkt nach Wiederanpfiff mit einem Dribbling im Strafraum durch, der Abschlussversuch von Polter wurde jedoch zur Ecke abgewehrt. Wenige Momente später legte Friedrich den Ball nach einer Trimmel-Ecke per Kopf gefährlich vor das Tor, der hereinrauschende Michael Parensen verpasste die Kugel nur um Zentimeter (49.). Die Düsseldorfer blieben offensiv weiterhin unauffällig, lediglich nach einigen Kontern und Standardsituationen kam die Fortuna vor das Tor. Ein Neuhaus-Pass für Jean Zimmer geriet etwas zu weit, Andre Hoffmann köpfte nach Ecke von Gießelmann über die Latte. Union arbeitete in einem intensiven Spiel weiter am Ausgleich und belohnte sich schließlich in der 67. Spielminute mit dem 1:1-Ausgleich. Fortuna Verteidiger Bodzek hatte den Ball im Strafraum mit der Hand gespielt, nach kurzem Zögern entschied Schiedsrichter Robert Hartmann auf Elfmeter. Steven Skrzybski übernahm die Verantwortung und versenkte den Strafstoß souverän zum Ausgleich. Der Torjubel im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei war kaum verklungen, da markierten die Eisernen die längst verdiente Führung. Nach Zuspiel von Hedlund versuchte Gogia sein Glück mit einem wuchtigen Schuss, Kaan Ayhan blockte den Ball jedoch vor der Torlinie. Der Abpraller landete genau vor den Füßen von Sebastian Polter, der die Kugel entschlossen zur 2:1-Führung über die Linie drückte (71.). Gästetrainer Funkel reagierte und brachte mit Kujovic und Lovren zwei neue Spieler in die Partie. Düsseldorf agierte nun etwas offensiver, Union blieb allerdings zweikampfstark und sorgte so für zahlreiche Kontermöglichkeiten in der Schlussphase. Polter scheiterte jedoch im eins gegen eins an Keeper Raphael Wolf, ein Schuss von Skrzysbki verfehlte das Tor nur knapp. In der Defensive zeigte sich Union auch im Angesicht verstärkter Düsseldorfer Angriffsbemühungen gefestigt und belohnte sich in der Nachspielzeit durch Steven Skrzybski mit der umjubelten Entscheidung zum 3:1 (90.+5.).

„Heute freut es mich vor allem für die Mannschaft. Die letzten Wochen waren für den einen oder anderen Spieler nicht einfach. Trotzdem haben wir heute nicht alles richtig und in den letzten Wochen nicht alles falsch gemacht. Die Mannschaft hat sich trotz des Rückstands nicht von ihrem Weg abbringen lassen und sich belohnt. Auch für die Fans freut es mich sehr. Sie waren heute in meinen Augen das Zünglein an der Waage und haben schon in der ersten Halbzeit die Leistung der Mannschaft honoriert. Düsseldorf hat heute gezeigt, warum sie ganz oben stehen, trotzdem gehen wir als verdienter Sieger vom Platz“, so Union-Trainer André Hofschneider auf der Pressekonferenz nach dem Heimsieg.

Am 22. Spieltag treffen die Eisernen beim Auswärtsspiel auf Eintracht Braunschweig. Der Anpfiff im Eintracht-Stadion erfolgt am Sonntag, dem 18.02.2018 um 13:30 Uhr.

1. FC Union Berlin