Sonntag
03.12.2017

1:2 in Bochum: Union unterliegt im Dauerregen

Der 1. FC Union Berlin bleibt auch im dritten Spiel in Folge ohne Sieg. Am 16. Spieltag der zweiten Bundesliga mussten sich die Eisernen mit 1:2 beim VfL Bochum geschlagen geben.

Busk – Trimmel, Leistner, Torrejon, Pedersen – Kroos (63. Fürstner), Prömel – Gogia, Hartel (75. Kreilach), Hedlund
(68. Skrzybski) – Polter

Dornebusch – Bastians, Janelt, Gyamerah – Danilo, Losilla, Stöger, Celozzi – Hinterseer (90+3 Fabian), Wurtz (90. Tesche), Sam (77. Diamantakos)

Zuschauer: 13 119

Tore: 0:1 Polter (4.), 1:1 Stöger (40), 2:1 Hinterseer (87.)

Der 1. FC Union Berlin erwischte einen Start nach Maß und ging mit der ersten Chance des Spiels in Führung (4.). Abwehrchef Toni Leistner hatte Sebastian Polter mit einem langen Ball von der Mittellinie in Szene gesetzt, der Stürmer behielt die Übersicht und schob überlegt und locker zum frühen 1:0 ein. Nach der Führung der Eisernen zeigten sich die Bochumer bemüht und versuchten die Berliner Abwehr zu meist mit langen Bällen unter Druck zu setzten. Auf dem seifigen und schwer zu bespielenden Rasen im Ruhrstadion hatten beide Teams Probleme im Spielaufbau, so dass ein Spielfluss auf beiden Seiten eher selten zu sehen war. Die Hausherren zeigten sich offensiv das erste Mal in der 12. Minute gefährlich vor dem Kasten der Eisernen, Johannes Wurtz zögerte beim Abschluss allerdings etwas zu lange. Nach feinem Doppelpass mit Marcel Hartel setzte Union-Kapitän Felix Kroos Simon Hedlund mit einem Pass in den Lauf in Szene, Abwehrmann Danilo rettete jedoch im letzten Moment gegen den Schweden. Auf Seiten der Hausherren setzte sich Sydney Sam immer wieder über die rechte Angriffsseite durch, seine Flanken fanden im Zentrum allerdings keine Abnehmer. Torhüter Jakob Busk durfte sich bei einzelnen Fernschüssen und abgefangenen Hereingaben auszeichnen, gefährliche Offensivaktionen blieben jedoch auf beiden Seiten Mangelware. Trotz allem fiel fünf Minuten vor der Pause der nicht unverdiente Ausgleichstreffer für den VfL. Angespielt von Sidney Sam setzte sich Lukas Hinterseer im Zweikampf mit Toni Leistner durch und legte die Kugel zurück an die Strafraumgrenze zu Kevin Stöger. Aus kurzer Distanz prallte der Abschluss des Bochumers an den Fuß von Leistner und trudelte von dort unhaltbar für Busk in den Kasten der Eisernen (40.). Bis zum Seitenwechsel erhöhten die Hausherren nun die Schlagzahl und drängten auf den zweiten Treffer, der allerdings nicht gelingen wollte.

Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine, diesmal erwischten allerdings die Bochumer den besseren Start. Der VfL spielte mutig nach vorne und schnürte den 1. FC Union Berlin teilweise am eigenen Strafraum ein ohne sich jedoch zwingende Chancen herauszuspielen. Auf der Gegenseite tauchte Innenverteidiger Toni Leistner nach einem Freistoß von Trimmel gefährlich vor dem Kasten von Felix Dornebusch auf, setzte seinen Kopfball aus guter Position allerdings deutlich neben den Kasten. Bochum versuchte sein Glück auf dem nassen Rasen immer wieder mit Fernschüssen, Union ließ sich in der eigenen Hälfte weit zurückfallen um die Räume eng zu machen. Jens Keller brachte mit Stephan Fürstner und Steven Skrzybski frische Kräfte aufs Feld, Skrzybski versuchte sein Glück direkt mit einer Volleyabnahme. Nach einer Flanke von Trimmel setzte Sebastian Polter zum Flugkopfball an, die Kugel rauschte allerdings über die Querlatte hinweg. In der Schlussphase fasste sich Vitaly Janelt ein Herz und schloss zweimal gefährlich von der Strafraumkante ab (83., 85.). Während der erste Versuch noch von Marc Torrejon zur Ecke abgefälscht wurde, zischte der Zweite nur wenige Zentimeter neben dem Kasten vorbei. Nur zwei Minuten später machte es Teamkollege Lukas Hinterseer besser. Nach einem einfachen Ballverlust in der Union-Defensive setzte Sturmpartner Sebastian Wurtz den Österreicher im Strafraum in Szene, Hinterseer ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte zur 2:1-Führung für die Hausherren (87.). Mit dem Mute der Verzweiflung warfen die Eisernen in der Nachspielzeit nochmal alles nach vorne, Danilo rettete für den bereits geschlagenen Dornebusch auf der Linie (90+1). Selbst Torhüter Jakob Busk stürmte in den Schlussminuten mit nach vorne, der Ausgleichstreffer wollte jedoch nicht mehr gelingen.

„Zunächst Glückwunsch an Bochum zum Sieg. Das Spiel hat für uns eigentlich optimal begonnen, wir sind früh in Führung gegangen und hatten danach eine ähnliche Chance durch Simon Hedlund. Danach hat uns die Bereitschaft gefehlt, in die Räume zu gehen und Bälle zu erobern. Bochum hat ein gutes Pressing gespielt und wir konnten uns nicht mehr lösen. Das 1:1 hätten wir mitnehmen müssen, aber es hat heute nicht gereicht. Wir machen zu viele Fehler und bekommen zu einfache Tore, das sollten wir schnellstens abstellen“, so Keller nach dem Spiel.

Am kommenden Samstag, dem 09.12.2017 steht für den 1. FC Union Berlin das letzte Spiel der Hinrunde auf dem Plan. Im ausverkauften heimischen Stadion An der Alten Försterei treffen die Eisernen auf die SG Dynamo Dresden. Der Anpfiff erfolgt um 13:00 Uhr.

1. FC Union Berlin