Freitag
19.02.2016
Fotos: Hänsch / unveu.de

Fotos: Hänsch / unveu.de

0:3-Niederlage: Union unterliegt in Leipzig

Der 1. FC Union Berlin musste im fünften Spiel der Rückrunde die erste Niederlage hinnehmen. Bei Rasenballsport Leipzig war für die arg von Verletzungen gebeutelten Unioner nichts zu holen. Mit 3:0 siegten die Gastgeber vor 30.964 Zuschauern, davon gut 4.500 aus Berlin, im Leipziger Stadion.
 
Die anhaltende Verletztenmisere der Eisernen riss auch einen Tag vor dem Spiel nicht ab. Wären die Ausfälle von Maximilian Thiel, Steven Skrzybski, Raffael Korte, Toni Leistner und Fabian Schönheim nicht schon schlimm genug, trieb Bobby Wood neue Sorgenfalten in das Gesicht von Union-Trainer Sascha Lewandowski. Unions Top-Torschütze meldete sich mit einer Schulterverletzung ab. Die Aufstellung las sich im zuletzt bewährten 3 – 5 – 2-System wie folgt:
 
Busk – Trimmel, Pogatetz, Parensen – Kroos (77. Daube), Zejnullahu – Kessel, Redondo – Kreilach (46. Fürstner) – Brandy, Quaner (81. Quiring)
 
Gut 4.500 Fans der Eisernen kauften das gesamte Gästekartenkontingent auf, zu sehen war in den ersten 15 Minuten jedoch kein Unioner. Mit einem beeindruckenden Protest machten die Berliner Fans erneut deutlich, wie sie zum Projekt Rasenballsport stehen. Auf dem Spielfeld ereignete sich bis zur 12. Minute wenig Nennenswertes. Ein Ballverlust im Mittelfeld leitete den Führungstreffer der Hausherren ein. Über die linke Abwehrseite der Berliner brachte Emil Forsberg das Leder in die Mitte. Völlig frei hatte Leipzig-Kapitän Dominik Kaiser wenig Mühe, den Ball an Union-Keeper Jakob Busk vorbei im Tor unterzubringen. Die Leipziger hielten im eigenen Stadion den Druck hoch und erspielten sich einige gute Möglichkeiten. Nach einem Leipziger Freistoß flog der zweite Ball zurück in den Union-Strafraum, wo Marvin Compper ein Kopfballduell für sich entscheiden konnte. Mit etwas Glück landete der Ball beim einschussbereiten Willi Orban, der aus fünf Metern zum 2:0 verwertete (26.). Eine hervorragende Fußabwehr von Jakob Busk gegen den Abschluss von Emil Forsberg verhinderte eine höhere Führung der Hausherren (39.). Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung der Leipziger ging es in die Pause.
 
Auch die zweiten 45 Minuten dominierten die Gastgeber. Immer wieder kamen die Sachsen über ihre schnellen Außenbahnen zu gefährlichen Toraktionen. Einen langen Ball aus dem Mittelfeld leitete Dominik Kaiser aus vollem Lauf weiter in den Berliner Strafraum. Yussuf Poulsen, war den Bruchteil einer Sekunde früher am Ball als sein Gegenspieler und beförderte das Leder zum 3:0 über die Linie (53.). Frenetisch angefeuert vom mitgereisten Anhang stemmten sich die Rot-Weißen mit letzter Kraft gegen eine höhere Niederlage. Der eingewechselte Christoper Quiring hatte kurz vor dem Ende den Ehrentreffer auf dem Fuß. Sein Schuss wurde jedoch von einem Leipziger Abwehrbein abgeblockt (83.). Am Ende blieb es bei der 0:3-Niederlage aus Sicht der Eisernen. Lange in Erinnerung wird das Spiel wohl nur Michael Parensen bleiben. Der Routinier absolvierte sein 162. Pflichtspiel für die Eisernen und ist damit neuer Rekordspieler der Rot-Weißen.
 
„Für uns war es ein bitterer Abend. Personalprobleme hin oder her. Wir haben uns hier mehr vorgenommen und konnten nur wenig davon umsetzen. Zumal das für unsere Fans ein besonderes Spiel ist. Da wollten wir natürlich besser Paroli bieten. Wir haben gegen eine sehr gut funktionierende Mannschaft gespielt. Man muss gegen diesen Druck, den Leipzig macht, besser gegenhalten und mehr in gute Aktionen kommen. Alles in allem hat heute einiges gefehlt“, so Sascha Lewandowski nach dem Spiel.
  
In einer Woche steht für den 1. FC Union Berlin das nächste Pflichtspiel auf dem Programm. Am Freitag, dem 26.02.2016 gastiert der Karlsruher Sportclub im Stadion An der Alten Försterei. Das Spiel gegen die Badener beginnt um 18:30 Uhr.

1. FC Union Berlin